Formel 1 GP Australien 2019: Fünf Erkenntnisse nach dem Formel-1-Auftakt in Melbourne
(Speed-Magazin.de / Formel 1 GP Australien 2019) Ferrari und Sebastian Vettel sind überraschend hintendran, der "falsche" Mercedes-Fahrer ist vorn, Nico Hülkenberg hat mit Renault noch viel Arbeit vor sich. Der SID hat die wichtigsten Erkenntnisse nach dem Formel-1-Auftaktrennen in Australien zusammengestellt:1. Alarmstufe Rot!
In der Formel 1 gibt es die alte Weisheit, dass man den Testfahrten nicht zu viel Bedeutung beimessen soll. In diesem Jahr aber konnte sich kaum ein Beobachter der Zeitentabelle entziehen: Zu souverän, nahezu unantastbar präsentierte sich Ferrari in Barcelona. Die Konkurrenz von Mercedes gab sich ratlos ob der Performance der Roten und der eigenen Schwäche. Sebastian Vettels neuer Teamkollege
© Lukas Gorys
2. Den netten Herrn Bottas gibt es nicht mehr!
Wer zuletzt noch über den Zehntagebart und die markigen Ansagen des Finnen geschmunzelt hatte, dem dürfte in Melbourne das Lachen vergangenen sein. Den netten Herrn Bottas gibt es nicht mehr! Beim Start überflügelte er Rekordjäger und Weltmeister Lewis Hamilton
© Lukas Gorys
3. Red Bull hat Kontakt zur Spitze!
Max Verstappen ist ein Megatalent, wahrscheinlich sogar ein kommender Weltmeister. Platz drei zum Auftakt in Australien ist schon einmal eine gute Grundlage für den 21-jährigen Niederländer, der in den vergangenen Jahren schon vor Beginn der Europa-Saison einen gewaltigen Punkterückstand auf die Spitze hatte. Vor allem kamen seine 15 Punkte nicht von ungefähr. Der Red Bull ist schnell. In Melbourne kassierte Verstappen nicht nur Vettel, er wäre fast auch an Hamilton vorbei gekommen und Zweiter geworden. Honda zum Motorenpartner zu machen und damit zum verkappten Werksteam zu werden, scheint die goldrichtige Entscheidung gewesen zu sein.
4. Nico Hülkenberg hat mit Renault noch viel Arbeit vor sich!
© Renault
5. Charles Leclerc hat keine Superkräfte!
Nein, Leclerc hat Sebastian Vettel in Australien keineswegs die Grenzen aufgezeigt. Im Qualifying war der Ferrari-Neuling klar langsamer als der Platzhirsch aus Deutschland. Auch im Rennen ging für den 21-jährigen Monegassen erst in der Schlussphase etwas. Weil Vettels Reifen massiv abbauten, hätte Leclerc dem viermaligen Weltmeister unter normalen Umständen den vierten Platz streitig gemacht. Er verzichtete darauf, auf Geheiß des Teams. Talent hat der Monegasse unbestritten, doch er muss sich erst noch an den Druck bei der Scuderia gewöhnen.
Formel 1 WM Stand Fahrerwertung:
1. Bottas 26
2. Hamilton 18
3. Verstappen 15
4. Vettel 12
5. Leclerc 10
6. Magnussen 8
7. Hülkenberg 6
8. Räikkönen 4
9. Stroll 2
10. Kvyat 1
Formel 1 WM Stand Teamwertung:
1. Mercedes 44
2. Ferrari 22
3. Red Bull 15
4. Haas 8
5. Renault 6
6. Alfa Romeo 4
7. Racing Point 2
8. Toro Rosso 1
9. McLaren 0
10. Williams 0
Formel 1 GP Australien: F1 Insider Lukas Gorys ist skeptisch https://t.co/vR0X19u6Bo pic.twitter.com/sk7EnwoQMH
— JackieRacing (@jackieracing) 17. März 2019
SID
Australien - Melbourne: News & Ergebnisse