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Lance Stroll Saison 2020 hätte besser verlaufen können
© Speedpictures | Zoom

Formel 1 Lance Stroll: 2020 Jahr der verpassten Chancen

Trotz der bislang erfolgreichsten Saison seiner vierjährigen Formel1-Karriere, blickt der Sohn von Aston Martin Teameigner Lawrence Stroll mit gemischten Gefühlen auf die abgelaufene Saison zurück. Zweimal konnte der Kanadier 2020 mit Platz drei in Monza und Sakhir auf das Podium fahren und holte zudem in der Türkei seine erste Pole-Position. Mit 75 WM-Punkten schloss er die Saison auf dem elften Rang ab, punktgleich mit Pierre Gasly von Alpha Tauri. 

"Wir hatten einige gute Ergebnisse: ein paar vierte Plätze, ein paar Podestplätze, eine Pole - das war eines der größeren Highlights der Saison. Es war also ein gutes Jahr", resümiert Stroll. Doch während er sich mit den Erfolgen zufrieden zeigt, glaubt er, dass mehr möglich gewesen wäre. Er spricht von verpassten Chancen. „Wir hatten ein sehr konkurrenzfähiges Auto - aber es gab auch andere Faktoren." Denn nachdem die erste Saisonhälfte für ihn besonders stark verlief, ging das Momentum verloren, als er durch Aus- und Zwischenfälle fünf Rennen in Folge nicht punktete.
 
"In der ersten Hälfte der Saison lag ich auf dem vierten Platz in der Weltmeisterschaft mit einem guten Abstand zum Rest der Meute", blickt der Racing-Point-Fahrer zurück. "Dann, nach meinem Reifenschaden in Mugello, war es eine holprige Fahrt. Deshalb bin ich ein wenig frustriert, das wir in einigen Rennen nicht in die Punkte gefahren sind. Es gab eine Menge Möglichkeiten, die wir nicht genutzt haben. In Mugello waren wir auf Podiumskurs und hatten einen Reifenschaden“, sagt Stroll. Das Nürburgring-Rennen musste er wegen seiner Corona-Infektion auslassen. „Dann gab es noch einige unglückliche Rennen, wo wir nicht ins Ziel gekommen sind und keine Punkte geholt hatten. Also sehe ich einige verpasste Chancen in der abgelaufenen Saison“, ärgert sich der Kanadier. Trotzdem sieht Lance Stroll die Saison 2020 insgesamt positiv. „Das Jahr war gut! Es hat Spaß gemacht in einem konkurrenzfähigen Auto zu sitzen, mit der Chance an der Spitze mitfahren zu können. Das hat sich großartig angefühlt.“

Horst Bernhardt / DW