ADAC GT Masters auf dem Sachsenring: HEICO Motorsport räumt von hinten auf
(Speed-Magazin) Der Sachsenring mit seinen Berg- und Talfahrten ist an spannenden Motorsportmomenten kaum zu übertreffen. „Der Kurs hier hat es in sich. Es geht auf und ab und man sieht manchmal nicht, wo eine Kurve anfängt oder aufhört. Das erfordert Streckenerfahrung. Ich mag den Kurs, weil er technisch sehr anspruchsvoll ist.“ schwärmte HEICO-Pilot Dominik Baumann. Die zahlreichen Zuschauer des ADAC GT Masters teilen die Begeisterung der Motorsportler. 25.000 bestätigen das in diesem Jahr. Kaum ein Event im GT-Kalender ist so besucht wie dieses.Auch beim dritten Aufschlag der deutschen GT3-Serie zierte HEICO Motorsport das Feld der Markenvielfalt mit vier Flügeltürern (Mercedes-Benz SLS AMG GT3). Die Fahrerpaarung des SCHÖNER WOHNEN Polarweiss Team HEICO bildeten Alexandros Margaritis und Lance David Arnold mit der Startnummer 10. Den Gize-gebrandeten SLS AMG GT3 pilotierten die Österreicher Dominik Baumann und Harald Proczyk (#8). Die Startnummer 9 besetzten das HEICO Junior Team Maximilian Buhk und der Schwede Andreas Simonsen. Christiaan Frankenhout und Kenneth Heyer steuerten den HEICO-SLS mit der Startnummer 7 über den Kurs in Sachsen.
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Q2 fand verspätet statt, wurde aber von gelben Flaggen und zwei andauernden Rotphasen ausgebremst. „Man hat nur wenige Runden, um eine schnelle Zeit zu setzen. Solche Situationen bringen einen schnell aus dem Rhythmus. Ein paar Zehntel auf der Strecke gelassen, bestraft die hohe Leistungsdichte sofort mit Platzierungsverlusten.“ erklärte Maximilian Buhk. Frankenhout/Heyer (#7) erreichten P17 für das Sonntagsrennen. Simonsen/Buhk (#9) P25, Proczyk/Baumann (#8) P26 und Arnold/Margaritis (#10) P32.
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Schlechter aufgestellt als in Rennen 1 gingen die HEICO-Piloten in den Sonntagslauf. „Wir haben am Samstag noch sehr lange gearbeitet. Modifikationen an den Autos wurden durchgeführt und unsere Fahrer haben bis spät abends mit den Ingenieuren Kopfarbeit geleistet. Das positive Ergebnis zeigte sich im Warm Up am Morgen. Alleine das Frankenhout/Heyer-Auto zeitete sich auf P2.“ berichtete Bosi zufrieden.
Auch in Rennen 2 hatte Margaritis das Pech für sich gepachtet. Ein harter Zweikampf mit einem BMW Alpina (Team Engstler) endete für den Vorjahresmeister nach der zweiten Runde im Kies und führte zum vorzeitigen Aus für den SCHÖNER WOHNEN-SLS (#10).
Der Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Frankenhout/Heyer (#7) musste im Startgetümmel einen heftigen Rückschlag hinnehmen. Heyer am Steuer landete nach einem Schlag ins Heck am Ende des Feldes (P35). „Das war sehr ärgerlich für uns. Wir hätten echte Chancen gehabt, in die Punkte zu fahren. Das Auto war einfach super. Das war im Rennen deutlich zu sehen, wenn man auf das Ergebnis sieht.“ so der Niederländer Christiaan Frankenhout. Frankenhout/Heyer legten einen Durchmarsch hin und flogen mit ihrem Flügeltürer auf P13.
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Der SLS mit der österreichischen Besetzung (Proczyk/Baumann, #8) rauschte noch vor Margaritis mit dem BMW Alpina von Team Engstler zusammen. Der BMW musste mit Reifenschaden in die Box. Proczyk/Baumann legten in ihrem Lauf einen Run in die Top Ten hin. Ärgerlich nur das Endergebnis für das Duo, welches sich erst am Abend durch eine Entscheidung der Rennleitung änderte. Das angeschlagene BMW-Team protestierte wegen des Zweikampfes und das endete für Baumann mit einer 30-Sekunden-Strafe. Baumann verärgert, zeigte sich aber einsichtig. „Mag sein, dass ich ein bisschen hart vorgegangen bin. Das tut mir leid.“
Brice Bosi (Teammanager): „Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden. Unsere Fahrer haben einen sehr guten Job gemacht. Ein großes Lob auch an das Team, das immer wieder vollen Einsatz zeigte.“
Das HEICO Motorsport Team bereitet sich jetzt auf den nächsten Einsatz in der GT3 Europameisterschaft im Juli vor, bevor es vom 13.-15. Juli 2012 mit den ADAC GT Masters auf dem Nürburgring an den Start geht.
HEICO / D. Blanc