Beim Formel 1 Saisonstart hat Red Bull mit einem Doppelsieg bereits die Weichen für eine erneut erfolgreiche F1 Saison gelegt - Max Verstappen führt die WM bisher souverän an.
© Red Bull | Zoom

Vor der Startaufstellung zum GP Niederlande etwas Formel 1 Historie: 3 der schlechtesten F1 Fahrer aller Zeiten!

(Formel 1 Historie)  Am Sonntag, den 27.8.2023 gibt es nach der Sommerpause endlich wieder die Aufregung, wer in der Startaufstellung zum Formel 1 Grand Prix Niederlande in der ersten Reihe steht. Ob es wieder der dominante Max Verstappen im Red Bull ist, oder ob sich eventuell Mercedes mit Lewis Hamilton oder George Russell für die erste Startreihe qualifizieren wird? Die Wahrscheinlichkeit, dass in dieser Formel 1 Saison Red Bull auch wie schon letztes Jahr als Sieger in der WM hervorgeht, ist jedenfalls gross genug. Dass in der Königsklasse des Motorsports aber nicht immer nur sehr gute und gute Rennfahrer in der Startaufstellung stehen sieht man an unserer kleinen Liste der "schlechtesten Formel-1 Fahrer aller Zeiten" - darunter ein F1 Teamkollege von Mick Schumacher.

Formel-1 "Legenden" der etwas anderen Art: Die schlechtesten Fahrer aller F1 Zeiten!


Die Formel-1 ist definitiv nicht jedermanns Sache. Reines Talent zum Rennen fahren reicht dafür lange nicht aus, um es in dieser höchst anspruchsvollen Rennserie tatsächlich zu schaffen dabei zu bleiben und sogar über Jahre hinweg in der Startaufstellung ganz vorne anzutreten. Neben der absoluten Zielstrebigkeit muss man aussergewöhnlich belastbar sein und darüberhinaus Nerven wie Drahtseile haben. Das sind nur ein paar der Eigenschaften, die ein erfolgreicher Formel-1-Fahrer besitzen muss. Und während Legenden wie Ayrton Senna, Michael Schumacher, Lewis Hamilton und Max Verstappen die Fans und Formel 1 Experten auf ganzer Linie überzeugen, gibt es auch einige Fahrer, denen die eine oder andere (oder alle) Eigenschaft(en) fehlt. Tatsächlich waren manche F1-Piloten sogar so schlecht, dass sie es genau deshalb auch in die Geschichtsbücher geschafft haben, wenn auch nicht gerade in die "Hall of Fame".

Der legendäre Ayrton Senna ist jedem Formel 1 Fan ein Begriff
© F1 - Der legendäre Ayrton Senna ist jedem Formel 1 Fan ein Begriff - er landete in der "Hall of Fame"

Der Russe Nikita Mazepin


Nikita Dmitrijewitsch Masepin ist das perfekte Beispiel dafür, dass das reine Talent nicht ausreicht um es in der Königsdisziplin zu schaffen. Der Russe war nämlich in den anderen Rennserien inklusive der Formel-2 ziemlich erfolgreich, startete 2018 in der GP-3 Serie, die er als Vizemeister beendete. Nach zwei Jahren  konnte er sich als Testfahrer bei Sahara Force India einen Vertrag im amerikanischen Team Haas verdienen. Obwohl man Mazepin bei Formel-1-Wetten objektiv nicht auf dem Treppchen erwarten konnte, waren seine Leistungen von Anfang an weit unter dem nötigen Niveau.  

Zusammen mit Mick Schumacher sollte Mazepin nämlich in erster Linie das Auto entwickeln und somit gute Grundlagen für die nächste Formel-1 Saison schaffen. Dazu kam es jedoch nicht, da der in Moskau geborene Russe in jedem Rennen Probleme hatte den Boliden überhaupt auf der Strecke zu halten. Sechs seiner insgesamt 21 Formel 1 Rennen musste er vorzeitig beenden, das beste Ergebnis war ein 14. Platz. Besonders enttäuschend war die Tatsache dass Mazepin deutlich langsamer als sein Teamkollege Mick Schumacher war und in der gesamten Saison 2021 nur zweimal besser als Schumacher platziert war. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 hat das Formel 1 Team Haas den Vertrag mit ihm gekündigt. Jetzt fährt Mazepin in der Asian Le Mans Series aktiv, in der er es bislang sogar 2 Mal aufs Podium schaffte.

Der Japaner Yuji Ide


Mit 31 Jahren auf dem Buckel war Yuji Ide in der Saison 2006 der älteste Formel 1 Debütant in der langjährigen Geschichte der Formel-1. An Talent mangelte es beim Japaner offenbar nicht, da Ide zuvor in ein paar anderen Formelserien wie Formel Nippon einige gute Ergebnisse verzeichnete. Doch schon nach seinem ersten Rennen in Bahrain war klar, dass seine Leistung nicht für die Formel-1 reichen wird. Ide ging bereits in der Qualifikation ein paar Mal von der Strecke und hatte letztendlich einen Rückstand von sogar 3 Sekunden auf seinen Teamkollegen Takuma Sato. Im Formel 1 Grand Prix Rennen sah es nicht besser aus, Ide musste seinen Auftritt aufgrund eines Motorschadens vorzeitig beenden. Das Gleiche passierte im darauffolgenden F1 Rennen in Malaysia, während seine schwache Leistung in Australien (letzter Platz mit 3 Runden Rückstand auf den Sieger) sogar für eine FIA Regeländerung sorgte (107% Regel). Seine kurze und enttäuschende Formel-1-Karriere endete nach seinem vierten Start in der F1, beim Rennen in Imola. Tatsächlich war Ide in Italien sogar so schlecht, dass ihm die FIA am Ende seine Superlizenz wegnahm und ihn somit aus der Königsklasse verbannte.

Der Schweizer Jean-Denis Deletraz


„What is Deletraz doing?“ - Der schon legendäre Satz des Formel-1 Kommentators Murray Walker beim Grand Prix Rennen auf dem Nürburgring 1995 beschreibt wohl am besten die Formel-1-Karriere von Jean-Denis Deletraz. Obwohl der Schweizer nur dreimal in der Startaufstellung stand, reicht das völlig aus um sich einen Platz in dieser Topliste zu sichern. Besonders enttäuschend wirkte Deletraz beim Formel 1 Rennen in Portugal 1995, da er mehrere Sekunden langsamer als alle anderen Fahrer war. Und als ob das nicht genug wäre, hat In seinem letzten Rennen auf der Nordschleife schaffte er es zwar bis ins Ziel, aber der Rückstand von sogar 7 Runden auf den Sieger war für seinen damaligen Arbeitgeber Grund genug, Deletraz zu ersetzen. 

Im Gegensatz zur Formel-1 hatte der Schweizer allerdings in Sportwagenrennen viel mehr Erfolg. Zu seinen größten Errungenschaften zählen unter anderem 2 Siege beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

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mi / ma