Vom Start weg gehört Ferrari zur Königsklasse im Formel-Motorsport - die Ferrari Clubs sind auf der ganzen Welt, und Sponsoren wollen diese Zielgruppe durch ihr finanzieles Engagement erreichen
© Ferrari | Zoom

Motorsport Sponsoring: Formel 1 Teams kann man ab 1 Mio US-Dollar sponsern

(Thema Sponsoring im Motorsport)  Dass die Königsklasse des Formel-Sports eine Menge an Geld verschluckt dürfte jedem F1 Fan klar sein. Die Entwicklungen der Formel-1 Teams kosten jährlich eine Unsumme, die sich selbst ein sehr grosser Autokonzern nicht ohne zusätzliche finanzielle Mittel leisten könnte. Sponsoring ist deshalb das A und O, um weiterzukommen. Die F1 kann man bereits ab 1 Mio Dollar sponsern, wofür man allerdings nicht mal ein Logo am Boliden bekommt. Üblich sind Sponsorengelder im zweistelliger Millionenhöhe. Dafür gibt es dann aber auch mehr als ein Logo. Für die Firmen ist die weltweite Präsenz der Formel 1 sowie die Vorteile eines internationalen Marketings wichtig - und anscheinend zahlt es sich auch aus, denn allein für die Saison 2023 gibt es mehr als 250 Sponsorverträge für die 10 Teams.

Es existiert eine grosse Bandbreite an Firmen, die mit Millionenbeträgen den Motorsport unterstützen, angefangen von Ölkonzernen (Shell, Petronas; Mobil1, Esso etc), über Banken (Santander, UBS etc), Mode (Ray Ban, Puma, Giorgio Armani, Tommy Hilfiger etc), Getränke (Monster Energy, Rauch, Jack Daniels, Coca Cola etc), Luxusartikel (IWC Schaffhausen, Zeiss, Riedel, Oakley etc) und natürlich Firmen, die ihre Umsätze primär im Internet generieren (wie Microsoft, Binance, Yahoo!, Team Viewer, NetApp, Tik Tok etc). Was relativ neu ist, ist Krypto als Sponsorpartner. Mercedes war einer der ersten, die über Kryptowährung Gelder eingenommen hat - allerdings auch einer der ersten, die das Sponsorlogo auf ihren Boliden wieder entfernt hat (nach dem FTX-Skandal mit Sam Bankman-Fried, der bis heute nicht vorbei ist). Trotzdem halten sich manche Kryptowährungen hartnäckig als Sponsor im Motorsport und erschliessen sich damit neue Zielgruppen. 

Die Kryptowährung veränderte das F1-Sponsoring für Teams und Fahrer


Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar waren Krypto-Unternehmen bereits präsent. Sie buchten Bandenwerbung ebenso wie Plakate, und waren damit offizieller Sponsor der FIFA für das Event. Das wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen, doch die Zeiten haben sich geändert. Kryptowährungen sind in vielen Ländern bereits bis in die Mitte der Gesellschaft angekommen. 
Mercedes AMG Formel 1 2023
© Mercedes AMG F1 Bolide 2023 - Sponsoring macht vieles möglich

Nachfolger der Airlines und Tabakfirmen Sponsoring für die Königsklasse 


Schon zuvor waren Krypto-Unternehmen beim Super Bowl in den USA überall präsent. Während in der Vergangenheit Fluggesellschaften oder Tabakunternehmen die Bühne Sport für sich nutzten, sind jetzt die Krypto-Anbieter dran. Sie sind bereits in den letzten Jahren Partnerschaften mit Klubs eingegangen und wollen die großen Communitys nutzen, um ihre Produkte bekannter zu machen und neue Kundenschichten für sich zu erschließen. Dieses Engagement kommt beiden Seiten zugute. Einerseits steigt die Bekanntheit der Krypto-Unternehmen, andererseits können sich die Klubs über verstärkte Sponsoring-Einnahmen freuen, die wiederum in den Erfolg von morgen investiert werden. Die beiden Branchen verbindet durchaus einiges, auch wenn dies nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Mannschaften, Klubs und Kryptowährungen setzen stark auf eingeschworene Gemeinschaften. Diese sind längst global positioniert und glauben an den Erfolg ihres jeweiligen Partners. Wo die Sportfans auf Siege hoffen, setzen die Kryptofans auf eine neue Finanzwelt, frei von Zwängen und staatlicher Kontrolle. Kein Wunder also, dass sich Krypto-Unternehmen verstärkt zum Sport hingezogen fühlen. Sie haben einen Partner im Geiste erkannt.

