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Sebastian Vettel mit Ukraine-Flagge auf dem Helm
© AFP/SID/GIUSEPPE CACACE | Zoom

Formel 1: Vettel mit Ukraine-Flagge auf dem Helm - spektakuläres Mercedes-Update

Sebastian Vettel hat zum Beginn der abschließenden Testfahrten zur neuen Formel-1-Saison gegen den russischen Einmarsch in der Ukraine protestiert.

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Hamburg (SID) - Ex-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) hat zum Beginn der abschließenden Testfahrten zur neuen Formel-1-Saison in Bahrain gegen den russischen Einmarsch in der Ukraine protestiert. Der 34-Jährige fuhr in seinem Aston Martin mit der ukrainischen Flagge auf seinem Helm, dazu war darauf auch eine Friedens-Taube und das "Peace-Zeichen" lackiert, auch der Schriftzug "Kein Krieg" sowie der Text von John Lennons legendärem Lied "Imagine". 

Für Aufsehen sorgte zudem ein spektakuläres Update am Mercedes von Rekordchampion Lewis Hamilton (Großbritannien). Am Silberpfeil waren nicht nur Unterboden sowie Frontflügel neu, sondern auch der Seitenkasten auffällig anders designt als im Vergleich zum ersten Test in Barcelona - oben eng am Chassis des W13 anliegend, unten dann breiter.

Bei der Konkurrenz von Red Bull um Weltmeister Max Verstappen (Niederlande) sorgte dieser Ansatz unter dem in diesem Jahr komplett neuen Reglement umgehend für Wirbel, Teamchef Christian Horner ließ über seine Presseabteilung ein kritisches Zitat zurückziehen. Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn meinte: "Es gibt einige sehr extreme Auslegungen der Vorschriften, die zu vielen Diskussionen führen könnten. Wir haben mit dem Mercedes-Konzept nicht gerechnet."

Verstappen gab sich in der Sache entspannt. "Alle Autos sehen unterschiedlich aus. Keiner von uns versteht sie gut genug, um sagen zu können, was funktioniert und was nicht", sagte der 24-Jährige: "Wir können uns nur auf uns selbst konzentrieren." Hamiltons Teamkollege George Russell freute sich, dass der Mercedes "heute Morgen viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen" hat: "Ich bin stolz, Teil eines Teams zu sein, das Innovationen nach vorne treibt. Aber es geht nicht darum, wie das Auto aussieht - sondern wie schnell es ist."

Schnellster am Donnerstag war Pierre Gasly (1:33,902) im AlphaTauri, allerdings fuhr der Franzose anders als die Verfolger auf der weichsten Reifenmischung.

Die Test-Zeiten sind ohnehin selten sonderlich aussagekräftig, ein Eindruck verfestigte sich aber auch zum Auftakt in Bahrain: Ferrari kommt gut zurecht, Carlos Sainz (1:34,359) und Charles Leclerc (1:34,531 Minuten) lagen trotz ihrer eigentlich deutlich langsameren Reifen nur knapp hinter Gasly auf den Rängen zwei und drei. Schon bei den ersten Tests in Barcelona hatte das Duo überzeugt.

Die Formel 1 testet noch bis Samstag in Bahrain ehe ebenfalls auf dem Wüstenkurs am 20. März die neue Saison beginnt.

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