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BMW-Werksfahrer Nick Yelloly und Henric Skoog gewinnen das Samstagsrennen in Österreich
© Gruppe C | Zoom

Schubert Motorsport verwandelt Großchance: Sieg beim ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring

Erlösung für Schubert Motorsport am fünften Wochenende des ADAC GT Masters 2020 auf dem Red Bull Ring. Mit Sieg und schnellster Rennrunde sorgten Henric Skoog und Nick Yelloly am Samstag für das erste große Highlight in der Comeback-Saison des Teams aus Oschersleben. Das Duo nutzte die Gunst der Stunde und brillierte auf der Paraderennstrecke des BMW M6 GT3, um dem bayrischen Automobilhersteller den ersten Sieg im diesjährigen ADAC GT Masters zu schenken.

ADAC GT Masters am Red Bull Ring in Österreich

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Nach dem ersten Top-10-Resultat der Saison auf dem Sachsenring ging Schubert Motorsport mit hohen Ambitionen in die Rennen in Österreich. Bereits am Freitag wussten Ingenieure und Fahrer die Stärken des GT3-Boliden von BMW Motorsport auf der 4,318 km langen Formel-1-Rennstrecke in der Steiermark gekonnt in Szene zu setzen. Joel Eriksson eröffnete das Rennwochenende mit Platz zehn für die Startnummer 9 im 1. Freien Training. In der darauffolgenden Trainingssession fuhr Yelloly im Schwesterauto auf die zweite Position.
 
Am Samstagvormittag sahen sich ihre Teamkollegen mit schwierigen Bedingungen konfrontiert. Das erste Qualifying fand auf abtrocknender Strecke statt. GT3-Newcomer Skoog meisterte die heiße Schlussphase und fuhr auf einen hervorragenden zweiten Startplatz. Dem 24-Jährigen fehlten weniger als zwei Zehntelsekunden auf die Pole Position. Teamkollege Aidan Read blieb als 14. sicher in Schlagdistanz zu den Top-10, aber dennoch hinter den eigenen Erwartungen zurück.
 
Beim Rennstart übernahm Skoog mit einem kompromisslosen Manöver über die Außenbahn gleich in der ersten Kurve die Führung. Der Schwede setzte sich im ersten Stint unbeirrt von der Konkurrenz ab, inklusive der schnellsten Runde des Rennens. Nach dem Fahrerwechsel baute Yelloly den Vorsprung auf die Verfolger weiter aus, um ungefährdet den ersten Sieg des Fahrerduos im ADAC GT Masters einzufahren. Skoog gewann darüber hinaus erstmals die Juniorwertung für Fahrer unter 25 Jahren. Read und Eriksson rundeten das Teamergebnis mit einem Punkteresultat auf Platz elf ab.

Schubert Motorsport sorgt für ersten Saisonsieg des BMW M6 GT3
© Alexander Trienitz
 
 
Der Sonntag begann mit einer weiteren starken Teamleistung im Qualifying. Yelloly verpasste seine erste Pole Position im ADAC GT Masters um den Hauch von vier Hundertstelsekunden. Im engen Feld der 30 GT3-Boliden bedeutete dies für den 29-jährigen Briten den vierten Startplatz. Eriksson landete mit einer Zehntelsekunde Rückstand auf die Bestzeit auf der siebten Position.
 
Anders als am Samstag verlief das zweite Rennen deutlich turbulenter. Mit einem guten Start fuhr Yelloly zunächst auf die zweite Position vor und machte daraufhin unentwegt Druck auf den Führenden. Ein Overcut-Versuch beim Boxenstopp scheiterte knapp, als Skoog nur wenige Meter hinter dem Leader zurück auf die Strecke kam. Kurz darauf erhielt der Schwede wie viele weitere Fahrer in diesem Rennen eine Strafe für das Missachten der Track Limits. Nach Addition von zehn Sekunden auf die Rennzeit wurden Yelloly und Skoog auf Platz fünf gewertet. Für Eriksson und Read endete der Sonntag frühzeitig. Auf Platz vier liegend mussten sie das Auto nach 21 Runden mit einem Defekt abstellen.
 
