Formel-1 News Ticker zum GP Belgien 2016: Sebastian Vettel haderte mit der letzten Kurve
(Speed-Magazin.de / Formel-1 GP Belgien News Ticker) Sebastian Vettel haderte mit der letzten Kurve vor Start und Ziel. Vettel: Ich dachte eigentlich das ich gut aus der Ecke rauskomme, aber als ich dann aufs Gas ging war der Grip nicht da. Seit gestern kämpfe ich mit dieser Kurve. Wir tun uns alle schwer die Leistung auf den Boden zu bringen, weil die Reifen bei diesen Temperaturen sehr heiss werden.Max Verstappen Rekordverdächtig
Der 18jährige Holländer ist ja bereits der jüngste Pilot der Formel 1 Geschichte, jüngster GrandPrix-Sieger, jüngster Podiums und jüngster Fahrer der WM Punkte gesammelt hat. Im heutigen Qualifying stellte Max den nächsten Rekord auf: Er ist jetzt auch jüngster Fahrer der aus Reihe eins in ein Rennen startet. Verstappen löst damit Riccardo Rodriguez ab der den Rekord 1961 in Monza im alter von 19 Jahren aufstellte. Max fuhr seine Rekordrunde mit den Super-Softs von Reifenausrüster Pirelli, Teamkollege Ricciardo entschied sich für die Soft Variante und wird von Startplatz fünf das Rennen beginnen. Teamchef Horner gab an: „Wir haben den Fahrern und Ingenieuren freie Hand gegeben bei der Reifenwahl. Welche Strategie die richtige ist sehen wir morgen“.
Ferrari stark im Qualifying zum Belgien GP
Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel stehen in Reihe zwei der Startaufstellung in SpaFrancorchamps. Der Finne ist sich sicher das die Pole möglich gewesen wäre. „Ich habe in der letzten Kurve zwei Zehntel verloren weil ich starkes Untersteuern hatte. Es ist für uns besser gelaufen als in den vergangenen GP-Wochenenden, aber wir sind nicht auf Pole, also bin ich nicht happy“. Auf die Frage wie der Leistungszuwachs zu erklären sei, antwortete der Iceman: „Das ändert sich von oft von Strecke zu Strecke und wir können das selbst nicht erklären warum es so ist. Es ist schön das wir Mercedes so dicht dran sind“. Sebastian Vettel haderte auch mit der letzten Kurve vor Start und Ziel. „Ich dachte eigentlich das ich gut aus der Ecke rauskomme, aber als ich dann aufs Gas ging war der Grip nicht da. Seit gestern kämpfe ich mit dieser Kurve. Wir tun uns alle schwer die Leistung auf den Boden zu bringen, weil die Reifen bei diesen Temperaturen sehr heiss werden“. Der Heppenheimer glaubt aber an die Chance im Rennen: „In der Rennabstimmung sollten wir noch näher dran sein. Der Grand Prix wird über die Reifenstrategie entschieden und ich hoffe das wir das besser machen als unsere Konkurrenten“.
Force India zufrieden mit Qualifying
Sergio Perez startet von Platz sechs, Nico Hülkenberg von sieben. Der Emmericher sagte schon zu Beginn des Rennwochenendes, das er gute Chancen sieht Williams im Kampf um die Konstrukteurs-Wertung zu überholen. Bottas startet von Platz acht, Massa vom zehnten Startplatz. „Wir haben das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt. Sicher, Hamilton konnte nicht ins Geschehen eingreifen, was uns zugute kam. Ich hatte ein Problem mit einem Zylinder und die Elektronik schaltete daraufhin in ein Sicherheitsprogramm, was etwas Leistung kostete. Für das Rennen sollte das aber keine Auswirkungen haben. Perez und ich müssen nun versuchen im Rennen so viel Punkte wie möglich zu ergattern und vor den Williams ins Ziel zu kommen. Das ist die Vorgabe fürs Rennen“.
