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Steffen Höllwarth (Einsatzleiter IMSA Championship)
© Porsche | Zoom

IMSA: Porsche Stimmen vor dem Rennen in Daytona

Für das zweite Rennen der Saison 2020 haben die Verantwortlichen der International Motor Sports Association (IMSA) einen umfassenden Maßnahmenkatalog erarbeitet, der die Gesundheit aller Teilnehmer schützen soll. Die Zahl der Mitarbeiter pro eingesetztem Auto ist auf 15 beschränkt, im Fahrerlager gelten strikte Abstandsregeln, das Tragen eines Mundschutzes außerhalb des Renncockpits ist jederzeit Pflicht und am gesamten Rennwochenende finden regelmäßige Messungen der Körpertemperatur statt. Der Event mit dem Titel „240 at Daytona“ ist kürzer als die bisherigen Veranstaltungen. Er dauert nur zwei Tage. Am Freitag (3. Juli) findet ein freies Training statt, am darauffolgenden Tag ist der Zeitplan mit Training, Qualifying und Rennen dicht gestaffelt. Das Porsche GT Team steht vor der großen Herausforderung, mit reduziertem Personal innerhalb kurzer Zeit ein möglichst optimales Setup für die beiden 911 RSR zu erarbeiten. Der 1959 eröffnete Daytona International Raceway in Florida unterscheidet sich unter anderem durch stark überhöhte Kurven von anderen Strecken: Der Neigungswinkel in den Ovalpassagen des 5,73 Kilometer langen Kurses beträgt bis zu 31 Grad. Dies erfordert eine besondere Fahrzeugabstimmung.

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter Werksmotorsport): „Zunächst einmal möchte ich mich bei den Verantwortlichen der IMSA bedanken, dass Anfang Juli eine Wiederaufnahme des Rennbetriebs möglich ist. Es waren aufwändige Abstimmungsarbeiten mit den örtlichen Behörden sowie mit Herstellern und Teams notwendig, um grünes Licht für die kommenden Veranstaltungen zu bekommen. Die Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten unterstützen wir zu hundert Prozent. Wir treten bei den nächsten Rennen mit dem klaren Ziel an, unsere GTLM-Titel in der laufenden Saison zu verteidigen. Wir hoffen daher, nach dem erfolgreichen Auftakt im Januar in Daytona bei der Rückkehr an den Schauplatz in Florida den ersten Sieg mit dem neuen 911 RSR in den USA einzufahren.“
 
Steffen Höllwarth (Einsatzleiter IMSA Championship): „Die Vorfreude auf die Rückkehr nach Daytona ist groß. Wir kehren mit einem guten Gefühl wieder. Beim ersten Einsatz des neuen Porsche 911 RSR sind wir mit beiden Fahrzeugen auf das Podest gefahren. Darauf möchten wir aufbauen. Wir kommen zwar an einen bekannten Schauplatz, aber die Bedingungen werden völlig anders sein als im Januar. Das Rennen wird ein Sprint. Wir müssen im Juli in Florida mit sehr hohen Temperaturen rechnen, aber auch mit Regen, der zu dieser Jahreszeit kurz und kräftig ausfällt. Das verringerte Personal und die Verkürzung des Rennwochenendes auf zwei Tage spielen eine große Rolle. Wir müssen bereits zum Start in das erste Training bestmöglich aussortiert sein. Es gilt, in diesen Tagen der Vorbereitung die Hausaufgaben mit maximaler Akribie zu machen.“
 
Nick Tandy (Porsche 911 RSR #911): „Ein zweites Rennen in Daytona ist eine tolle Sache – wenngleich es sich seltsam anfühlen wird, dorthin zu kommen, um einen Sprint über 2:40 Stunden zu fahren. Wir sind in Daytona an den Kampf zweimal rund um die Uhr gewöhnt. Ich denke, dass dieses kürzere Rennen eine ganz andere Charakteristik haben wird. Niemand wird zu vorsichtig agieren, niemand wird abwarten und auf eine letzte Gelbphase hoffen. Es geht voll auf Attacke. Für mich persönlich ist am schönsten, dass wir überhaupt wieder in den realen Wettbewerb zurückkehren können. Das ist ein enorm wichtiger Schritt, den ich seit Wochen herbeisehne.“
 
Frédéric Makowiecki (Porsche 911 RSR #911): „Endlich ist die lange Wartezeit vorbei und wir treten wieder in den Wettbewerb – mit echten Autos auf einer echten Rennstrecke. Wir kehren mit positiven Gefühlen nach Daytona zurück. Nach dem doppelten Podestplatz für Porsche im 24-Stunden-Rennen im Januar kann es jetzt nur ein Ziel geben: den Klassensieg. Unser Paket ist definitiv sehr gut. Wir sind nach der langen Pause aufgrund der Corona-Pandemie vor dem nächsten Einsatz hoch motiviert und greifen in Daytona voll an.“
 
Earl Bamber (Porsche 911 RSR #912): „Die Vorfreude auf das nächste Rennen ist riesig. Ich möchte mich an dieser Stelle bei der IMSA, bei Porsche und bei allen weiteren Herstellern bedanken. Nur durch die gute und konsequente Zusammenarbeit ist es möglich geworden, dass wir endlich wieder Rennen fahren können. Wir kehren noch einmal nach Daytona zurück, finden dort aber ganz andere Voraussetzungen vor als beim Saisonstart im Januar. Das Wetter wird sicher anders sein. Zudem bekommt das Rennen einen ganz anderen Charakter, wenn es nicht über 24, sondern über nicht einmal drei Stunden geht. Es wird ein Sprintrennen, das wir in dieser Art in Daytona nicht kennen.“
 
Laurens Vanthoor (Porsche 911 RSR #912): „Wir sind alle sehr gespannt. Nicht nur auf die nächsten Fahrten im Porsche 911 RSR, sondern auch auf die besonderen Abläufe bei den kommenden Rennen. Der Charakter der Veranstaltung wird anders sein als bei allen Läufen zuvor. Es werden kaum Zuschauer vor Ort sein. Das Team darf nur mit einer geringen Zahl von Mitarbeitern an der Strecke arbeiten. Außerdem gibt es deutlich weniger Trainingszeit, um das Auto passend abzustimmen. Es gibt viele Fragezeichen, aber eines überwiegt: die unbändige Freude darüber, dass wir endlich wieder in den Wettbewerb in den USA zurückkehren und unsere Mission Titelverteidigung fortsetzen dürfen.“

Porsche / DW