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Porsche 911 GT3 Cup, Sebastian Job (GB), #22, Porsche TAG Heuer Esports Supercup, 2020
© Porsche | Zoom

Porsche TAG Heuer Esports Supercup 2020: Meistertitel für Sebastian Job im Porsche TAG Heuer Esports Supercup 2020

 Der neue Champion im Porsche TAG Heuer Esports Supercup heißt Sebastian Job. Beim letzten Lauf der Saison sicherte sich der Brite vom Team Red Bull Racing Esport auf dem Grand-Prix-Kurs von Monza die Meistertrophäe vor Titelverteidiger Joshua Rogers (VRS Coanda Simsport). Der Australier musste sich mit Platz zwei begnügen. Der virtuelle Markenpokal wird auf der Simulationsplattform iRacing mit der digitalen Version des Porsche 911 GT3 Cup ausgetragen.

Vor dem Saisonfinale hatte Rogers noch die Chance, Job die Krone zu entreißen. Im Qualifying untermauerte er seine Ambitionen und fuhr zum achten Mal in diesem Jahr die Bestzeit. Sein Zeitvorsprung auf Job betrug aber lediglich vier Tausendstelsekunden. Aufgrund der vom Reglement vorgeschriebenen umgekehrten Startreihenfolge im Sprintrennen fuhren die beiden Titelkontrahenten von den Positionen sieben und acht los. Den Start entschied dann Jamie Fluke (Großbritannien/Apex Racing Team) von der Pole-Position für sich. Dahinter reihten sich der Spanier Alejandro Sánchez (MSI eSports) und der britische Red Bull Racing Esport-Pilot Graham Carroll ein. Job und Rogers lieferten sich schon in der ersten Runde tolle Duelle. Wenige Minuten später fiel in der Variante della Roggia die vorzeitige Meisterschaftsentscheidung: Nach einer Kollision zwischen den beiden unmittelbar vor ihnen fahrenden Konkurrenten kam es auch zwischen Job und Rogers zu einer Berührung. Job fiel auf Rang elf zurück, Rogers fand sich auf der 25. Position wieder. Obwohl ihm die Meisterschaft nun kaum noch zu nehmen war, startete Job eine sehenswerte Aufholjagd, die am Ende mit Platz fünf belohnt wurde. Damit stand er bereits nach dem Sprint als neuer Champion fest, denn Rogers kam nur als 24. ins Ziel. An der Spitze feierte Carroll nach sehenswerten Zweikämpfen mit Fluke, Sánchez und dem Norweger Tommy Östgaard (VRS Coanda Simsport) seinen zweiten Saisonsieg.
 
Im Hauptrennen setzte sich die Pechsträhne für Joshua Rogers nahtlos fort. Der Australier drehte sich beim Anbremsen der zweiten Schikane von der Strecke und fiel bis auf den 28. Platz zurück. Vorne setzte sich Carroll mit einem starken Start gegen Fluke und Östgaard durch. Es dauerte jedoch nur bis zur zweiten Runde, bis der von Rang fünf kommende Job den Führenden vor sich herjagte. Im Kampf um den Sieg warf auch Östgaard seinen Hut in den Ring und bremste sich mit einem starken Manöver an Job vorbei. Der frischgebackene Champion fiel so auf die sechste Position zurück, kämpfte sich aber bald wieder bis in die Spitzengruppe vor. Die Siegertrophäe jedoch eroberte erneut Carroll nach spannenden Rad-an-Rad-Duellen mit Östgaard – bis der Norweger vor der ersten Schikane den Bremspunkt verpasste. Er erhielt hierfür eine Slow-Down-Penalty, die ihn auf Rang drei hinter Job zurückwarf. Joshua Rogers holte nach seinem frühen Missgeschick noch 19 Positionen und überquerte am Ende die Ziellinie als Fünfter.
 
