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Pole: Long/Hardwick/Heylen (USA/USA/B), Porsche 911 GT3 R #16, 2:00,844 Minuten
© Porsche AG | Zoom

IMSA WeatherTech SportsCar Championship: Porsche 911 GT3 R startet von der Pole-Position ins große Saisonfinale

Das Porsche-Kundenteam Wright Motorsports ist im Qualifying zum Zwölfstundenrennen in Sebring auf die Pole-Position in der GTD-Klasse gefahren. Die Mannschaft aus dem US-Bundesstaat Ohio hat sich somit beste Voraussetzungen für den Kampf um die noch offene Meisterschaft geschaffen. Der Rückstand auf die Spitze in der Gesamtwertung beträgt vor dem Finale der IMSA WeatherTech SportsCar Championship nur sieben Punkte. In der schnelleren GTLM-Kategorie erreichten die beiden rund 515 PS starken Porsche 911 RSR des Werksteams die Startpositionen fünf und sechs.

Bei bedecktem Himmel und rund 25 Grad Celsius Lufttemperatur fuhren der Brite Nick Tandy am Steuer der Startnummer 911 und der Schweizer Neel Jani im Schwesterauto mit der Nummer 912 sofort zu Beginn der Session auf die Strecke. Der 36-Jährige aus Bedford, der mit neun Pole-Positions in der IMSA-Serie aktueller Rekordhalter ist, steigerte sich in seinen ersten vier Umläufen signifikant, konnte aber anschließend aufgrund abbauender Reifen nicht mehr entscheidend zulegen. Jani, der sein erstes Qualifying am Steuer eines Porsche 911 RSR absolvierte, wurde auf seinen insgesamt neun Runden immer schneller, konnte aber die Lücke zur Spitze ebenfalls nicht schließen. Nach starken Leistungen in den drei freien Trainings am Donnerstag mit regelmäßigen Spitzenpositionen endete die Zeitenjagd am Freitag somit mit einer Enttäuschung für Porsche. Das Werksteam in der nordamerikanischen Sportwagen-Rennserie tritt am Samstag letztmals mit dem 911 RSR in der hart umkämpften GTLM-Klasse an. Beide Wagen ziert ein spezielles Design, das eine Adaption der US-amerikanischen Nationalflagge darstellt. Auf der Unterseite der Heckflügel prangt der Schriftzug „Thank You“.
 
In der GTD-Kategorie startet der Porsche 911 GT3 R des Kundenteams Wright Motorsports von der ersten Position. Jan Heylen umrundete den Sebring International Raceway im Qualifying in 2:00,844 Minuten und stellte damit die gesamte Konkurrenz deutlich in den Schatten. Der erfahrene Belgier hatte am Ende der Session einen Vorsprung von sieben Zehntelsekunden auf das zweitplatzierte Auto. Heylen teilt sich das über 500 PS starke GT3-Fahrzeug aus Weissach im Rennen mit Porsche-Werksfahrer Patrick Long aus den USA und dessen Landsmann Ryan Hardwick. Wright Motorsports liegt in der GTD-Gesamtwertung auf Platz zwei und hat im Finale in Florida noch Chancen auf den Gewinn des Meistertitels.
 
Das Rennen in TV und Livestream
Das Zwölfstundenrennen der IMSA WeatherTech SportsCar Championship in Sebring startet am Samstag, den 14. November um 10:10 Uhr Ortszeit (16:10 Uhr MEZ). In Nordamerika überträgt NBC auf verschiedenen Kanälen live. Außerhalb der USA und Kanadas wird das Rennen über die gesamte Distanz auf www.imsa.com gezeigt. Dort ist auch ein Livetiming zu finden.
 
