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Macht Platz für Sebastian Vettel: Sergio Perez
© SID | Zoom

Schumacher-Debüt und Winkelhock-Führung: Das ist Vettels neues Team

Unter dem Namen Aston Martin und mit Sebastian Vettel als Teamleader will Racing Point ab 2021 in der Formel 1 angreifen. Es ist das nächste Kapitel einer bewegten Geschichte des Rennstalls, in der auch ein gewisser Michael Schumacher eine Rolle spielt.

1991 stieg Eddie Jordan nach einigen Erfolgen in Nachwuchsserien mit seinem eigenen Rennstall in die Königsklasse ein. Und beim elften Saisonrennen gab Schumacher in Spa sein Formel-1-Debüt - denn Stammpilot Bertrand Gachot saß vorübergehend im Gefängnis. Die größten Erfolge feierte Jordan Ende der 1990er-Jahre, Heinz-Harald Frentzen wurde 1999 WM-Dritter.
 
Nach Jahren des Niedergangs wechselte das Team dann binnen kurzer Zeit gleich mehrfach den Besitzer. 2005 verkaufte Eddie Jordan den Rennstall an die Midland-Gruppe, 2006 übernahm der niederländische Autobauer Spyker das Team. In dem orangefarbenen Renner, der meist das Ende des Feldes zierte, kam Markus Winkelhock 2007 im Regenchaos auf dem Nürburgring in den Genuss einer kurzzeitigen Führung.
 
Bereits 2008 wurde das Team erneut verkauft, dieses Mal an den indischen Geschäftsmann Vijay Mallya. Dieser taufte den Rennstall in Force India um, es folgte eine Phase des Aufstiegs. Mit den überlegenen Mercedes-Motoren ab 2014 gelangen vereinzelte Podiumsplatzierungen. Von 2008 bis 2013 fuhr der Deutsche Adrian Sutil für Force India, 2012 sowie von 2014 bis 2016 Nico Hülkenberg.
 
2018 wurde das wieder mal wirtschaftlich angeschlagene Team von einem Konsortium um den kanadischen Milliardär Lawrence Stroll übernommen und in Racing Point umbenannt. Ab 2021 geht der Rennstall nun als Aston Martin an den Start - und will mit Sebastian Vettel vorne mitmischen.
 

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