Force India greift Williams an
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Formel 1 Start 2.Saisonhälfte: Kräftemessen unter den F1 Teams von Williams, Force-India und Toro Rosso

(Speed-Magazin.de / Horst Bernhardt zu den Mittelklasse-Teams in der F1)  Zwei der Mittelklasse-Teams in der Formel1 fahren mit Mercedes-Motoren: Williams und Force India. Währenddem sich der traditionsreiche britische Rennstall vom Urgestein Frank Williams in der diesjährigen Formel-1 Saison bis zur Sommerpause mit 96 WM-Punkten den vierten Platz sichern konnte, liegt das indische Force-India F1 Team von Vijay Mallya mit  15 WM-Punkten dahinter auf dem fünften Platz, dicht gefolgt allerdings von McLaren-Honda, die mit nur 3 WM-Punkten auf Platz 7 in der Gesamtwertung der Teams dahinterliegen.

Williams-Mercedes F1 Team
Das einzige Team der Königsklasse das von einer Frau geführt wird, liegt am Anfang der zweiten Saisonhälfte der Formel1 auf Platz vier der Konstrukteurs-Wertung.  Claire Williams, die Tochter des schon zu Lebzeiten legendären Team-Gründers Frank Williams, hat mit ihren beiden Piloten Valtteri Bottas (WM-Rank 7) und Felipe Massa (WM-Rank 9) eine solide Fahrerpaarung.

Willams tritt derzeit allerdings etwas auf der Stelle. Eine Verbesserung in der Team-Wertung ist eher unrealistisch, der Rückstand auf die Scuderia Ferrari beträgt bereits 148 Zähler. Mit aerodynamischen updates will der britische Traditions-Rennstall die Performance der Formel1-Boliden verbessern. Ob der Routinier Felipe Massa im Team bleibt ist auch noch nicht sicher.

"Ich bin nicht da um nur teilzunehmen. Ich will in einem Team arbeiten das mich schätzt, und bei dem ich fühle dass wir gute Ergebnisse erzielen und einen guten Job machen können. Wenn ich das nicht mehr habe, bin ich nächstes Jahr vielleicht weg", sagt der Brasilianer Felipe Massa. Massa deutete in diesem Interview auch an, dass er kein Problem damit hat in eine andere Rennserie zu wechseln, sollte es in der Formel 1 für ihn keine Perspektive mehr geben.

Teamchefin Claire Williams bemühte sich in den letzten Wochen überaus intensiv um den McLaren-Honda Piloten Jenson Button und um Sergio Perez, was die Boxengassen-Gerüchte um den Weggang Massas weiter anheizte.

Williams Technik-Chef Pat Simmonds erklärte im Gespräch mit dem englischen Fachmagazin Autosport dass das Team bereit ist für die Verpflichtung eines grossen Namens. Um wen es sich dabei handeln könnte verriet er jedoch (noch) nicht.

Force India-Mercedes F1 Team

Das indische Formel-1-Team hat sich im Vergleich zur letzten F1 Saison deutlich gesteigert und die Formkurve zeigt nach oben. Aktuell auf Platz fünf der Konstrukteurs-Wertung im WM-Punkte Rang der F1 Teams 2016, ist das von Teamchef Vijay Mallya genannte Saisonziel Platz vier zu erreichen durchaus nicht unrealistisch. 15 WM-Punkte Rückstand auf Williams sind bei der derzeitigen Stärke von Force India glaubhaft aufzuholen. Die starke Fahrerpaarung mit Nico Hülkenberg und Sergio Perez ist durchaus in der Lage regelmässig in die Punkte zu fahren.

Wie die Besetzung der Cockpits in der Formel-1 Saison 2017 aussehen wird ist derzeit noch unklar. Sergio Perez wird in letzter Zeit immer wieder mit dem Rennstall von Claire Williams in Verbindung gebracht, Nico Hülkenberg gilt dagegen als relativ sicher. Co-Teamchef Robert Fernley ist aber überzeugt dass auch Nico Hülkenberg mit einem Top-Team verhandelt und wie auch Sergio Perez eventuell bald in einem Auto sitzen wird, in dem er um Siege kämpfen kann.

Toro Rosso-Ferrari

Die Talent-Schmiede von Red Bull wechselte von Renault zu Ferrari-Triebwerken und muss sich mit Vorjahrestriebwerken aus Maranello zufriedengeben. Von Ferrari kommen nach jetzigem Stand keine Motoren-updates mehr für die 2015er Triebwerke. Und das könnte sich bald als gewaltiger Nachteil gegenüber den direkten Konkurrenten wie z.B. McLaren-Honda heruasstellen, die mit neuen Ausbaustufen in der zweiten F1 Saisonhälfte anrücken werden.

Auf der Fahrerseite hat sich Carlos Sainz jr.  im Team etabliert. Er konnte im Verlauf der  bisherigen Formel1-Saison  30 WM-Punkte einfahren und liegt auf Platz zehn der Tabelle. Daniil Kvyat ist nach seiner Degradierung von Red Bull zu Toro Rosso total von der Rolle. Ganze zwei WM-Punkte hat er in den acht Rennen erzielt.

Red Bull Motorsport hält dennoch weiter an dem Russen fest und meint: "Er braucht nur ein, zwei gute Rennen - dann wird er sein Selbstbewusstsein wiedererlangen." Daniil Kvyat hat noch neun Rennen Zeit sich seinen Platz bei Toro Rosso zu sichern.

Horst Bernhardt

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