Porsche 911 RSR, Porsche GT Team (#911), Frederic Makowiecki (F), Nick Tandy (GB), Earl Bamber (NZ) © Porsche AG
Stimmen zum Qualifying

Steffen Höllwarth (Einsatzleiter IMSA Championship): „Das Qualifying war für uns eine herbe Enttäuschung. Nachdem wir in allen Trainings die ersten beiden Plätze belegen konnten, hatten wir uns für die Zeitenjagd erheblich mehr ausgerechnet. Wir müssen nun die Köpfe zusammenstecken und genau analysieren, warum es für uns nicht wie gewünscht lief. Es ist ganz klar, dass wir vor dem Lauf über zwölf Stunden am Samstag einige Hausaufgaben auf unserem Zettel haben. Wir gehen diese Herausforderungen nun konsequent an und wollen in unserem Abschiedsrennen den maximalen Erfolg einfahren.“
 
Nick Tandy (Porsche 911 RSR #911): „Ich bin auf der einen Seite schockiert, wie groß unser Rückstand auf die Pole-Position ist. Auf der anderen Seite war es auch im Qualifying so, dass unser 911 RSR äußerst gut fahrbar war. Das ist angesichts des bevorstehenden Dauerlaufs über zwölf Stunden wirklich positiv. Ein solches Langstreckenrennen gewinnt niemand im Qualifying über eine einzelne schnelle Rundenzeit. Die letzten Stunden in der Dunkelheit am Samstag werden entscheidend sein. Ich bin sicher, dass wir genau in dieser wichtigen Phase ein sehr starkes Auto haben werden.“
 
Neel Jani (Porsche 911 RSR #912): „Ich habe vor dem Start des Qualifyings nur rund 30 Runden im 911 RSR in Sebring gedreht. Die Voraussetzungen waren also nicht optimal. Aus diesem Grund haben wir in der Session etwas mit den Reifen experimentiert und uns gar nicht wirklich auf eine einzelne schnelle Runde ausgerichtet. Ich habe die gesamte Zeit im Qualifying dazu genutzt, weitere Erfahrungen zu sammeln. Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis gar nicht schlecht. Am Samstag fahre ich zu Beginn zwei Stints. Meine Aufgabe ist es, den Anschluss an die Spitzengruppe zu halten. Danach sollen Earl und Laurens attackieren und möglichst zum Sieg fahren. Ich bin hier der klassische dritte Mann an Bord und versuche, diese Aufgabe möglichst gut zu lösen.“
 
Jan Heylen (Porsche 911 GT3 R #16): „Die Pole-Position hat bei einem Zwölfstundenrennen keine allzu große Bedeutung. Aber dennoch ist es natürlich viel schöner, das Feld beim Start anzuführen, anstatt auf Platz zehn mitten im Getümmel zu sein. Wir sind bestens vorbereitet für das Rennen, haben nach den starken Leistungen in den vergangenen Läufen eine breite Brust. Wir wollen den Titel einfahren. Auf dieses Ziel sind bei uns alle fokussiert. Ich hoffe, dass ich am Ende des Rennens gemeinsam mit meinen Kollegen Patrick und Ryan sowie dem gesamten Team feiern darf.“
 
Porsche 911 RSR, Porsche GT Team (#911), Frederic Makowiecki (F), Nick Tandy (GB), Earl Bamber (NZ) © Porsche AG
Ergebnis GTLM-Klasse
1. Garcia/Taylor/Catsburg (E/USA/NL), Corvette C8.R #3, 1:55,456 Minuten
2. Spengler/De Phillippi/Herta (CDN/USA/USA), BMW M8 #25, + 0,660 Sekunden
3. Krohn/Edwards/Farfus (FIN/USA/BR), BMW M8 #24, + 0,860 Sekunden
4. Gavin/Milner/Fässler (GB/USA/CH), Corvette C8.R #4, + 0,990 Sekunden
5. Tandy/Makowiecki/Bamber (GB/F/NZ), Porsche 911 RSR #911, + 1,384 Sekunden
6. Vanthoor/Bamber/Jani (B/NZ/CH), Porsche 911 RSR #912, + 2,318 Sekunden
 
Ergebnis GTD-Klasse
1. Long/Hardwick/Heylen (USA/USA/B), Porsche 911 GT3 R #16, 2:00,844 Minuten
2. Ferriol/Davis/Kaffer (USA/USA/D), Audi R8 LMS #30, + 0,702 Sekunden
3. Hawksworth/Telitz/Kirkwood (GB/USA/USA), Lexus RC F #14, + 0,761 Sekunden

Porsche AG / SK