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Beide Fahrerpaarungen nach starken Qualifyings in den Punkten
© ADAC Motorsport | Zoom

ADAC GT Masters: Schubert Motorsport zeigt bisher bestes Wochenende

Das Team aus Oschersleben zeigte auf dem 4,574 km langen Grand-Prix-Kurs in Baden-Württemberg das bisher stärkste Wochenende seit der Rückkehr in die „Liga der Supersportwagen“. In zwei kampfbetonten Rennen fuhren beide BMW M6 GT3 im Feld der 33 GT3-Boliden mit Mut zum Risiko in die Punkte. Die einmonatige Pause nach dem Event auf dem Nürburgring hatte Schubert Motorsport für intensive Vorbereitungen auf die dritte Runde im ADAC GT Masters 2020 genutzt. Die beim Testtag auf dem Hockenheimring erzielten Fortschritte mit dem Setup des BMW M6 GT3 machten sich bereits am Freitag bemerkbar. Im 2. Freien Training belegte Joel Eriksson in der Startnummer 9 die elfte Position. Henric Skoog beendete im Schwesterauto die Session für Junioren auf Platz drei.

Der schwedische ADAC GT Masters-Rookie knüpfte als 13. im ersten Qualifying am Samstag an diese Leistung an. Mit knapp über einer halben Sekunde Rückstand auf die Pole-Position war er der bestplatzierte BMW M6 GT3 im Grid. Teamkollege Aidan Read beendete die Session mit zwei Zehnteln Rückstand auf Skoog als 21.
 
In der Startphase geriet Read neben die Linie und fiel auf die 32. Position zurück. Vom vorletzten Platz aus kämpften er und Eriksson sich wieder bis auf Rang 21 zurück. Skoog übergab das Auto nach harten Fights im ersten Stint auf Punktekurs liegend an Nick Yelloly. Der BMW-Werksfahrer stellte mit Position 15 das erste zählbare Resultat des Duos in der laufenden Saison sicher.
 
Am Sonntag knüpfte Yelloly nahtlos an die starke Form an. Der Brite fuhr mit Startplatz elf das beste Qualifying-Resultat von Schubert Motorsport in diesem Jahr heraus. Eriksson kam bis auf drei Hundertstelsekunden an die Rundenzeit des Stallgefährten heran und machte die Teamleistung als 13. perfekt.
 
Das zweite Rennen verlief trotz der guten Ausgangslage einmal mehr turbulent. In der Startrunde verloren Yelloly und Eriksson an Boden, hielten sich auf den Positionen 15 und 19 jedoch weiter in Schlagdistanz zu den Punkterängen. Skoog lag im zweiten Stint auf der 13. Position, bis ihn ein Dreher zurückwarf. Somit reichte es für die Startnummer 10 nur zum 22. Platz. Bei Eriksson und Read lief es besser. Der Australier hielt Position 15 bis ins Ziel und sicherte das zweite Punkteresultat des Wochenendes.
 
„Ich bin mit dem Wochenende unter dem Strich ziemlich glücklich“, so BMW-Werksfahrer Joel Eriksson. „Wir haben beim Setup gute Fortschritte erzielt. Zuvor hatten wir große Probleme, die Reifen zu verstehen und ins Arbeitsfenster zu bekommen. Was das angeht, haben wir uns deutlich verbessert. Es hat Spaß gemacht und ich bin froh, die ersten Punkte eingesackt zu haben. Aidan und ich haben einen guten Job gemacht, vor allem sein zweiter Stint am Sonntag war stark. Die Rennpace ist noch nicht perfekt, aber ich werde weiter hart mit dem Team daran arbeiten, beim nächsten Rennwochenende auf dem Sachsenring noch besser aufgestellt zu sein.“
 
Auch Nick Yelloly erkannte einen Aufwärtstrend: „Insgesamt haben wir unsere Pace definitiv verbessert. Das Team hat seit dem Nürburgring wirklich hart gearbeitet, um mehr Performance aus dem BMW zu holen, und war dabei erfolgreich. Ein großes Dankeschön an alle Ingenieure und Mechaniker für ihre unermüdliche Arbeit. Startplatz elf war unser bestes Qualifying und in so einem hart umkämpften Grid ist das ein guter Erfolg. In den Rennen wäre allerdings mehr drin gewesen. Die Performance auf eine Runde wird Schritt für Schritt besser, aber auf der Renndistanz haben wir Schwierigkeiten mit dem Reifenabbau. Daran müssen wir arbeiten. Die kommenden Rennstrecken sollten unserem Auto liegen, weshalb wir optimistisch sind. Das ADAC GT Masters ist eine der härtesten GT3-Serien weltweit und wir geben alles, um weiter nach vorne zu kommen.“
 
Teamchef André Schubert bilanzierte: „Wir waren nach dem Nürburgring wirklich enttäuscht und konnten es kaum erwarten, in Hockenheim auf die Rennstrecke zurückzukehren. Wir haben unermüdlich daran gearbeitet, die Reifen besser zu verstehen und die Nachteile zu kompensieren. Die Resultate auf dem Hockenheimring haben gezeigt, dass uns dies zu einem hohen Grad gelungen ist. Vor allem bei der Qualifying-Pace haben wir eine gute Basis gefunden. Dem entgegen steht weiterhin Nachholbedarf beim Umgang mit dem Reifen auf die Distanz. Wir werden bis zum Sachsenring weiter daran arbeiten, die Defizite auszusortieren. Wir stehen kurz vor dem Schritt in die Top 10 und sind voller Optimismus, dieses Ziel bald zu erreichen.“

Schubert Motorsport / DW