Anzeige

Wegen Mercedes Vertrag verlor Wehrlein das Sauber Cockpit
© Speedpictures | Zoom

Formel 1: Mercedes Vertrag kostete Pascal Wehrlein Sauber Cockpit

(Speed-Magazin.de) Nach zwei Saisons im Gran Prix Zirkus hat Pascal Wehrlein für die Saison 2018 kein Formel 1 Cockpit mehr bekommen. Bekanntlich ist der DTM-Champion von 2015 noch immer mit Mercedes verbandelt.

Für Sauber Teamchef Frederic Vasseur war klar, das die Verbindung zu Mercedes, das Aus für Wehrlein bedeuten würde. „Pascal ist ein Mercedes Schützling und es ist schwer vorstellbar das ein Projekt mit Alfa Romeo, das einen Deal mit aktuellen Ferrari Antriebseinheiten beinhaltet, umzusetzen“, sagt der Franzose.

Charles Leclerc ist der Sauber Hoffnungsträger
Charles Leclerc ist der Sauber Hoffnungsträger
© Speedpictures
Das Schweizer Team erhält für 2018 exakt die gleichen Motoren zur Verfügung gestellt wie das Werksteam aus Maranello. Im Gegenzug platzierte man Ferrari-Junior Charles Leclerc in ein Sauber Cockpit. Sportlich gesehen dürfte das Wehrlein-Aus für Sauber einen Rückschritt bedeuten. Pascal holte in der vergangenen Saison 5 Punkte für Sauber, Ericsson blieb erfolglos. Der Sauber-Teamchef steht jedoch zu der Entscheidung pro Ericsson. „In der zweiten Saisonhälfte konnte Marcus die Lückezu Wehrlein schließen und fuhr auf gleichem Niveau. Er ist ein guter Teamplayer mit hohem technischen Verständnis.“

Die Sponsor-Gelder die Ericsson mitbringt, dürften die Entscheidungsfindung nicht unerheblich beeinflusst haben. Die Verpflichtung von Ferrari-Junior Leclerc dürfte sich auf die Leasing-Raten für die Ferrari Motoren auch positiv auswirken. Charles Leclerc ist unbestritten eines der größten Talente im Formelsport! Er gewann 2016 die GP3 Serie und im letzten Jahr wurde er Champion in der Formel 2.

Für Teamchef Vasseur ist Leclerc kein unbekannter: Er fuhr in 2012/2013 für Vasseur´s ART Kart-Team und später für ART in der GP3. „Ich kenne Charles sehr gut und es macht Sinn einen so hochtalentierten jungen Mann zu verpflichten“, sagt Vasseur. Für Pascal Wehrlein ist die Tür zur Formel 1 nicht ganz zugefallen. Er ist 2018 Test-und Ersatzfahrer für das Mercedes F1-Team.

Horst Bernhardt / ND