Formel 1-Saison 2016 geht beim Grossen Preis von Singapur auf dem Marina Bay Street Circuit in ihre 15. Runde
(Speed-Magazin.de / Formel-1) Lewis Hamilton: Ich liebe Duelle. Umso gespannter bin ich darauf, wie es ausgeht. Nico Rosberg: Mein Selbstvertrauen ist größer denn je. Toto Wolff: Wir müssen alles optimieren, um in Singapur ein ordentliches Ergebnis einzufahren. Paddy Lowe: Wir mögen Herausforderungen und freuen uns darauf.Lewis Hamilton
In Monza lief es nicht ganz nach Plan. Aber wenn man bedenkt, wie weit wir als Team in dieser Saison gekommen sind, in welcher Position wir uns befunden haben, dann denke ich, dass meine Situation phänomenal ist. Wir führen beide Weltmeisterschaften an und es gibt noch sehr viele Dinge, die wir gemeinsam erreichen können – auch noch vor dem Ende dieser Saison. Jetzt geht es nach Singapur. Das ist jedes Jahr ein großartiges Wochenende. Durch die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit ist das Rennen eine echte Herausforderung. Aber es ist auch ein Straßenkurs, was mir sehr gefällt. Im vergangenen Jahr erwischten wir dort nicht gerade eines unserer besten Wochenenden. Hoffen wir also, dass wir es diesmal besser im Griff haben. In ein paar Tagen finden wir es heraus! So oder so wird es keine Spazierfahrt. Selbst unser Sieg dort 2014 war nicht ganz unkompliziert. Ferrari und Red Bull werden ein Wörtchen mitsprechen, davon bin ich überzeugt. Wenn wir vorne sein wollen, erwartet uns ein harter Kampf. Aber ich liebe Duelle. Umso gespannter bin ich darauf, zu erfahren, wie es ausgeht.
Nico Rosberg
Dort oben auf dem Podium in Monza zu stehen, war ein unglaubliches Erlebnis für mich. Daran werde ich mich noch lange erinnern! Jetzt gilt meine volle Konzentration aber Singapur. Die Rennen dort waren für mich bislang ein Auf und Ab. 2008 habe ich in Singapur mein zweites Podium in der Formel 1 eingefahren. Seitdem stand ich dort aber nicht mehr auf dem Podest. Deshalb ist es mein Ziel, das am Sonntag zu ändern. Das wird natürlich nicht einfach. Singapur ist eine Red Bull-Strecke und wir waren dort im vergangenen Jahr nicht besonders stark. Aber ich glaube an das Team und mein Selbstvertrauen ist größer denn je. Ich gehe jedes Wochenende mit dem Ziel an, das Rennen zu gewinnen. Der Punkteabstand war mal größer, mal kleiner. Aber ich blicke immer nur von Rennen zu Rennen - das ist die beste Herangehensweise für mich. Den Nachweis dafür zeigt der aktuelle Punktestand. Singapur ist eine coole Stadt und ein großartiger Austragungsort für die Formel 1. Die Strecke sieht unter dem Flutlicht spektakulär aus und die Stadt lebt das Rennwochenende regelrecht. Ich freue mich sehr darauf, wieder dort zu fahren.
Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef
Nach einem starken Auftritt in Italien erwartet uns in Singapur eine große Herausforderung. Dort ist noch keinem Team ein Doppelsieg gelungen – und das aus gutem Grund. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich bei diesem Rennen ein einziges Problem im Verlauf des Wochenendes in viele Richtungen ausdehnen kann. Wir müssen alles optimieren, um ein ordentliches Ergebnis einzufahren. Im vergangenen Jahr ist uns das nicht gelungen. Wir glauben mittlerweile zu wissen, woran das gelegen hat. Aber nur die Performance auf der Strecke kann bestätigen, ob unsere Schlüsse richtig waren. Deshalb sind wir gleichermaßen neugierig und gespannt, herauszufinden, wie es dort läuft. Ferrari war auf dieser Strecke im letzten Jahr sehr stark. Gleichzeitig wird die Strecke der High-Downforce-Philosophie von Red Bull entgegenkommen. Wir dürfen demnach nicht den Fehler machen, uns an diesem Wochenende für die Favoriten zu halten. Dies sind aufregende Zeiten für den Sport und die Zukunft sieht rosig aus. Jetzt liegt es an uns, den Sack in beiden Weltmeisterschaften zuzumachen. Gleichzeitig muss uns aber immer bewusst sein, dass uns im nächsten Jahr eine ganz andere Herausforderung erwartet. Ich denke, in der Fahrer-WM wird der Kampf bis zuletzt gehen und es liegt an uns, ihnen die gleichen Möglichkeiten zu bieten – sowohl was das Material angeht als auch bei den Abläufen. Es wird großartig, das zu verfolgen.
Paddy Lowe, Executive Director (Technical)
Singapur ist ein einzigartiges Rennen. Alle Sessions finden bei Nacht unter Fluchtlicht statt, daher bleibt jeder während des gesamten Wochenendes in der europäischen Zeit. Dadurch fühlen sich die Tage ganz seltsam an. Man steht zur Mittagszeit auf und geht zur Frühstückszeit ins Bett. Irgendwie denkt jeder, dass der Tag in Singapur mehr als 24 Stunden zu haben scheint. Aber niemand weiß ganz genau, warum dem so ist! Im vergangenen Jahr haben wir dort kein gutes Ergebnis eingefahren. Seitdem haben wir zwölf Monate lang hart gearbeitet, um zu verstehen, woran es gelegen hat. Als Team ist es für uns sehr interessant, zu beobachten, ob wir nun zurückschlagen und es diesmal richtig machen können. Natürlich konnten wir nicht auf der Strecke testen, weshalb wir im Moment nur Theorien vorzuweisen haben. In den Trainings erwartet uns demnach noch viel Arbeit, um uns in eine gute Position zu bringen, uns gut zu qualifizieren und dann ein starkes Rennen zu fahren. Aber wir mögen Herausforderungen und freuen uns sehr darauf. Die Atmosphäre in Singapur ist großartig und es kommen stets sehr viele Fans. Für sie möchten wir eine gute Show zeigen und uns stark schlagen.
Mercedes
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