Die Reifen sind nach wie vor das ganz große Thema in der Königsklasse
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Formel 1 Live 2013 - Barcelona GP: Paul Hembery kontert auf Kritik nach dem Spanien Grand Prix

(Speed-Magazin / Formel-1 2013) In Barcelona kamen am Ende insgesamt 79 Boxenstopps in denen die Pirelli-Reifen getauscht wurden zusammen. Selbst für den Pirelli-Sportchef Paul Hembery waren das eindeutig zu viele. Demnach musste der italienische Reifenhersteller nach dem Rennen derbe Kritik einstecken.

Pirelli hatte den Auftrag, die Königsklasse durch weniger haltbare Reifen wieder spannender und attraktiver zu gestalten - dazu entwarf man die 2013er Kollektion. Doch nach dem fünften Lauf sind einige Teams und Fahrer verärgert über die Gummis aus Italien. Bereits zum GP von Spanien veränderte Pirelli die harte Mischung (P-Zero Orange), die sich aber wie Sebastian Vettel es ausdrückte als Griff ins Klo erwies.

„Was wollt ihr denn? Was sollen wir machen? Sagt es uns einfach und wir werden es tun“, wird Pirellis Motorsportchef Paul Hembery bei RTL zitiert. „Ich weiß, dass einige gerne Ein-Stopp-Rennen sehen würden, in denen die Reifen kein Faktor sind. Dann könnt ihr zu dem Rennsport zurückkehren, in dem die Qualifyingposition auch das Endresultat ist, wenn es das ist, was ihr haben wollt.“

Federführend sieht Hembery Red Bull hinter dem Aufstand. „Ich denke, es ist ziemlich klar. Es gibt einen Rennstall, der von einer Änderung am meisten profitieren werde, und das sind sie.“ Genau aus diesem Grund sollte es im Interesse aller anderen sein, nit auf der Welle mitzureiten. „Es sei denn, sie alle wollen, dass wir Red Bull Reifen geben, mit denen sie die Weltmeisterschaft gewinnen“, so der Franzose.

Stephan Carls

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