Teamchef André Schubert: "Wir sind überglücklich, dass der Knoten endlich aufgegangen ist. Der Red Bull Ring war unsere Chance und das Team hat sie mit beiden Händen ergriffen. Ich bin sehr stolz auf die Leistung der gesamten Mannschaft. Die Ingenieure haben das Maximum aus dem Paket geholt und unsere Fahrer haben das Potential am Samstag perfekt umgesetzt. Henric und Nick hatten das Rennen von Beginn an souverän im Griff und haben an unserem ersten Sieg im ADAC GT Masters 2020 keinen Zweifel aufkommen lassen. Der BMW M6 GT3 ist auf dieser Rennstrecke einfach zuhause und wir haben gezeigt, dass unser Team unter den richtigen Voraussetzungen gewinnen kann. Dass wir am Sonntag das Podium durch eine Strafe verloren haben, war sehr unglücklich. Außerdem ist es schade, dass es für das Schwesterauto das gesamte Wochenende über nicht optimal lief. Für Joel und Aidan war deutlich mehr drin. Dennoch überwiegen nach dem Sieg die Freude und die Erleichterung."

Teamchef André Schubert: "Der BMW M6 GT3 ist auf dieser Rennstrecke einfach zuhause und wir haben gezeigt, dass unser Team unter den richtigen Voraussetzungen gewinnen kann."
Teamchef André Schubert: "Der BMW M6 GT3 ist auf dieser Rennstrecke einfach zuhause und wir haben gezeigt, dass unser Team unter den richtigen Voraussetzungen gewinnen kann."
© Alexander Trienitz
 
 
Nick Yelloly: "Der Charakter des Red Bull Rings kommt dem BMW entgegen und Schubert Motorsport hat uns ein großartiges Auto hingestellt. Ich wusste von der ersten Runde an, dass wir ein starkes Paket haben. Henric war am Samstag im Qualifying und im Rennen fantastisch und hat mir die Arbeit ziemlich einfach gemacht, es im zweiten Stint nach Hause zu fahren. Es war ein tolles Gefühl, unser erstes Rennen im ADAC GT Masters zu gewinnen und für Schubert Motorsport den ersten Sieg mit dem BMW M6 GT3 zu holen. Das zweite Qualifying hat gezeigt, wie eng es in dieser Rennserie zugeht. Im Rennen waren wir auf Podestkurs, doch dann bekam Henric eine Strafe. Platz zwei wäre ein noch schönerer Abschluss des Wochenendes gewesen, aber es war auch so für das Team und BMW sehr positiv."
 
Henric Skoog: "Ich bin wirklich sehr stolz auf unsere Leistung an diesem Wochenende. Selbst mit zusätzlichem Ballast im Auto waren wir sehr schnell. Die Ingenieure haben einen unglaublichen Job gemacht. Die Pace war der Wahnsinn und die Balance absolut perfekt. Ich möchte mich bei Schubert Motorsport und meinem Teamkollegen bedanken. Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel. Ich bin überglücklich und freue mich sehr für das Team, das für diesen Erfolg so hart gearbeitet hat. Dass es mit dem Podium am Sonntag nicht geklappt hat, ist etwas schade. Es war mein Fehler und die Strafe dafür muss ich akzeptieren. Ich werde daraus lernen."
 
Aidan Read: "Unser Wochenende war ziemlich schwierig. Am Samstag wäre ein Top-10-Resultat drin gewesen und im zweiten Rennen waren sogar die Top-5 möglich. Es lief einfach nicht nach Plan. Ich habe im ersten Qualifying keine perfekte Runde erwischt und im Sonntagsrennen musste ich das Auto nach dem Fahrerwechsel sofort abstellen, weil ein mechanisches Problem auftrat. Uns bleibt nichts anderes übrig, als den Blick nach vorne zu richten. Das Team hat alles gegeben und wir haben gezeigt, dass wir an der Spitze fahren können. Ich bleibe optimistisch, denn wir haben noch zwei Rennwochenenden, um die Saison mit einem guten Resultat abzuschließen."

Schubert Motorsport / DW

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