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Corvette-Pilot Sven Barth: P2 in Spielberg war spitze
© ADAC | Zoom

ADAC GT Masters: RWT Racing mit interessanten Plänen für 2018

(Speed-Magazin.de) Seit 2013 startet RWT Racing im ADAC GT Masters und arbeitet seitdem eng mit Callaway Competition zusammen. Nach vier Saisons mit der Corvette Z06.R GT3 wechselte das Team für die Saison 2017 auf den von Callaway entwickelten Nachfolger C7 GT3. In der Premierensaison gelangen Sven Barth und Neuzugang Maximilian Hackländer einige Highlights - allen voran der zweite Platz im Samstagsrennen in Spielberg, mit dem sie hinter den siegreichen Markenkollegen Jules Gounon/Daniel Keilwitz für den ersten Corvette-Doppelsieg im ADAC GT Masters sorgten.

"Wir haben schon in Oschersleben und am Lausitzring gesehen, dass es bei uns in die richtige Richtung geht", so Barth. "Das Samstagsrennen auf dem Red Bull Ring verlief für uns natürlich klasse. Teilweise waren wir sogar etwas schneller als die führende Corvette. Platz zwei war für unser Team der dritte Podestplatz nach dem Sieg auf dem Nürburgring 2014 und Platz drei auf dem Slovakiaring im selben Jahr. Dementsprechend zufrieden waren wir mit dem Ergebnis."

In der Trophy-Wertung für nicht-professionelle Piloten lieferte sich Barth einen engen Kampf mit seinem 2016er-Teamkollegen Remo Lips, der 2017 mit einem Nissan antrat, und Lamborghini-Fahrer Rolf Ineichen. Insgesamt holte Barth drei Klassensiege: auf dem Lausitzring, dem Red Bull Ring und dem Sachsenring. Am Ende belegte er mit nur 17 Punkten Rückstand hinter Lips knapp den zweiten Rang.

Bei mehreren Rennen waren Barth/Hackländer gut unterwegs, blieben aber unbelohnt. "Auf dem Lausitzring war ich im Qualifying sogar ein paar Hundertstelsekunden schneller als der spätere Champion Jules Gounon und holte den vierten Startplatz. Das war für mich natürlich ein Riesenerfolg. Leider habe ich dann im Rennen einen Fehler gemacht und bin beim Überholen von Indy Dontje durchs Kiesbett gerutscht. Dadurch sind wir ganz nach hinten zurückgefallen. Wir waren auch im Regen in Zandvoort stark unterwegs. Wir haben uns vom 23. Startplatz auf Rang acht nach vorn gekämpft, bis wir unverschuldet nach einer Kollision mit Nicky Catsburg ausgeschieden sind."

Diese Rennen stehen exemplarisch für die Saison des Teams. "Insgesamt hatten wir uns mit dem neuen Auto etwas mehr erhofft", so Barth. "Leider hatten wir oft etwas Pech. Das hat uns ein paar gute Resultate gekostet." Vom neuen Auto ist Barth jedoch begeistert. "Anders als das Vorgängermodell ist die C7 viel mehr ein Rennauto. Sie liegt viel stabiler und die aerodynamische Effizienz ist deutlich besser. Das Auto hat in den Kurven richtig zugelegt. Callaway ist damit ein super Wurf gelungen." Angetan ist Barth auch von der engen Zusammenarbeit mit Callaway. "Es hat uns wirklich gefreut, das sich Callaway-Teamchef Giovanni Ciccone nach dem Titelgewinn seines Teams bei uns für die Mithilfe bedankt hat."

Zu den Plänen für 2018 kann Barth derzeit noch nicht viel sagen. "Wir führen zahlreiche Gespräche, aber es steht noch nichts fest", so der Diplom-Ingenieur.

ADAC / DW