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Porsche GT Team 911: Patrick Pilet/Nick Tandy, Porsche GT Team 912: Earl Bamber/Laurens Vanthoor
© Porsche | Zoom

IMSA WeatherTech SportsCar Championship: Porsche geht hoch motiviert in den vorletzten Saisonlauf

Tabellenführer Porsche möchte seinen beeindruckenden Lauf in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship auch im vorletzten Saisonlauf fortsetzen. Beim bevorstehenden Rennen auf dem Laguna Seca Raceway (USA) steht das Werksteam mit seinen beiden rund 510 PS starken Porsche 911 RSR vor einer besonderen 
Herausforderung. Der traditionsreiche Kurs in Kalifornien ist die einzige Rennstrecke im Kalender, auf der Porsche seit der werksseitigen Rückkehr in die nordamerikanische Sportwagenserie im Jahr 2014 noch keinen Sieg einfahren konnte. In der GTD-Klasse setzen die Teams Pfaff Motorsports und Park Place Motorsports je einen Porsche 911 GT3 R ein.

Das Rennen

Der Laguna Seca Raceway in den Dünen nahe der Küstenstadt Monterey ist 3,601 Kilometer lang und umfasst elf Kurven. Die berühmteste Passage ist die „Corkscrew“. Die enge, spektakuläre und kaum einsehbare Kurvenkombination nach einer Kuppe war in der Geschichte der Rennstrecke schon oft Schauplatz von sehenswerten Manövern. Pro Runde ist in Laguna Seca ein Höhenunterschied von 55 Metern zu bewältigen. Die Rennen auf der 1957 gebauten Strecke waren in der Vergangenheit meist von den Faktoren Reifenverschleiß und Strategie bestimmt. 2018 erreichten Earl Bamber (Neuseeland) und Laurens Vanthoor (Belgien) in Laguna Seca den zweiten Rang.

Die Porsche-Fahrer

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter Werksmotorsport)
Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter Werksmotorsport)
© Porsche

Im Porsche 911 RSR mit der Nummer 911 wechseln sich Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien) ab. Das Duo hatte im Verlauf der diesjährigen Saison die Rennen in Sebring, Watkins Glen und zuletzt auf dem Virginia International Raceway gewonnen. Pilet und Tandy rangieren in der Fahrerwertung auf Platz zwei. Die Werksfahrerkollegen Earl Bamber (Neuseeland) und Laurens Vanthoor (Belgien) im Schwesterauto mit der Nummer 912 liegen in der Meisterschaft nach Siegen auf den amerikanischen Strecken in Long Beach und Mid-Ohio sowie in Bowmanville (Kanada) mit elf Punkten Vorsprung an der Spitze des Klassements.

In der GTD-Klasse steht beim Rennen in Laguna Seca eine Meisterschaftsentscheidung an. Der kommende Lauf bildet den Abschluss der Sprint-Cup-Wertung. Porsche liegt in der Herstellerwertung an der Spitze, der Kanadier Zacharie Robichon führt die Fahrerwertung vor dem entscheidenden Rennen in Kalifornien an. Robichon teilt sich den Porsche 911 GT3 R von Pfaff Motorsports (Startnummer 9) mit seinem Landsmann Scott Hargrove. Im baugleichen, über 500 PS starken GT3-Rennfahrzeug aus Weissach von Park Place Motorsports (Nummer 73) wechselt sich Werksfahrer Patrick Long (USA) mit dem Amerikaner Patrick Lindsey ab.

Die Porsche-Fahrzeuge

Der Porsche 911 RSR, der auf dem Hochleistungs-Straßensportwagen 911 GT3 RS* basiert, wurde für seine dritte Rennsaison in Nordamerika vor allem im Bereich der Fahrwerkabstimmung weiter optimiert. Der vor der Hinterachse eingebaute Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Für aerodynamische Effizienz und ein hohes Maß an Abtrieb sorgt der große Heckdiffusor in Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel.

Der von Porsche Kundenteams eingesetzte 911 GT3 R wurde für die Saison 2019 neu entwickelt und basiert ebenfalls auf dem Straßenmodell 911 GT3 RS*. Bei der Entwicklung flossen die Erkenntnisse aus den zahlreichen Einsätzen des Vorgängermodells konsequent in Verbesserungen in den Bereichen Aerodynamik und Kinematik ein. Der Sechszylinder-Motor im Heck des GT3-Rennfahrzeugs leistet über 368 kW (500 PS).

Die Zeiten

Das Rennen auf dem Laguna Seca Raceway über 2:40 Stunden startet am Sonntag, 15. September, um 12:05 Uhr Ortszeit (21:05 Uhr MESZ). Außerhalb der USA und Kanada wird das Rennen im Internet auf www.imsa.com übertragen.

