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Lamborghini Huracán GT3 EVO #16 (Clemens Schmid/Mike David Ortmann)
© GRT Grasser Racing Team | Zoom

GRT Grasser Racing Team eröffnet ADAC GT Masters 2021 mit Podium für den Lamborghini Huracán GT3 EVO

Das GRT Grasser Racing Team ging am vergangenen Wochenende in Oschersleben durch ein Wechselbad der Gefühle. Beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters setzten die Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti und Albert Costa Balboa in der Startnummer 63 mit Platz zwei ein frühes Ausrufezeichen im Kampf um den Titel in der Internationalen Deutschen GT-Meisterschaft. Am Sonntag musste das Duo einen bitteren Rückschlag verkraften, als ihr Lamborghini Huracán GT3 EVO in einem turbulenten Rennen auf dem 3,667 km langen Kurs in der Magdeburger Börde nicht die Zielflagge sah.

GT Masters Oschersleben 14.-16.Mai 2021

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Ihren Teamkollegen stellte das Wochenende diverse Hürden, die einem besseren Teamresultat im Weg standen. Franck Perera und Rolf Ineichen hatten im zweiten Lauf gute Karten für ein Top-Resultat, doch die Startnummer 19 wurde in der Startphase durch eine unverschuldete Kollision um ihre Hoffnungen gebracht. Mike David Ortmann und Clemens Schmid fehlte wie Tim Zimmermann und Steijn Schothorst an beiden Tagen das glückliche Händchen. Letztere stellten im ersten Rennen zwar ein Punkteresultat sicher. Am Sonntag vereitelte Pech mit der Strategie beiden Duos die Chance auf mehr.
 
Lamborghini Huracán GT3 EVO #63 (Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa)
Qualifying 1: P5 - Rennen 1: P2
Qualifying 2: P9 - Rennen 2: DNF
 
Nach vielversprechenden Trainings erlitt die Startnummer 63 im ersten Qualifying mit Bortolotti am Steuer einen Rückschlag. Ein Reifenschaden beendete die Jagd des Italieners auf die Pole Position. Trotz des Zwischenfalls stellte er mit Startplatz fünf eine solide Ausgangslage sicher, die er sich im ersten Rennen zunutze machte. Bortolotti schaltete sich vom Start weg in den Kampf an der Spitze ein. Er machte im ersten Stint mehrere Positionen gut und fuhr dabei die schnellste Runde des Rennens. Durch einen erfolgreichen Overcut lag Costa Balboa nach dem Fahrerwechsel auf Platz zwei. Der Spanier machte weiter Druck nach vorne und überquerte die Ziellinie nach 60 Minuten als Zweiter.

Das GRT Grasser Racing Team ging am vergangenen Wochenende in Oschersleben durch ein Wechselbad der Gefühle
© GRT Grasser Racing Team
 
 
Der Podesterfolg erwies sich am Sonntag nicht als gutes Omen. Costa Balboa qualifizierte sich als Neunter und sorgte damit erneut für eine vielversprechende Basis. Zu Beginn des zweiten Rennens machte er im Regen zunächst Boden gut. Bei einem turbulenten Restart fiel er von der vierten auf die achte Position zurück, woraufhin er sich in einen rundenlangen Zweikampf mit einem Konkurrenten verstrickte. Eine Kollision sorgte noch vor dem Fahrerwechsel für ein bitteres vorzeitiges Aus. In der Gesamtwertung belegen Bortolotti und Costa Balboa durch den Podesterfolg vom Samstag trotz des Rückschlags den sechsten Platz.
 
Albert Costa Balboa: "Das Podium am Samstag war ein guter Start, doch vom zweiten Rennen bin ich sehr enttäuscht. Ich bin am Anfang sehr wenig Risiko eingegangen, weil im Nassen schnell Fehler passieren können. Nach einem guten Start wurde ich in einen Kampf verwickelt und fiel zurück. Ich war danach schneller als das Auto vor mir und setzte zu einem Manöver an, das zuvor mit einem anderen Konkurrenten schon geklappt hatte. Leider habe ich mich verschätzt und einen Fehler gemacht. Es tut mir für Mirko und das Team sehr leid und ich bin wirklich sauer auf mich. Wir wollen dieses Jahr um die Meisterschaft kämpfen und mit solchen Fehlern werden wir nicht gewinnen. Ich muss daraus lernen und werde stärker und fokussierter zurückkommen."
 
Lamborghini Huracán GT3 EVO #19 (Rolf Ineichen/Franck Perera)
Qualifying 1: P23 - Rennen 1: P18
Qualifying 2: P7 - Rennen 2: DNF
 
Die Reunion von Ineichen und Perera als Teamkollegen verlief schon am Samstag nicht nach Plan. Die große Offensive blieb Ineichen im Zeittraining aufgrund einer Unterbrechung versagt, wodurch es für den Schweizer nur zu Platz 23 im Grid reichte. Im ersten Lauf steckte er als 21. im Verkehr auf der winkeligen Rennstrecke fest. Die Boxenstopp-Phase brachte mehr Bewegung ins Geschehen. Perera machte im zweiten Stint weitere Positionen gut, verpasste als 18. aber knapp ein zählbares Resultat.
 
