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Sebastian Vettel belegte nur Rang 13
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Formel 1 WM Punktestände GP Italien: Das Rennen in Monza hat das Verhältnis des Weltmeisters Vettel zur Scuderia Ferrari nachhaltig beschädigt

Sebastian Vettel und Ferrari - lange war das eine erfolgversprechende und funktionierende Ehe, die ihre Höhen hatte und so manche Krise überstand. Monza 2019 jedoch könnte die eine Enttäuschung zu viel sein, die das Verhältnis des viermaligen Weltmeisters zur ruhmreichen Scuderia nachhaltig beschädigt hat. Ausgerechnet im Heimrennen versagten Vettel - mal wieder - die Nerven. Er schmiss nicht nur sein eigenes Rennen durch den selbstverschuldeten Dreher weg, er riskierte auch den Erfolg von Charles Leclerc, dem er anders als in Spa keine Hilfestellung geben konnte. Wieviel Kredit hat Vettel noch? Nach außen verteidigte Teamchef Mattia Binotto den Deutschen. Dennoch dürfte Leclerc dem Heppenheimer intern den Rang abgelaufen haben. Monza war eine Wachablösung. Vettels Vertrag bei den Roten läuft bis 2020. Derzeit weckt er nicht den Eindruck, diesen zwingend erfüllen zu wollen.

CHARLES LECLERC
Anders als Vettel hielt Leclerc dem Druck stand. Es ist erstaunlich, wie cool und abgezockt ein 21-Jähriger in seinem ersten Jahr bei Ferrari auf der Strecke agiert. Er stand unter dem Dauerfeuer der Silberpfeile, parierte die steten Angriffe von Weltmeister Lewis Hamilton und später auch die von Valtteri Bottas. Leclerc fuhr die Ellbogen aus, kämpfte mit harten Bandagen am Rande der Legalität, konnte aber auf Milde der Stewards bauen. Monza, sagte Leclerc im Anschluss, sei sein erstes Formel-1-Rennen gewesen, in dem er nur an den Sieg dachte. Womöglich agierte er bei der Qualifying-Posse auch deshalb zu zögerlich. Vettel Windschatten und eine schnelle Runde im Q3 zu ermöglichen, wäre durchaus möglich gewesen. Am Ende schadete Leclerc, der in Italien stets den Teamgeist beschwor, ein bisschen Egoismus aber nicht.

Formel 1 Italien - Ergebnisse

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SID

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