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Die 24 Stunden von Spa-Francorchamps haben turbulent begonnen
© Porsche | Zoom

Livestream 24h Spa 2021 - Nach 4 Stunden: Kundenteams von Porsche wollen die Nacht zu ihrem Vorteil nutzen

Nach den ersten vier Rennstunden und 84 gefahrenen Runden belegten die besten Kundenteams von Porsche die aussichtsreichen Positionen sieben, neun, zwölf und 15. Der 911 GT3 R von Schnabl Engineering mit dem französischen Werksfahrer Fred Makowiecki sowie Michael Christensen (Dänemark) und Dennis Olsen (Norwegen) hat sich dabei vom 25. Startplatz auf Rang sieben nach vorne geschoben. Josh Burdon (Australien), Alexandre Imperatori (Schweiz) und Edoardo Liberati (Italien) gelang mit ihrem über 500 PS starken Porsche des Teams KCMG sogar der Sprung vom 37. auf den neunten Platz.

24-Stunden-Rennen Spa-Francorchamps 2021

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Die Anfangsphase des Langstreckenklassikers war von einem schweren Unfall im Bereich der Kurvenkombination „Eau Rouge/Raidillon“ geprägt, in den unverschuldet auch das Auto von Rutronik Racing verwickelt worden ist. Fahrer Kévin Estre blieb unverletzt. Für den Franzosen war der Einsatz damit aber ebenso beendet wie für seine Teamkollegen Richard Lietz (Österreich) und Sven Müller (Deutschland). Kurz nach der gut 50-minütigen Gelbphase sorgte ein starker Regenschauer für Hektik in der Boxengasse. Später trocknete der 7,004 Kilometer lange Grand-Prix-Kurs wieder ab und machte einen weiteren vorzeitigen Reifenwechsel zurück auf Slicks notwendig. Diverse Durchfahrtsstrafen aufgrund missachteter Streckenmarkierungen warfen die bestplatzierten Kundenteams von Porsche immer wieder zurück.

Die Veranstaltung im Livestream

Zuschauer können das 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps auf der Internetseite http://www.intercontinentalgtchallenge.com  im kostenlosen Livestream verfolgen. Dort steht auch ein Live-Timing bereit.
 
Porsche 911 GT3 R, KCMG (#18), Josh Burdon (AUS), Alexandre Imperatori (CH), Edoardo Liberati (I)
Porsche 911 GT3 R, Schnabl Engineering (#3), Michael Christensen (DK), Frederic Makowiecki (F), Dennis Olsen (N)
© Porsche

Stimmen zur Startphase des Rennens

Sebastian Golz (Projektleiter Porsche 911 GT3 R): „Die ersten vier Stunden hier in Spa-Francorchamps waren aufregend. Von trockener über nasse Strecken bis hin zu einem extremen Unfall, aus dem Kévin Estre zum Glück heil herausgekommen ist, haben wir schon alles erlebt. Unsere Teams fahren ein sauberes Rennen, allerdings kämpfen wir am Limit und die Fahrer schießen hier und dort schon mal über die Streckenmarkierungen hinaus. Das hat uns die eine oder andere Durchfahrtsstrafe eingebracht und wertvolle Positionen gekostet. Wir arbeiten derzeit daran, dieses Thema zu lösen und versuchen, unsere Fahrzeuge wieder auf die vorderen Plätze zu bekommen. Warten wir ab, was die Nacht bringt.“
 
Frédéric Makowiecki (Schnabl Engineering, Porsche 911 GT3 R #3): „Der Auftakt war eine Herausforderung – wenn Du aus dem Mittelfeld mit mehr als 50 Autos startest, ist das schon etwas exotisch. Aber glücklicherweise lief der Start ohne Zwischenfälle ab. Unser Neunelfer reagiert gut und wir können so kämpfen, wie es sein sollte. Aktuell bin ich zufrieden. Im Regen sind wir auf Slicks stark. Mit den Regenreifen liegt noch etwas Abstimmungsarbeit vor uns. Ich bin stolz auf die Vorstellung des Teams, dem es gelungen ist, das Auto in kürzester Zeit für dieses Rennen vorzubereiten.“
 
Josh Burdon (KCMG, Porsche 911 GT3 R #18): „Trotz der wechselhaften Bedingungen hat das Rennen für uns gut begonnen. Wir mussten in der Vorbereitung noch mit der Balance unseres Autos kämpfen und wussten, dass es für uns vom 37. Startplatz aus schwierig werden würde. Nach meinem Doppelstint konnte ich den Porsche aber auf Rang 15 weitergeben, damit befinden wir uns im Plan. Wir versuchen, Fehler zu vermeiden und heil durch die Nacht zu kommen.“

Porsche 911 GT3 R, KCMG (#18), Josh Burdon (AUS), Alexandre Imperatori (CH), Edoardo Liberati (I)
© Porsche
 
Mathieu Jaminet (GPX Racing, Porsche 911 GT3 R #22): „Es war ein wenig verrückt. Kaum hatte ich das Auto von Earl Bamber übernommen, setzte zwei Runden später der Regen ein. Wir sind etwas länger auf den profillosen Slick-Reifen geblieben, doch es stand so viel Wasser auf der Strecke, dass ich beinahe abgeflogen wäre. Das hat etwas Zeit gekostet. Auf den Regenpneus konnte ich viele Autos überholen. Als es wieder abtrocknete, sind wir zurück auf Slicks gewechselt. Unglücklicherweise hielt mich danach ein Auto aus der Silber-Klasse auf, dessen Fahrer seine Position so vehement verteidigt hat, als wären wir schon in der letzten Minute des 24-Stunden-Rennens.“
 
Laurens Vanthoor (KCMG, Porsche 911 GT3 R #47): „Am Anfang lief es gut für uns. Als der Regen einsetzte, haben wir die richtige Entscheidung getroffen und rechtzeitig auf die entsprechenden Reifen gewechselt. Das hat uns bis auf die zweite Position nach vorne gebracht. Leider fingen wir uns dann eine Boxengassen-Durchfahrtsstrafe ein, weil erst Nick und dann auch ich die Streckenmarkierungen missachtet hatten – dies machte unsere Fortschritte wieder zunichte. Das sollte uns eigentlich nicht passieren. Aber wir haben noch Zeit, wieder nach vorne zu kommen.“
 
Klaus Bachler (Dinamic Motorsport, Porsche 911 GT3 R #54): „Wir hatten einen ganz guten Start. Leider gab es nach ein paar Runden einen kleinen Kontakt mit einem anderen Auto, bei dem unser Frontsplitter beschädigt wurde. Bei dem großen Crash in der ,Raidillon‘ haben wir Trümmerteile getroffen und nach der ,Full-Course-Yellow‘-Phase setzte der Regen ein – der Auftakt des Rennens war relativ chaotisch. Insgesamt läuft unser Porsche aber ordentlich.“

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