Rosberg hat Respekt vor Red Bull
Der Reifenverschleiß bei den Pirelli Super-Soft bereitet dem Pole-Setter einiges Kopfzerbrechen. „Der Verschleiß ist nicht nur bei den superweichen Reifen kritisch. In den Longruns auf den weichen Reifen waren die Red Bull´s die schnellsten, nicht wir. Ich gehe von einem harten Rennen aus und hoffe das wir mit den weichen Reifen noch Speed finden. Max fährt mit den superweichen los, was am Start von Vorteil ist, weil die mehr Haftung aufbauen. Dafür werden sie aber schneller abbauen“. In Spa ist ein gutes Handling besonders wichtig. Rosberg hat sich darauf konzentriert, die Abstimmung dahingehend optimal umzusetzen. Trotzdem ist er sich nicht sicher ob das für den Sieg im Belgien Grand-Prix reicht.
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Im ersten Abschnitt des Qualifyings in Spa setzte der Manor Pilot ein Ausrufezeichen. „Q1 war mit dem neunten Platz einfach unglaublich für unser Team“. Dem DTM Champion von 2015 fehlten nur acht Zehntel auf die schnellste Zeit von Felipe Massa im Williams. Wehrlein zog zum zweiten mal in der laufenden Saison damit in Q2 ein. In seiner ersten Runde im zweiten Abschnitt des Qualy bemerkte er das ein Reifen nicht richtig befestigt war und musste zurück in die Box. Danach musste er auf gebrauchten Reifen seine Runde fahren. „Das Problem war, das wir keine neuen superweichen Reifen mehr hatten. Was möglich gewesen wäre haben wir in Q1 gesehen“. Einen wesentlichen Aspekt kann er nach den ersten beiden Tagen des Belgien GrandPrix abhaken: Seinen neuen Teamkollegen hat er im Griff. Das hatten die Formel 1 Experten so nicht erwartet. Mit dem Formel 3 EM-Titel 2014 und dem GP 3 Titel im letzten Jahr kann Esteban Ocon beachtliche Referenzen vorweisen.
Mc Laren im Wechselbad der Gefühle
Unterschiedlicher könnte die Gemütslage bei Mc Laren Honda nicht sein! Während bei Fernando Alonso so gut wie gar nichts funktioniert, der Asturier schließt ein Karriere-Ende in der Formel 1 nach Ablauf seines Vertrages in 2017, nicht mehr aus, feierte Jenson Button in Spa-Francorchamps sein bestes Qualy-Ergebnis der Saison. Button schaffte es bis in Q3 und war am Ende neunter. „Es ist definitiv unser bestes Qualy Ergebnis in diesem Jahr. Spa ist eine große Herausforderung für uns und ich bin wirklich froh über meine Runde, sie war sogar besser wie meine Pole aus 2012. Es ist phantastisch“, schwärmt der Weltmeister von 2009. Für das Rennen ist Button zuversichtlich: „ Unsere Rennpace sollte besser sein als unsere Qualy-Performance.
Kritik an Reifenhersteller Pirelli
Der italienische Reifenlieferant erntet mit den vorgegebenen Luftdrücken in seinen Reifen harsche Kritik: Mit 23,5 psi vorn und 22 psi hinten sind die Luftdrücke so hoch wie noch nie in Spa. Weltmeister Hamilton attestierte dem Supersoft-Reifen ein miserabeles Urteil: „Diese Reifen sind dermaßen schlecht, das nach drei Runden nichts mehr geht. Der Medium und der Soft sollten im Rennen O.K. Sein, aber der Supersoft ist eine Katastrophe. Ich bin ihn gefahren und nach zwei Runden war er unbrauchbar“. Valtteri Bottas bestätigte: „Ich habe noch nie so sehr auf die Reifen achten müssen. Es wird unmöglich sein das Rennen mit Stopp zu beenden“.Das Strecken-Layout von Spa fordert den Reifen alles ab und die Wetteraussichten für Morgen versprechen keine relevanten Temperatur Unterschiede, was die Lebensdauer der Pneus erhöhen würde. Man hat gesehen, das die Rundenzeiten sofort besser geworden sind, wenn die Wolken die Sonne einmal verdeckt hatten.
Horst Bernhardt
Belgien - Spa-Francorchamps: News & Ergebnisse