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Vettel fuhr im ersten freien Training nur hinterher
© AFP/SID/MARK THOMPSON | Zoom

Hamilton mit Trainingsbestzeit - Vettel Vierter

Sebastian Vettel ist im ersten Freitagstraining der neuen Formel-1-Saison der Spitze ein gutes Stück hinterhergefahren.

Spielberg bei Knittelfeld (SID) - Mercedes bleibt die Nummer eins, Ferrari muss auch 2020 kämpfen: Sebastian Vettel ist im ersten Freitagstraining der neuen Formel-1-Saison der Spitze ein gutes Stück hinterhergefahren. Der Heppenheimer kam an seinem 33. Geburtstag auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg im Ferrari nicht über Rang vier hinaus. Der Rückstand des Hessen auf Weltmeister Lewis Hamilton (1:04,304 Minuten) im neuerdings schwarz lackierten Mercedes betrug 0,657 Sekunden.

"Wir hatten einen ordentlichen Tag", sagte Vettel, es habe beim Auftakt "keine Probleme mit den Autos" gegeben und gehe "sehr eng" zu. Bei den Prognosen für Samstag gab er sich zurückhaltend: "Ich glaube nicht, dass wir um die Pole kämpfen werden."

Hamilton, der seine siebte Weltmeisterschaft und damit die Egalisierung des Rekords von Michael Schumacher anpeilt, konnte am ehesten noch sein finnischer Teamkollege Valtteri Bottas (+0,197) folgen. Auf Rang drei reihte sich der Mexikaner Sergio Perez (+0,641) im Racing Point an, das Team hatte über den Winter eine Art Kopie des Weltmeister-Mercedes von 2019 gebaut. 

Red-Bull-Star Max Verstappen, Spielberg-Sieger 2018 und 2019, belegte nur den achten Rang mit 0,911 Sekunden Rückstand. Vettels Teamkollege Charles Leclerc schwächelte und wurde Neunter (+0,994).

Mercedes setzte das ebenso revolutionäre wie umstrittene DAS-System ein, mit dem der Pilot durch Ziehen am Lenkrad auf der Geraden die Spur verstellen kann. Kontrahent Red Bull hatte sich schon im Vorfeld des Großen Preises von Österreich (Sonntag, 15.10 Uhr/RTL und Sky) einen Protest offengehalten und legte diesen nach dem Training ein.

In Spielberg, wo die Saison wegen der Corona-Pandemie mit fast viermonatiger Verspätung anrollt, zeigt sich die Formel 1 in ungewohntem Gewand. Die Ränge bleiben zum ersten Mal in der 71-jährigen Geschichte der Serie leer, die Teammitglieder müssen sich an Abstandsregeln halten, Mundschutz tragen, regelmäßig Coronatests absolvieren und dürfen ihre vom Automobil-Weltverband FIA zugewiesene "Blase" nicht verlassen. 

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