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Zwei unverschuldete Ausfälle in den ADAC GT Masters-Rennen
© Axel Weichert / 100octane.de | Zoom

ADAC GT Masters: Dennis Marschall entgeht beim Saisonfinale auf dem Sachsenring weiteres Top-Resultat

Dennis Marschall stellte auch beim Saisonfinale des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring seine starke Qualifying-Pace unter Beweis. In den Rennen war der HCB-Rutronik Racing-Pilot jedoch vom Pech verfolgt. Nach seinem Podestplatz beim Heimrennen auf dem Hockenheimring vor wenigen Wochen verpasste er beim Final-Wochenende vor rund 25.000 Zuschauern ein weiteres Top-Ergebnis.

ADAC GT Masters-Finale - Showdown am Sachsenring

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In einem kniffligen Qualifying bei Mischbedingungen am Samstagmorgen verpasste Marschall seine zweite Pole Position um nur 0,024 Sekunden. Platz zwei bedeutete dennoch den dritten Start aus der ersten Reihe in dieser Saison. Insgesamt blickt der Eggenstein-Leopoldshafener auf einen Schnitt von 7,6 im Qualifying zurück. Er steigerte sich kontinuierlich und erzielte mit der Pole Position in Hockenheim sein bestes Resultat.
 
Doch seine starke Pace wurde am Sachsenring zwei Mal nicht belohnt. Marschall schied in beiden Rennen nach einem unverschuldeten Kontakt aus. In Lauf eins war bereits in der ersten Runde Feierabend. Im zweiten Rennen übernahm er den Audi R8 LMS GT3 auf Position 21 liegend von Teamkollegin Carrie Schreiner. Elf Runden vor Rennende schied Marschall nach einer Berührung mit einem Kontrahenten aus.
 
Die Fahrerwertung schloss Marschall mit 22 Punkten auf Platz 24 ab. Platz zehn und 126 Zähler stehen in der Juniorwertung zu Buche. Marschalls Team HCB-Rutronik Racing brachte am Sachsenring den Titel in der Teamwertung unter Dach und Fach, zu dem auch Marschall mit seinem Podium auf dem Hockenheimring beitrug. Die Besatzung des Schwesterautos - Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde - holte sich dort bereits den Fahrertitel. Somit gibt es bei den ADAC GT Masters-Debütanten von HCB-Rutronik Racing nach der Saison 2019 viele Gründe zum Feiern.

Dennis über... 

... die knapp verpasste Pole Position: "Es war ein schwieriges Qualifying, denn die Strecke und die Reifen wurden von Runde zu Runde besser. Ich musste warten bis zum Schluss und hoffen, dass ich die letzte Runde gut erwische und es keine rote Flagge oder ähnliches gibt. Bei mir hat alles gepasst, meine Runde war sauber. Im letzten Sektor war ich etwas vorsichtig, weil ich in der Runde davor fast abgeflogen wäre. Es war dort neben der Ideallinie nass und die Gefahr eines Drehers war sehr hoch. Ich habe mich gefreut, als die eins aufleuchtete. Es ist dann letztlich Platz zwei geworden, was auch gut ist."
 
... das frühe Aus im ersten Rennen: "Ich weiß nicht, was ich hätte anders machen können. Ich fand es nicht gut, dass die Rennleitung den Start so spät freigegeben hat. Es entstand wie letztes Jahr ein großer Ziehharmonika-Effekt. Das war ein Grund für den Unfall. Zum anderen hat sich innen in der Kurve ein Konkurrent verbremst. Ich war außen, weil ich ja auf der Außenbahn gestartet bin. Ich wurde getroffen und bin ins Kiesbett gerutscht. Das Auto war so stark beschädigt, dass ich nicht weiterfahren konnte. Tendenziell überwiegt die Freude über das gute Qualifying, aber ich wäre das Rennen gerne gefahren, um meine Leistung zu bestätigen."
 
... das erneute Pech im zweiten Rennen: "Meine Rundenzeiten waren ok, ich bin die zweitschnellste Zeit im zweiten Stint gefahren. Im Zweikampf hat sich ein Konkurrent verbremst und ist in mich reingekracht. Danach war ein Reifen von der Felge gezogen. Ich musste das Auto an der Box abstellen. Der Konkurrent hat sich danach bei mir entschuldigt. Es ist schade, dass wir an diesem Wochenende schnell waren, das aber nicht in entsprechende Resultate umsetzen konnten."

Team Marschall

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