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2018 erhält Sauber umfangreichen technischen Support von Ferrari
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Formel 1: Sauber intensiviert Zusammenarbeit mit Ferrari

(Speed-Magazin.de) Ex Sauber Teamchefin Monisha Kaltenborn hatte einen Deal mit Honda ausgehandelt über die Bereitstellung von Triebwerken für die Saison 2018. Nach der Umstrukturierung des Teams und der Entlassung von Kaltenborn übernahm Frederic Vasseur das Zepter beim Schweizer Team das in diesem Jahr sein 25jähriges Formel 1 Jubiläum begeht. Der Honda Deal kam nicht zustande, dafür kann die Sauber Truppe aber im kommenden Jahr aktuelle Ferrari Motoren einsetzen. Teamchef Vasseur sprach nun ausführlich zur neuen Lage des Rennstalls. Ferrari wird in Zukunft die Zusammenarbeit intensivieren und deutlich mehr technischen Support für die Schweizer bereitstellen. Das man im nächsten Jahr die aktuelle Version des Ferrari Motors ins Chassis hängen kann, ist für die Truppe aus Hinwil natürlich ein Riesen Schritt nach vorne.

Pascal Wehrlein im Gespräch mit Teamchef Vasseur
Pascal Wehrlein im Gespräch mit Teamchef Vasseur
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„Wir haben einen der besten besten Windkanäle im Business und müssen einen Kompromiss suchen wie die Zusammenarbeit am besten funktioniert. Die Führung in der Entwicklungsarbeit soll aber in unseren Händen bleiben“, sagt Vasseur. Ferrari wird den Motor und Getriebe liefern, doch die Konstruktion des Autos an sich soll auch weiterhin von den Sauber Ingenieuren ausgeführt werden. Trotz der ermutigenden Aussichten für die Saison 2018 will man auch in diesem Jahr weiterkämpfen und die Saison auf keinen Fall abschreiben. Die Motivation der Mitarbeiter muß aufrecht erhalten werden. „Wir müssen den Druck hoch halten, es wäre ein Alptraum wenn wir jetzt aufgeben würden, da wir uns für 2018 aufstellen wollen. Auch wenn wir derzeit nur letzter sind und nicht um die Pole oder Podestplätze kämpfen geben wir nicht auf.

Trotz unsicherer Zukunft ist Pascal Wehrlein gut Gelaunt
Trotz unsicherer Zukunft ist Pascal Wehrlein gut Gelaunt
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Wir sind Racer, auch wenn wir hintend“, stellt Vasseur klar. Wer im nächsten Jahr im Sauber Cockpit sitzen wird ist noch nicht entschieden. Da Ferrari im nächsten Jahr einen größeren Einfluss in der Sauber-Strategie haben wird, ist davon auszugehen das zumindest ein Fahrer aus dem Junior-Programm zum Zuge kommt. Pascal Wehrlein hat im Gespräch mit SpeedMagazin erklärt das über ein weiteres Engagement bei Sauber noch keine Entscheidung gefallen ist. Auf die Frage wie es denn weiter geht, wenn er bei Sauber nicht mehr dabei sein würde, antwortete er: „ Es sind lockere Gespräche auch mit anderen Teams im Gange, aber definitiv kann ich noch nichts sagen wo ich im nächsten Jahr fahren werde“.

Horst Bernhardt / ND