„Gratulation an Sebastian Job zum verdienten Titelgewinn. Er war während der gesamten Saison pfeilschnell und überzeugte mit beeindruckender Konstanz. Das fahrerische Niveau im Porsche TAG Heuer Esports Supercup lag in diesem Jahr enorm hoch. Umso mehr freuen wir uns schon jetzt auf die nächste Saison, die bereits Anfang Januar beginnt. Mein besonderer Dank geht an iRacing und an alle unsere Partner für die tolle Unterstützung“, erklärt Marco Ujhasi, Manager Esports Porsche Motorsport. 2021 startet der Porsche TAG Heuer Esports Supercup in seine dritte Saison. Los geht es am 9. Januar auf der virtuellen Grand-Prix-Strecke von Interlagos. Bis Ende April stehen in der weltweiten Esports-Meisterschaft auf der Simulationsplattform iRacing dann insgesamt zehn Läufe auf dem Programm, darunter auch die Nürburgring-Nordschleife, der Circuit des 24 Heures in Le Mans und der Formel-1-Stadtkurs von Montréal.
 

Stimmen nach dem Rennen

Sebastian Job (GB/Red Bull Racing Esports): „Es wird eine Weile dauern, bis ich realisieren werde, dass ich den Titel gewonnen habe. Das hätte ich niemals für möglich gehalten, als ich mit Simracing anfing. Mir fehlen die Worte. Es war toll, zusammen mit meinem Teamkollegen Graham Carroll beim Überfahren der Ziellinie zu feiern. Jetzt freue ich mich auf die nächste Saison, die ja schon bald beginnt.“

Joshua Rogers (AUS/VRS Coanda Simsport): „Zunächst Gratulation an Seb Job, er hat den Titel wirklich verdient. Natürlich bin ich etwas enttäuscht, gleichzeitig aber auch zufrieden. Das Sprint-Rennen lief nicht nach Plan. Im Hauptrennen habe ich mich von Startplatz 24 auf Rang fünf verbessert – das hat zum Saisonende noch einmal richtig Spaß gemacht.“
 
Graham Carroll (GB/Red Bull Racing Esport): „Ich habe das erste und das letzte Rennen der Saison gewonnen. Nächstes Jahr muss ich an den Läufen dazwischen arbeiten. Heute der Sieg im Sprint- und im Hauptrennen – ich bin superglücklich. Diesen Schwung will ich mitnehmen in das nächste Jahr.“
 
Tommy Östgaard (NOR/VRS Coanda Simsport): „Das war heute ein hektisches Rennen mit vielen Zweikämpfen. Das Finale hat für mich mit persönlicher Monza-Bestzeit begonnen. Mein Plan war, mindestens einmal zu gewinnen. Das hat leider nicht ganz funktioniert. Auch mein Saisonziel, unter die Top-Fünf zu fahren, konnte ich nicht umsetzen. Deshalb bin ich etwas unzufrieden. Ich muss hart daran arbeiten, im kommenden Jahr besser zu werden.“
 

Ergebnisse

Monza, Sprintrennen
1. Graham Carroll (GB/Red Bull Racing Esport)
2. Jamie Fluke (GB/Apex Racing Team)
3. Tommy Östgaard (NOR/VRS Coanda Simsport)
4. Mitchell DeJong (USA/VRS Coanda Simsport)
5. Sebastian Job (GB/Red Bull Racing Esport)
 
Monza, Hauptrennen
1. Graham Carroll (GB/Red Bull Racing Esport)
2. Sebastian Job (GB/Red Bull Racing Esport)
3. Tommy Östgaard (NOR/VRS Coanda Simsport)
4. Mitchell DeJong (USA/VRS Coanda Simsport)
5. Joshua Rogers (AUS/VRS Coanda Racing)

Punktestand nach dem letzten von 10 Wertungsläufen

1. Sebastian Job (GB/Red Bull Racing Esport), 659 Punkte
2. Joshua Rogers (AUS/VRS Coanda Racing), 563 Punkte
3. Alejandro Sánchez (E/MSI eSports), 478 Punkte

Porsche / DW