Am Sonntag setzte der 36-Jährige in der Qualifikation als bester Lamborghini Huracán GT3 EVO ein Ausrufezeichen. Der siebte Startplatz brachte ihm und Ineichen trotzdem nicht das erhoffte Top-Ergebnis. In der Startphase machte Perera mit einer exzellenten Reaktion sofort drei Plätze gut, doch die Freude währte nicht lang. In Kurve eins wurde er von einem Kontrahenten am Heck berührt. Der Lamborghini-Werkspilot hatte keine Chance, das Auto abzufangen und blieb nach einem Dreher im Kiesbett stecken. Der Zwischenfall bedeutete für die Startnummer 19 ein frühes Ende des Rennens.
 
Franck Perera: "Für unser Auto war es ein sehr unglückliches Wochenende, aber wir müssen das Positive mitnehmen. Wir haben gut gearbeitet und insgesamt eine gute Pace gezeigt. Am Sonntag wäre für uns viel drin gewesen. Das Qualifying war gut und ich hatte einen tollen Start, bei dem ich sofort drei Positionen gutgemacht habe. In der ersten Kurve habe ich einen Schlag von hinten bekommen und konnte nichts dagegen tun. So läuft es im Rennsport manchmal. Es ist schade, dass wir kein gutes Resultat einfahren konnten, aber es war erst der Auftakt. Wir werden noch viele Chancen haben, das gutzumachen. Hoffentlich haben wir beim nächsten Mal auch das Glück auf unserer Seite."

Lamborghini Huracán GT3 EVO #19 (Rolf Ineichen/Franck Perera)
© GRT Grasser Racing Team
 
 
Lamborghini Huracán GT3 EVO #82 (Tim Zimmermann/Steijn Schothorst)
Qualifying 1: P16 - Rennen 1: P14
Qualifying 2: P23 - Rennen 2: P21
 
Die Lamborghini-Junioren Schothorst und Zimmermann gingen mit hohen Ambitionen in das Wochenende, doch für das Duo erwies sich der Auftakt in die neue Saison als steiniger Weg. Im Qualifying durch eine Rotphase ausgebremst, reichte es für Zimmermann nur zu Startplatz 16. Im ersten Stint des Samstagsrennens arbeitete er sich bis auf den elften Platz in die Punkteränge vor. Eine Safety-Car-Phase nach dem Fahrerwechsel machte Schothorst das Leben schwer. Der Niederländer fiel im turbulenten Mittelfeld auf die 14. Position zurück und betrieb mit einem Punkteresultat Schadensbegrenzung für die Crew der Startnummer 82.
 
Ein schwieriges Qualifying stellte sie am Sonntag abermals vor eine große Herausforderung. In Lauf zwei machte Schothorst von Platz 23 aus sofort Positionen gut und nahm die Punkteränge ins Visier. Nach der Startrunde lag er bereits auf der 17. Position, hing daraufhin allerdings im Verkehr fest. Das Team entschied sich zu Beginn der Boxenstopp-Phase deshalb für einen Undercut, doch das Glück war nach dem Fahrerwechsel nicht auf seiner Seite. Nachdem Zimmermann ins Auto gestiegen war, kam es zu einer Safety-Car-Phase, von der alle davor fahrenden Teams profitierten. Der 23-Jährige verlor die zuvor erkämpfte Position und musste sich im Ziel mit Platz 21 begnügen.
 
Tim Zimmermann: "Uns hat das gesamte Wochenende über etwas die Pace gefehlt und wir haben nie eine richtige Lösung gefunden. Im ersten Qualifying wäre für mich trotzdem mehr drin gewesen, wenn uns die vielen gelben und der roten Flagge nicht behindert hätten. Wir wissen, dass das Potential da ist. Steijn und ich haben es im vergangenen Jahr gezeigt und im Winter lief es für mich dieses Jahr schon sehr vielversprechend. Diesmal sollte es einfach nicht sein, aber wir lassen uns davon nicht unterkriegen. Wir lernen aus der Niederlage und werden alles geben, damit es beim nächsten Rennen besser läuft."
 
Lamborghini Huracán GT3 EVO #16 (Clemens Schmid/Mike David Ortmann)
Qualifying 1: P20 - Rennen 1: DNF
Qualifying 2: P19 - Rennen 2: P16
 
Neuzugang Ortmann legte mit Platz fünf im Trophy-Training einen gelungenen Einstand im Lamborghini Huracán GT3 EVO hin. Das erste Qualifying mit dem italienischen GT3-Boliden verlief mit Starplatz 20 in Folge der roten Flagge jedoch nicht wie gewünscht. Im Rennen war der Berliner im Mittelfeld gefangen und auch die Boxenstopps spielten der Startnummer 16 nicht in die Karten. Schmid griff nach dem Fahrerwechsel als 20. wieder ins Geschehen ein. Im Kampf um den Anschluss an die Punkteränge kam es zu einem Schaden. Der Tiroler musste daraufhin vorzeitig abstellen.
 
Der Folgetag hielt eine noch wildere Achterbahnfahrt für Schmid und Ortmann bereit. Nach Rang 19 im Qualifying stand das Duo erneut vor einer schwierigen Aufgabe. In der Anfangsphase des zweiten Rennens machte Schmid im chaotischen Mittelfeld viele Positionen gut und wahrte durch eine fehlerfreie Fahrt die Chance auf Punkte. Nach dem Fahrerwechsel fuhr Ortmann mit einer starken Vorstellung bis auf die achte Position vor, aber der Regenreifen erwies sich in der zweiten Rennhälfte als unglückliche Wahl. Auf abtrocknender Strecke fiel der 21-Jährige zurück. Nach einem späten Wechsel auf Slicks wurde er von einem Gegner torpediert. Als 16. verpassten Ortmann und Schmid die Punkte trotz des Chaos nur knapp.

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