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Porsche 911 GT3 R, 24 Stunden von Spa-Francorchamps
© Porsche | Zoom

24h Spa - Starker Auftritt: Zwölf Porsche 911 GT3 R beim 24-Stunden-Rennen in Spa

Zehn Kundenteams, zwölf 911 GT3 R und insgesamt 40 Rennfahrer, sieben davon mit Werksfahrerstatus: Porsche ist bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps mit einem großen Aufgebot vertreten. Von kaum einem anderen Hersteller stehen am kommenden Wochenende bei dem Langstreckenklassiker mehr Rennwagen am Start. Die traditionsreiche Veranstaltung auf der 7,004 Kilometer langen „Ardennen-Achterbahn“ gehört zu den bedeutendsten GT3-Events der Welt und zählt in dieser Saison zu zwei Meisterschaften, dem GT World Challenge Europe Endurance Cup sowie der Intercontinental GT Challenge (IGTC). Porsche peilt auf dem belgischen Grand-Prix-Kurs den Hattrick an. 2019 sicherten sich die Werksfahrer Michael Christensen (Dänemark), Kévin Estre (Frankreich) und Richard Lietz (Österreich) mit dem 911 GT3 R von GPX Racing den Gesamtsieg. Im vergangenen Jahr gewann mit Nick Tandy (Großbritannien), Earl Bamber (Neuseeland) und Laurens Vanthoor (Belgien) erneut ein Werksfahrer-Trio den Höhepunkt der GT3-Saison, dieses Mal für das Team Rowe Racing.

Das Rennen

Es ist eine jahrhundertalte Motorsport-Tradition. Seit 1921 gehört der Circuit de Spa-Francorchamps zu den größten Herausforderungen für Fahrer aus der ganzen Welt. Bereits 1924 – also nur drei Jahre nach der Eröffnung – fand im äußersten Osten Belgiens unweit der deutschen Grenze erstmals ein 24-Stunden-Rennen statt. Seinerzeit verlief die Strecke noch über 14,863 Kilometer zwischen den Ortschaften Malmedy, Francorchamps und Stavelot. 1979 wurde die Distanz verkürzt. Mit 7,004 Kilometern und 21 Kurven ist der traditionsreiche Grand-Prix-Kurs noch immer die längste Strecke im Formel-1-Kalender. Seinen Beinamen „Ardennen-Achterbahn“ trägt er auch weiterhin zurecht, wie das spektakuläre Steilstück „Raidillon/Eau Rouge“ und die Bergab-Passage mit der berühmt-berüchtigten „Blanchimont“-Kurve beweisen. Dem steht am Ende der Start-/Zielgeraden die enge Spitzkehre „La Source“ entgegen: Sie zählt zu den langsamsten Kurven der GT3-Saison.
 
Porsche hat in der langen Geschichte dieses Endurance-Klassikers für GT-Rennwagen bislang acht Gesamtsiege eingefahren, die letzten beiden in Serie. Bei dem Event in Spa-Francorchamps erhalten Fahrer und Fahrzeuge jeweils nach 6, 12 und 24 Stunden Punkte für die IGTC und den GT World Challenge Europe Endurance Cup. Aufgrund der Corona-Pandemie wird nur eine limitierte Anzahl an Zuschauern beim 24-Stunden-Rennen zugelassen.

Porsche 911 GT3 R, Schnabl Engineering (#3), Michael Christensen (DK), Frederic Makowiecki (F), Dennis Olsen (N)
Porsche 911 GT3 R, Schnabl Engineering (#3), Michael Christensen (DK), Frederic Makowiecki (F), Dennis Olsen (N)
© Porsche
 

