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Haas wird über russischen Titelsponsor beraten
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Haas-Team will Zukunft mit russischem Sponsor "in der kommenden Woche" klären

Mick Schumachers Formel-1-Rennstall Haas prüft nach der Invasion in der Ukraine offenbar die Trennung von seinem russischen Titelsponsor.

Formel 1 2022 - Test Tag 1-3 Barcelona Circuit de Catalunya

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Barcelona (SID) - Mick Schumachers Formel-1-Rennstall Haas prüft nach der Invasion in der Ukraine offenbar die Trennung von seinem russischen Titelsponsor. "Wir müssen alle rechtlichen Fragen, über die ich nicht sprechen kann, in der kommenden Woche klären", sagte Teamchef Günther Steiner am Freitag bei einer Pressekonferenz in Barcelona.

Der US-Rennstall mit engen Verbindungen nach Russland hat sein Auto zum Abschluss der Testfahrten am Freitag in weißer Lackierung auf die Strecke geschickt, die Farben des russischen Titelsponsors Uralkali waren nicht mehr vertreten. Normalerweise tritt Haas in Rot, Blau und Weiß an, den Farben der russischen Flagge. "Wir haben gestern mit unseren Teampartnern die Entscheidung getroffen, dass wir so vorgehen. Es war die richtige Entscheidung. Es war eine Message für alle", erklärte Steiner.

Uralkali ist der größte Mineraldüngerhersteller Russlands und für Haas ein wichtiger Geldgeber. Das Unternehmen gehört Dimitri Masepin, dessen Sohn Nikita (22) bei Haas Teamkollege des gleichaltrigen Schumacher ist. Auch Masepin erhielt von Steiner am Freitag keine Garantie, sein Cockpit behalten zu dürfen. "Das muss gelöst werden. Nicht alles hängt von uns ab. Da sind Regierungen involviert", sagte Steiner knapp. So könnte Masepin über die offene Rechtsfrage mit Uralkali hinaus auch Probleme mit der Einreise in bestimmte Länder bekommen.

Die wirtschaftliche Zukunft des kleinen Rennstalls sei hingegen nicht gefährdet, beteuerte der Südtiroler Steiner: "Ich habe dem Team gesagt, dass alles in Ordnung ist. Das ist ein Schlagloch, aber das beeinträchtigt das Team nicht sportlich."

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