Formel 1 Start in die 2.Saisonhälfte: Kräftemessen bei Mercedes, Red Bull und Ferrari
(Speed-Magazin.de / Horst Bernhardt F1 Vorausschau) Die zweite Saisonhälfte der Königsklasse wird nicht minder spannend sein als das, was wir vor der Sommerpause erlebt haben. Nämlich ein Kräftemessen zwischen den Formel1-Top Teams Mercedes, Red Bull und Ferrari. Horst Bernhardt hat sich mal Gedanken gemacht wie das nun so weitergeht mit den drei wichtigsten Teams ab dem kommenden Wochenende beim Formel 1 Grand Prix von Belgien in Spa....Mercedes F1 Team
Die Silberpfeile sind weiterhin das Mass der Dinge. Nach der Vertrags-Verlängerung von Nico Rosberg konzentriert man sich bei Mercedes voll auf den Rennbetrieb. Wenn sich die Herren Nico Rosberg und Lewis Hamilton nicht wie schon gehabt gegenseitig ins Aus befördern, oder mit technischen Gebrechen ausfallen, wird sich an der Überlegenheit im Feld nichts ändern. Nico Rosberg muss mit einem Sieg im nächsten Formel1-Rennen in Spa-Francorchamps kontern, um sich im WM-Titelkampf gegen Lewis Hamilton zu behaupten. Der Engländer schwächelte zu Saisonbeginn etwas - Nico Rosberg startete dagegen mit vier Siegen in Folge. Im F1 GP Spanien kam es dann zum Super-Gau mit der Kollision der beiden Mercedes-Boliden in Runde eins. Ab dem Grand Prix von Monte Carlo war Lewis Hamilton dann wieder top und konnte in der Folge sechs von sieben F1 Rennen für sich entscheiden. Hamilton führt nun mit 19 WM-Punkten Vorsprung vor Rosberg die WM-Punkteliste an.
Die Formel1 Saison 2017 könnte das Kräfteverhältnis im Feld prinzipiell ändern, da die umfassenden Regeländerungen schnellere und noch mehr spektakuläre Autos bringen soll.
„Sollte diese Saison die letzte der Mercedes Dominanz sein, so will ich auch das Maximum herausholen“, so Hamilton, der seine zehnte Formel-1 Saison bestreitet und definitiv die Chance auf den vierten Titelgewinn nutzt. Bei seiner derzeitigen Performance ist das sogar mehr als wahrscheinlich!
Red Bull F1 Racing
Die positive Überraschung in der bisherigen Formel1-Saison 2016 ist Red Bull. Ende letzten Jahres drohte Dietrich Mateschitz noch mit dem F1 Ausstieg weil man mit der Leistung der Renault Triebwerke nicht zufrieden war. Doch nun herrscht wieder eitel Sonnenschein über der Zusammenarbeit mit den Franzosen. Teamchef Christian Horner lobt die Renault-Techniker sogar: „Der Motor hat einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Wir haben den Rückstand zu Mercedes halbiert. Unser Chassis gehört sowieso zu den besten im Feld. Wenn die Entwicklung so weitergeht sollten wir den Abstand zu Mercedes weiter verringern können“.
Red Bull liegt derzeit auf Platz zwei der Konstrukteurs-Wertung und will die F1 Saison 2016 dort auch beenden. Red Bull Motorsport Konsulent Dr. Helmut Marko ist sich sicher dass die WM-Entscheidungen in den kommenden Jahren nur über Mercedes und Red Bull gehen werden. Mit dem Australier Daniel Ricciardo und dem Holländer Max Verstappen hat man eine Top-Fahrerpaarung und im technischen Bereich ist man sowieso über jeden Zweifel erhaben. Red Bull F1 Racing ist unbestritten zur Zeit das zweite Top Team in der Formel 1.
Ferrari Scuderia F1
Mit hochgesteckten Erwartungen sind die Italiener in die Formel1 Saison 2016 gestartet. Man wollte um die WM kämpfen, doch ist die Scuderia hart auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Der WM-Titel für 2016 ist längst abgeschrieben und von Grand Prix Siegen ist man leider meilenweit entfernt. Der Finne Kimi Räikkönen, dessen Vertrag jüngst verlängert wurde, und unser deutsches Ass Sebastian Vettel liegen auf Platz vier und fünf der Fahrerwertung. In der Team-Wertung liegt der italienische Traditions-Rennstall Ferrari aktuell auf Platz drei.
Nach dem Rauswurf des technischen Direktors James Allison muss nun wohl auch Aerodynamik-Chef Dirk de Beer seinen Hut nehmen. Teamchef Maurizio Arrivabene kündigte an die Posten mit hauseigenen jungen talentierten Ingenieuren zu besetzen. Der Umbau im Team soll helfen dem ältesten Rennstall der Welt neuen Glanz zu verleihen. Die Firmenleitung setzt weiterhin auf Maurizio Arrivabene als Teamchef. Der Ferrari Präsident Sergio Marchionne glaubt an seinen Formel1-Teamchef und stellt klar: "Wir setzen auf Maurizio, weil er das Business kennt und mit den Leuten zusammenarbeiten kann. Er kann ein Team führen."
Natürlich hat Ferrari das Ziel bis zum Saisonende wieder am österreichischen Rennstall Red Bull vorbeizuziehen und Platz zwei in der Endabrechnung zu belegen. Sergio Marchionne formuliert die Zielsetzung jedoch verhalten: "Ich möchte dass wir die Saison mit Anstand und Ehre beenden. Jeder soll an jedem Rennwochende alles geben um Ferrari wieder in die Erfolgsspur zu führen."
Speedpictures / Horst Bernhardt
Belgien - Spa-Francorchamps: News & Ergebnisse