Die Porsche Teams und Fahrer in der Übersicht

Die zwölf 911 GT3 R der Kundenteams von Porsche gehen bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps in vier verschiedenen Wertungsgruppen an den Start. Um den Gesamtsieg kämpfen in der rund 25 Autos starken Pro-Division gleich sieben Neunelfer mit jeweils drei Fahrern. Dinamic Motorsport und KCMG schicken dabei jeweils zwei der über 500 PS starken, in Weissach entwickelten Hecktriebler ins Rennen. GPX Racing – die Spa-Gewinner von 2019 – setzen ein Auto ein. Hinzu kommt erstmals ein 911 GT3 R von Rutronik Racing und ein weiterer Porsche von Schnabl Engineering. Das von der Nürburgring-Nordschleife bekannte Team feiert kurzfristig sein Debüt beim wallonischen Langstreckenklassiker. Die Fahrzeuge von GPX, Schnabl Engineering, die Startnummern 47 von KCMG und 54 von Dinamic sowie die Rennwagen von Huber Motorsport und Herberth Motorsport aus der Am- beziehungsweise Pro-Am-Klasse können darüber hinaus auch für die Herstellerwertung in der IGTC punkten.
 
Im Silver-Cup hält das Team Allied Racing die Fahnen des Sportwagenherstellers hoch. In dieser Klasse dürfen die vier erlaubten Fahrer pro Rennwagen höchstens den FIA-Status „Silber“ besitzen. Er ist – vereinfacht gesagt – für Semi-Profis reserviert. Mit voraussichtlich 17 Fahrzeugen ist diese Klasse die zweitstärkste im Teilnehmerfeld.

Porsche 911 GT3 R, Rutronik Racing (#21), Kevin Estre (F), Richard Lietz (A), Sven Müller (D)
Porsche 911 GT3 R, Rutronik Racing (#21), Kevin Estre (F), Richard Lietz (A), Sven Müller (D)
© Porsche
 
 
In der Pro-Am-Klasse gehen 14 Fahrzeuge an den Start. Neben Herberth Motorsport schickt ein weiterer Newcomer einen 911 GT3 R in den Langstreckenklassiker: EBM Giga Racing. Das Team gehört Will Bamber und seinem Bruder Earl, der als Werksfahrer von Porsche mit dem 919 Hybrid zweimal die Gesamtwertung in Le Mans gewonnen hat. In der Pro-Am-Kategorie müssen wenigstens zwei Fahrer „Bronze“-Status besitzen, sich das Steuer für mindestens acht Stunden teilen und pro Rennviertel mindestens 60 Minuten lang im Cockpit sitzen.
 
Im Am-Cup, der reinen Privatfahrern vorbehalten ist, wird Porsche durch Huber Motorsport und Hägeli by T2 Racing vertreten. Auch in dieser Kategorie dürfen sich vier Akteure ein Auto teilen, von denen mindestens drei den „Bronze“-Status besitzen müssen und der vierte nicht besser als „Silber“ eingestuft sein darf.
 
Porsche steht seinen Kundenteams mit Ingenieuren und Beratern sowie sieben Werksfahrern zur Seite: Kévin Estre und Richard Lietz greifen für Rutronik ins Lenkrad, Matt Campbell (Australien) und Mathieu Jaminet (Frankreich) tragen die Farben von GPX Racing. Laurens Vanthoor ist für das Nummer-47-Auto von KCMG aktiv, während der Franzose Romain Dumas für Dinamic Motorsport und sein Landsmann Frédéric Makowiecki für Schnabl Engineering an den Start gehen. Hinzu kommt Porsche Testfahrer Lars Kern aus Deutschland, der das Team Allied Racing verstärkt.

