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Die Saison 2019 ist für Renault weniger erfolgreich verlaufen als gedacht
© mspb | Zoom

Formel 1 Insider: Beim Abschied in Abu Dhabi lobte das Renault-Team Nico Hülkenberg in den höchsten Tönen

Die Saison 2019 ist für Renault weniger erfolgreich verlaufen als gedacht. Der einzige, der niemals seine gute Laune verlor, war Daniel Ricciardo. Der Australier hat aber auch allen Grund zu lachen: Sein Wechsel von Red Bull zu Renault hat ihn zum reichen Mann gemacht! Er spielt heute finanziell fast in einer Liga mit Vettel, Hamilton und Verstappen. Mit Esteban Ocon hat Ricciardo einen neuen Teamkollegen.

Der Franzose Ocon ist einer der Schnellsten der jungen Generation und war in der Formel 3 der einzige, der Max Verstappen Paroli bieten konnte (und mit dem Holländer immer wieder aneinander geraten ist). Ocon war bis im Vorjahr als Mercedes Junior unter Vertrag, erhielt aber nie die Chance auf das Werks-Cockpit. Als Renault ihn für 2020 verpflichten wollte, legte ihm Mercedes-Sportchef Toto Wolff keine Stein in den Weg und ließ ihn ziehen.  Ocon übernimmt das Cockpit von Nico Hülkenberg, dessen Vertrag Ende 2019 nicht verlängert wurde. Bei seinem Abschied in Abu Dhabi lobte das Renault-Team Hülkenberg in den höchsten Tönen. Nur weiterfahren lassen wollte man den Deutschen nicht, der auch bei Renault in drei Jahren glücklos war und sich gegen Ricciardo wie erwartet nicht durchsetzen konnte. Diese Aufgabe –den teuren Ricciardo zu schlagen- hat in der neuen Saison Esteban Ocon. Renault-Berater Alain Prost ist ein politischer Fuchs.  Sollte der 23 jährige Franzose Ocon 2020 mit Renault erfolgreich sein, wird es die Renault-Führung sehr schwer haben, dem Formel1 Engagement des französischen Automobilkonzerns den Stecker zu ziehen. Die derzeitige Renault-Chefin  Clotilde Delbos gilt nicht als F1-Fan und sieht vor allem die schlechte Kosten/Nutzen-Rechnung  des F1-Projekts...

Lukas Gorys