Formel 1 Red Bull taumelt in der F1 2025 – Vom Seriensieger zum Sorgenkind
Tiefrot statt Bullenstark - Red Bulls Formel 1 Saison am Limit: Red Bull galt in den letzten Jahren als nahezu unschlagbar in der Formel 1. Doch 2025 läuft für das österreichische F1 Team bislang enttäuschend: Ungewohnte Fehler, technische Probleme und strategische Schwächen haben die Dominanz bröckeln lassen. Die Konkurrenz rückt näher – und Red Bull wirkt plötzlich verwundbar. Und darüberhinaus zweifeln manche bereits am Weltmeister Max Verstappen...Formel 1 Ergebnis Silverstone: Sensationell! Nico Hülkenberg mit beiden McLaren am Podium!
Red Bull in 2025: Viel Drama, wenig Punkte – wohin führt der Weg?
Obwohl wir gerade erst bei der Hälfte der F1-Saison 2025 stehen, läuten schon jetzt die Alarmglocken im einstig dominanten Stall des österreichischen Formel 1 Teams Red Bull. Sorgen macht man sich nicht nur über den aktuellen Stand in der Konstrukteurs- und der Fahrerwertung, sondern auch im Hinblick aufs Personal. Die Trennung mit einer der zentralen Identifikationsfiguren Christian Horner ist bereits besiegelt, während auch die Gerüchte um einen möglichen Wechsel von Max Verstappen zu Mercedes immer lauter werden. Als Fan hat man derzeit nicht gerade viel Grund für Optimismus – das einstige Vorzeigeteam droht die Kontrolle über sein sportliches Schicksal zu verlieren.
WM 2025: Verlorener Boden in beiden Wertungen
Bis zum Saisonende ist zwar noch mehr als genug Zeit übrig, aber zu diesem Zeitpunkt spricht nur wenig für einen neuen WM-Titel für Max Verstappen. Mit wenigen Ausnahmen befinden sich die beiden McLaren-Piloten das ganze Jahr über in einer eigenen Liga – und haben inzwischen einen gesunden Vorsprung an der Spitze der Fahrerwertung aufgebaut. Angesichts dieser Dynamik ist es keine Überraschung, dass die Buchmacher, die keine OASIS Datenbank haben, Verstappen mittlerweile als klaren Außenseiter im WM-Kampf bewerten. Einzelne Tagessiege bleiben möglich, doch ein ernstzunehmender Eingriff ins Titelrennen ist angesichts der aktuellen Form und der Quoten praktisch ausgeschlossen.
In der Konstrukteurswertung stellt sich die Lage aus Sicht von Red Bull sogar noch prekärer dar. Denn durch die durchwachsenen Leistungen von Yuki Tsunoda und Liam Lawson – die sich beide schwer tun Konstanz zu zeigen – hat das österreichische Team den Anschluss an das Führungs-Trio McLaren, Ferrari und Mercedes längst verloren. Auch wenn der vierte Platz kaum in Gefahr geraten dürfte, entspricht diese Platzierung in keiner Weise den Erwartungen eines Seriensiegers. Aus rein sportlicher Perspektive lässt sich das Jahr 2025 daher bereits jetzt als herbe Enttäuschung einordnen – und eine kurzfristige Wende scheint nicht in Sicht.
Führungskrise nach dem Ende der Mateschitz-Ära
Ein gewichtiger Grund für den internen Kontrollverlust liegt zweifellos in der neuen Führungsstruktur nach dem Tod von Dietrich Mateschitz im Oktober 2022. Der charismatische Mitgründer war über Jahrzehnte die treibende Kraft hinter dem Projekt Red Bull Racing – mit seinem Ableben verschwand auch der klare Kompass an der Spitze. Zwar hält sein Sohn Mark Mateschitz weiterhin 49 % der Unternehmensanteile, doch dieser hat sich weitgehend aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Die Kontrolle liegt nun in den Händen eines dreiköpfigen Managements rund um Oliver Mintzlaff, das bisher nicht in der Lage war Stabilität und klare Linien ins sportliche Tagesgeschäft zu bringen.
Zudem bleibt die Eigentümerstruktur komplex: Die thailändische Familie Yoovidhya kontrolliert die Mehrheit, wobei ein 2%-Anteil durch Chalerm Yoovidhya kürzlich an eine Treuhandgesellschaft in Genf übertragen wurde – ein Schritt, der in Fachkreisen als langfristige strategische Entscheidung gesehen wird. All das hat dazu geführt, dass innerhalb des Teams Unsicherheit herrscht, was sich letztlich auch auf die Entlassung von Christian Horner auswirkt. Der langjährige Teamchef war nicht nur sportlich prägend, sondern auch ein Gesicht der Red-Bull-Identität – sein Abgang hinterlässt eine spürbare Lücke.
Die verlorene Dominanz von Red Bull und der wachsende Zweifel an Verstappen
Was Red Bull einst auszeichnete – technologische Überlegenheit und strategisches Kalkül – ist 2025 kaum noch erkennbar. Die aerodynamischen Konzepte wirken unausgereift, das Reifenmanagement schwankt je nach Strecke, und die Boxenstopp-Strategien sind zunehmend fehleranfällig. Während McLaren und Mercedes mit innovativen upgrades Schritt für Schritt vorbeiziehen und Ferrari zur alten Konstanz zurückfindet, hat Red Bull sichtbar Mühe das Entwicklungsniveau der Konkurrenz zu halten. Besonders schmerzhaft: Selbst auf Hochgeschwindigkeitskursen, einst ein Markenzeichen des Teams, fehlt mittlerweile der letzte Punch.
Hinzu kommt das wachsende Unbehagen bei Max Verstappen. Zwar bleibt der Niederländer einer der schnellsten und konstantesten Fahrer im Feld, doch seine Körpersprache und Interviews sprechen Bände. Die einstige Harmonie ist verflogen, die Gerüchte über mögliche Ausstiegsklauseln und ein Wechselinteresse von Mercedes halten sich hartnäckig. In der Öffentlichkeit hält sich Verstappen noch bedeckt, doch intern scheint sein Einfluss auf das Team zu schwinden. Je länger die sportliche Krise andauert, desto plausibler wird ein Szenario, in dem Verstappen seine Zukunft neu denkt – vielleicht sogar außerhalb des Red-Bull-Kosmos.
Reset oder schleichender Niedergang?
Wohin der Weg für Red Bull führt, bleibt ungewiss. Fest steht: Ohne tiefgreifende Veränderungen wird es kaum gelingen das Schiff in den kommenden Monaten auf Kurs zu bringen. Die größte Hoffnung liegt womöglich in der nächsten Formel 1 Saison 2026: Mit neuen Motoren-Regeln, der Partnerschaft mit Ford und einem möglichen Technologiewechsel könnte sich Red Bull neu erfinden. Doch bis dahin bleibt die Realität von 2025 – und sie ist alles andere als rosig.
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