Porsche 911 GT3 R, Huber Motorsport (#23), Ivan Jacoma (CH), Nicolas Leutwiler (CH), Nico Menzel (D), Jacob Schell (D)
Porsche 911 GT3 R, Huber Motorsport (#23), Ivan Jacoma (CH), Nicolas Leutwiler (CH), Nico Menzel (D), Jacob Schell (D)
© Porsche
 

Pro-Wertung

Schnabl Engineering (Porsche 911 GT3 R #3)
Michael Christensen (Dänemark), Frédéric Makowiecki (Frankreich), Dennis Olsen (Norwegen)
KCMG (Porsche 911 GT3 R #18)
Josh Burdon (Australien), Alexandre Imperatori (Schweiz), Edoardo Liberati (Italien)
Rutronik Racing (Porsche 911 GT3 R #21)
Kévin Estre (Frankreich), Richard Lietz (Österreich), Sven Müller (Deutschland)
GPX Racing (Porsche 911 GT3 R #22)
Earl Bamber (Neuseeland), Matt Campbell (Australien), Mathieu Jaminet (Frankreich)
KCMG (Porsche 911 GT3 R #47)
Maxime Martin (Belgien), Nick Tandy (Großbritannien), Laurens Vanthoor (Belgien)
Dinamic Motorsport (Porsche 911 GT3 R #54)
Klaus Bachler (Österreich), Matteo Cairoli (Italien), Christian Engelhart (Deutschland)
Dinamic Motorsport (Porsche 911 GT3 R #56)
Romain Dumas (Frankreich), Mikkel O. Pedersen (Dänemark), Andrea Rizzoli (Italien)
 
Silver-Cup-Wertung
Team Allied Racing (Porsche 911 GT3 R #222)
Julien Apotheloz (Schweiz), Bastian Buus (Dänemark), Lars Kern (Deutschland)
 
Pro-Am-Cup-Wertung
EBM Giga Racing (Porsche 911 GT3 R #61)
Will Bamber, Reid Harker (beide Neuseeland), Adrian Henry D’Silva (Malaysia), Carlos Rivas (Luxemburg)
Herberth Motorsport (Porsche 911 GT3 R #911)
Daniel Allemann (Schweiz), Antares Au (Großbritannien), Alfred Renauer, Robert Renauer (beide Deutschland)
 
Am-Cup-Wertung
Huber Motorsport (Porsche 911 GT3 R #23)
Ivan Jacoma, Nicolas Leutwiler (beide Schweiz), Nico Menzel, Jacob Schell (beide Deutschland)
Hägeli by T2 Racing (Porsche 911 GT3 R #166)
Marc Basseng, Dennis Busch (beide Deutschland), Pieder Decurtins (Schweiz), Manuel Lauck (Deutschland)
 
24-Stunden-Rennen Spa-Francorchamps – alle Gesamtsiege mit Porsche
2020 Tandy / Bamber / Vanthoor (Porsche 911 GT3 R)
2019 Lietz / Christensen / Estre (Porsche 911 GT3 R)
2010 Dumas / J. Bergmeister / Ragginger / Henzler (Porsche 911 GT3 RSR)
2003 Ortelli / Lieb / Dumas (Porsche 911 GT3 RSR)
1993 C. Fittipaldi / Jarier / Alzen (Porsche 911 RSR)
1969 Chasseuil / Ballot-Léna (Porsche 911)
1968 Kremer / H. Kelleners / Kauhsen (Porsche 911)
1967 Gaban / Van Assche (Porsche 911)
 
Der Zeitplan (alle Zeiten MESZ)
Donnerstag, 29. Juli
10:50 – 12:20 Uhr: Freies Training 1
15:45 – 16:45 Uhr: Vor-Qualifying
20:50 – 21:05 Uhr: Qualifying 1
21:12 – 21:27 Uhr: Qualifying 2
21:34 – 21:49 Uhr: Qualifying 3
21:56 – 22:11 Uhr: Qualifying 4
22:30 – 24:00 Uhr: Nacht-Training
 
Freitag, 30. Juli
19:10 – 19:40 Uhr: Warm Up
19:50 – 20:20 Uhr: Super Pole
 
Samstag, 31. Juli
16:30 Uhr: Start 24-Stunden-Rennen Spa-Francorchamps
 
Sonntag, 1. August
16:30 Uhr: Zieleinlauf 24-Stunden-Rennen Spa-Francorchamps

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