Das war nicht immer so. Noch vor einigen Jahren haftete Kryptowährungen der Ruf von etwas Neuem an, das viele nicht verstanden. Doch mit dem Fortschreiten der Adaption in zahlreichen Bereichen der Wirtschaft und der Regulierung durch die Behörden sind Kryptowährungen, die Blockchain und ihre Anwendungen tief in zahlreiche Bereiche der Gesellschaft eingedrungen. Das gilt sogar für Online Casinos, die als Krypto Casinos die Einzahlung in Kryptowährungen akzeptieren. Die entsprechenden Vorgaben finden Kunden auf onlinecasinosschweiz.com, eine Seite, die zahlreiche Anbieter auflistet.

Von Nascar über Bob bis hin zur Formel 1

Viele Unternehmen konzentrierten sich damals auf den Aufbau ihrer Infrastruktur und ihrer Angebote. Doch jetzt wagt man auch den Schritt in eine interessierte Öffentlichkeit und welches Schaufenster wäre besser dazu geeignet als der Sport? Vor knapp zehn Jahren hatte das Sponsoring von Dogecoin für den Nascar-Fahrer Josh Wise kaum Aufmerksamkeit erregt. Bereits zuvor hatte man das jamaikanische Bob-Team für die Olympischen Winterspiele in Sotschi gesponsert.

Doch spätestens seit sich die bekannteste Kryptowährung der Welt, Bitcoin, als Anlageobjekt etabliert hat, trauen sich Krypto-Unternehmen auch zu, bei den ganz großen Events mit dabei zu sein. Der globale Sportsponsoringmarkt wird auf rund 65 Milliarden Dollar geschätzt. Krypto-Unternehmen haben bisher rund 2 Milliarden Dollar für die Unterstützung von Sportlern aufgewendet, aber das könnte sich in Zukunft ändern.

Das Geld floss bisher in die Major League Baseball, in die National Basketball League und in die Drone Racing League. Doch jetzt nimmt die Kryptobranche sogar die Formel 1 ins Visier. Experten schätzen, dass die Ausgaben für Sportsponsoring in der Kryptobranche in drei Jahren ein Volumen von 5 Milliarden Dollar erreichen wird. Immer mehr Teams der Formel 1 tun sich mit Krypto-Unternehmen zusammen, um ihre Budgets abzusichern. Die Kryptobranche profitiert hingegen von der enormen Sichtbarkeit der Königsklasse im Motorsport.

Aston Martin Formel 1 Bolide 2023
© Aston Martin Formel 1 Bolide 2023
Per Sponsoring Zugang zu einer weltweiten Community

Damit zapft sie die enorme Fangemeinde der Formel 1 an, um einerseits bekannter zu werden und andererseits neue Kundengruppen anzusprechen. Das beste Beispiel dafür ist Aston Martin, deren Sponsorpartner erhält den Zugang zu einer riesigen Community, die außerhalb ihres typischen Nutzerkreises liegt. Die Fans werden Zug um Zug mit den Gegebenheiten der Branche vertraut gemacht. Dabei profitiert die Kryptobranche auch vom Image der Hochtechnologie der Formel 1. Immerhin werden hier Entwicklungen an den Start gebracht, die in Folge in den Massenmärkten auftauchen. Da sich beide Partner mit dem technologischen Fortschritt befassen, erscheint eine Zusammenarbeit nur logisch.

Formel 1 Zielgebiet USA

Die Formel 1 braucht große Partner. Nach dem Absprung von Tabakherstellern und Alkoholproduzenten hat man mit  der Kryptobranche nun eine neue Branche gefunden, die die finanzielle Kraft hat um den enormen Aufwand der Formel 1 zu unterstützen. Selbst für große Autokonzerne ist die Formel 1 eine aussergewöhnliche finanzielle Belastung, die jede Menge Ressourcen verschlingt. Mit der Verstärkung von der Kryptobranche in der Formel 1 hat man also das Potenzial die teuren Entwicklungsarbeiten der Teams weiter voranzutreiben. Immerhin haben die Eigentümer der Rennserie große Pläne mit Max Verstappen und Co. Die Positionierung in den USA schreitet munter voran, hier soll die Formel 1 noch größer und attraktiver werden. Das lockt natürlich große Krypto-Unternehmen aus den USA an, die an diesem Aufstieg teilhaben möchten.
 
 

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az / li