Stimmen vor dem Rennen

Porsche GT Team: Earl Bamber (NZ)
Porsche GT Team: Earl Bamber (NZ)
© Porsche

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter Werksmotorsport): „In Laguna Seca treten wir mit einer zusätzlichen Portion Motivation an. Die kalifornische Strecke ist die einzige im Kalender, auf der wir mit dem Porsche 911 RSR noch keinen Sieg erringen konnten. Das soll sich am kommenden Wochenende ändern. Die Aufgabe wird alles andere als einfach, aber dieser besonderen Herausforderung stellen wir uns gern.“

Steffen Höllwarth (Einsatzleiter IMSA Championship): „Für einen erfolgreichen Einsatz in Laguna Seca sind eine Reihe von Faktoren entscheidend: Die Strecke hat zahlreiche langgezogene, mittelschnelle Kurven. Das Setup muss für diese Passagen optimal sein, denn bereits leichtes Untersteuern kann zu erheblichem Zeitverlust führen. Der Asphalt ist sehr rau und zudem oft mit Sand aus den umliegenden Dünen belegt. Das fordert die Reifen enorm. Umso wichtiger ist es, ein konstant schnelles Tempo über den gesamten Stint fahren zu können. Auch die Taktik spielt eine wichtige Rolle. Bei diesem Rennen gibt es viel Raum für unterschiedliche Strategien. Es ist wichtig, bestimmte Situationen wie beispielsweise Safety-Car-Phasen rechtzeitig zu antizipieren und klug zu reagieren.“

Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #911): „Laguna Seca gehört zu meinen absoluten Lieblingsstrecken in den USA. Eingebettet in die schöne Landschaft am Pazifik bietet der legendäre Kurs einige Herausforderungen. Vor allem der Reifenverschleiß ist ein bestimmender Faktor im Rennen. Wir waren auf der kalifornischen Strecke oft stark unterwegs, aber bislang hat es noch nie zum Sieg gereicht. Das möchten wir am kommenden Wochenende ändern. Wenn unser Auto gewinnt, wird es in der Fahrer-Meisterschaft noch einmal richtig spannend.“

Nick Tandy (Porsche 911 RSR #911): „Für uns geht es auf die Zielgerade der Meisterschaft. Laguna Seca ist das vorletzte Rennen im Kalender. Mit Blick auf die Klassements muss es unser Ziel sein, weitere wichtige Punkte einzufahren, ohne zu viel zu riskieren. Wenn wir die zwei verbleibenden Rennen mit soliden Ergebnissen oder sogar weiteren Siegen abschließen, dann ist Porsche die Meisterschaft kaum mehr zu nehmen.“

Earl Bamber (Porsche 911 RSR #912): „Ich freue mich sehr auf die tolle Strecke in Kalifornien. Im vergangenen Jahr waren wir dort stark und haben Platz zwei erreicht. Es wäre schön, wenn wir in diesem Jahr erneut einen Podestplatz holen könnten. Damit würde Porsche einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft machen. Außerdem hätten Laurens und ich dann eine noch bessere Ausgangsposition im Kampf um die Fahrerkrone.“

Die berühmte Corkscrew in Laguna Seca (USA)
Die berühmte Corkscrew in Laguna Seca (USA)
© Porsche

Laurens Vanthoor (Porsche 911 RSR #912): „Ich hatte in den vergangenen Wochen etwas Zeit zum Ausruhen. Entsprechend groß ist nun die Vorfreude. Man landet in San Francisco, blickt auf die berühmte Golden-Gate-Bridge und fährt dann an Steilküste und Stränden entlang in Richtung Monterey – eine herrliche Umgebung. Die Strecke ist genauso cool. Für uns geht es im vorletzten Saisonrennen darum, unsere Position in der Meisterschaft zu festigen oder die Führung im besten Fall noch auszubauen. Wir müssen nicht alles riskieren, wollen aber natürlich am liebsten siegen.“

Zacharie Robichon (Porsche 911 GT3 R #9): „Die Strecke Laguna Seca ist für mich komplettes Neuland. Ich bin schon sehr gespannt auf diesen legendären Kurs. In der Sprint-Cup-Meisterschaft habe ich vor dem letzten Wertungslauf nur einen einzigen Punkt Vorsprung. Wir müssen also alles daran setzen, ganz nach vorn zu fahren. Unser Team ist bestens aufgestellt und das Auto ist unter allen Bedingungen schnell. Wenn wir den Pokal wirklich gewinnen sollten, wäre das für unser Team und für mich persönlich ein großartiger Erfolg.“

Patrick Long (Porsche 911 GT3 R #73): „Laguna Seca ist für mich als Kalifornier das Heimrennen. Allein deshalb hat der kommende Lauf für mich eine ganz besondere Bedeutung. Porsche war auf dem traditionsreichen Kurs immer gut. Allerdings ist der Wettbewerb in der GTD-Klasse in diesem Jahr so hart wie noch nie. Es muss alles passen, sonst hast du keine Chance auf ein Topergebnis. Wenn es uns gelingt, die erste Rennhälfte in guter Position zu beenden, ist sogar ein Podestplatz möglich.“

Porsche