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Starke Aufholjagd des Lamborghini Huracán GT3 EVO #16 bleibt unbelohnt
© Alessandro Galli | Zoom

Heroischer Einsatz vom GRT Grasser Racing Team bei den legendären 24 Stunden von Spa-Francorchamps

Das Saisonhighlight im GT World Challenge Europe Endurance Cup hielt für das GRT Grasser Racing Team am vergangenen Wochenende einen Kraftakt ohne Happy End bereit. Bei den legendären 24 Stunden von Spa-Francorchamps vom 29. Juli bis 1. August bewies die Mannschaft einmal mehr ihren unbändigen Kampfgeist. Nach einem Unfall im Qualifying baute die Crew den Lamborghini Huracán GT3 EVO in Rekordzeit wieder auf und stellte damit die Teilnahme am Langstreckenklassiker sicher. Clemens Schmid, Kikko Galbiati und Alberto Di Folco kämpften sich im Rennen vom letzten Platz aus unermüdlich nach vorne. Bis zum bitteren Aus nach 15 Stunden machten sie 28 Positionen gut.

24-Stunden-Rennen Spa-Francorchamps 2021

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Der Start in das Wochenende auf der 7,004 Kilometer langen Traditionsrennstrecke in Belgien verlief für das Team zunächst ganz nach Plan. Im ersten Training belegten die Piloten den fünften Platz im Silver Cup. Im Gesamtklassement ließen sie damit 37 Konkurrenten im stark besetzten GT3-Feld hinter sich. In der Vorqualifikation wiederholten sie das Top-5-Resultat und stellten damit die Weichen für das vierteilige Qualifying am Donnerstagabend.
 
Im Q1 erreichte Di Folco abermals den fünften Platz in der Wertung des Silver Cup. Der 25-Jährige übergab für das zweite Segment an Tim Zimmermann. Der Lamborghini-Junior wurde jedoch bei seiner Zeitenjagd von der Ardennenachterbahn auf dem falschen Fuß erwischt. Im berüchtigten Streckenabschnitt Eau Rouge verunfallte er bei hoher Geschwindigkeit. Dank des hohen Sicherheitsstandards des Lamborghini Huracán GT3 EVO blieb der 24-Jährige beim Einschlag mit über 50g unverletzt. Auf Anweisung der Ärzte sah er aber von einer weiteren Teilnahme am Event ab.
 
GRT Grasser Racing Team rettet Start beim Saisonhöhepunkt in der GTWC
© Alessandro Galli
 
Für die Mechaniker und Ingenieure des GRT Grasser Racing Teams lief nach diesem Schreckmoment das Rennen gegen die Zeit. Der GT3-Bolide musste von Grund auf hergerichtet werden, um dem verbliebenen Fahrertrio den Rennstart am Samstag um 16:30 Uhr zu ermöglichen. Das Team arbeitete Tag und Nacht unermüdlich durch und erhielt dabei zusätzliche Unterstützung von Herberth Motorsport. Mit extra Manpower gelang ihnen das Unmögliche. Im letzten Moment wurde der Lamborghini Huracán GT3 EVO mit der Startnummer 16 am Samstagvormittag fahrbereit in die Boxengasse gerollt.
 
Beim Start des Rennens eilte Schmid dem Feld aus der Boxengasse hinterher. Der Tiroler meisterte die kritische Startphase souverän und blieb auch beim kurz darauf folgenden Regenschauer cool. Nach zwei Stunden wurde das GRT Grasser Racing Team in der Gesamtwertung bereits auf dem 31. Platz geführt. Schmid übergab nach drei starken Stints an Di Folco. Der Italiener festigte in den darauffolgenden Stunden zusammen mit Landsmann Galbiati die Position.
 
In den Morgenstunden des Sonntags stieß die Truppe in die Top-10 des Silver Cup vor. Achteinhalb Stunden vor dem Finish wurde dem Vorwärtsdrang allerdings ein jähes Ende gesetzt. Schmid war im Begriff seinen zweistündigen Doppelstint zu beenden, als er nach einem Fahrfehler von der Strecke abkam und in die Reifenstapel einschlug. Der dabei entstandene Schaden hinderte ihn daran, aus eigener Kraft an die Box zurückzukehren, was für das GRT Grasser Racing Team das vorzeitige Ende des Rennens bedeutete.
 
Die nächste Chance zur Wiedergutmachung bietet sich der Mannschaft in fünf Wochen. Vom 3. bis 5. September steht auf dem Nürburgring die vierte Station in der GT World Challenge Europe Endurance Cup auf dem Programm. Auf dem GP-Kurs in der Eifel markiert ein 6-Stunden-Rennen das vorletzte Wochenende im diesjährigen Kalender der hochkarätigen Langstreckenserie.

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