Formel 1 Exclusiv: 40 Jahre Williams F1 Team - Teil 3
(Speed-Magazin.de / F1 / Horst Bernhardt) Mit BMW hatte Williams ab 2000 wieder einen potenten Motorenpartner an seiner Seite und es stellten sich in der Folge auch wieder Erfolge ein. In den ersten beiden Jahren der Zusammenarbeit mit BMW konnte jeweils Platz drei im Konstrukteurs-Championat erreicht werden. Juan-Pablo Montoya ersetzte Zanardi und fuhr neben Ralf Schumacher. Schumacher gewann 2001 die Grand Prix von San Marino, Kanada und den deutschen Grand-Prix in Hockenheim und wurde vierter der Fahrer WM. Montoya gewann in Monza. Mit den gleichen Fahrern bestritt Williams auch die Saison 2002.
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Toyota Kundenteam
Nach der Trennung von BMW begann für Williams eine schwierige Zeit mit wenig Erfolgserlebnissen. Das ehemalige Spitzenteam rutschte in die mittelmäßigkeit ab. 2007 hatte man mit Toyota wieder einen Motorenpartner mit Werks-Know-How an seiner Seite, aber die Erfolge blieben aus. Nico Rosberg und Alex Wurz konnten insgesamt 33 WM Punkte einfahren, was für Williams zu Platz vier im Konstrukteurs-Championat reichte. Nico Rosberg fuhr in den kommenden zwei Jahren noch dreimal in die Punkteränge. Das einstmalige Weltmeister-Team rutschte immer weiter nach hinten in der Team Hirarchie der Formel1.
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2010 und 2011 hatten die Williams Renner wieder Cosworth Motoren im Heck. Rubens Barichello und Nico Hülkenberg erzielten im ersten Jahr 69 WM-Punkte. Für 2011 holte man Pastor Maldonade ins Team nachdem man sich von Hülkenberg getrennt hatte. Ganze fünf Punkte konnten Barichello und Maldonado einfahren. Der FW33 war unzuverlässig und zu langsam. Der technische Leiter Sam Michael übernahm die Verantwortung für die verkorkste Saison und verließ das Team am Ende der Saison.
Zurück zu Renault
2012 und 2013 vertraute Williams wieder auf Triebwerke von Renault. Pastor Maldonado stellte den FW34 beim Spanien Grand-Prix 2012 auf Startplatz zwei. Pole Sitter Hamilton wurde nach dem Qualifying disqualifiziert. Maldonado startete von Position eins und gewann den Grand-Prix vor Fernando Alonso und bescherte dem Team den ersten Sieg seit 2004. Das aktuelle Auto war zuverlässig und für Punkteränge gut, Maldonados Sieg blieb jedoch der einzige Podestplatz. Claire Williams übernahm das Ruder von ihrem Vater und konnte 2013 den Absturz auf Platz neun in der Team-Wertung nicht verhindern. Lediglich Marussia und Caterham waren im Endklassement hinter dem Traditions-Team angesiedelt.
Williams-Mercedes
Mit der Saison 2014 trat ein neues Motorenreglement in Kraft und in der Formel 1 setzte auf 1,6 Liter Turbo-Hybrid-Aggregate. Williams konnte Mercedes als Motorenpartner gewinnen. Pat Symonds konstruierte den FW36 der von Valtteri Bottas und Felipe Massa gefahren wurde. Mit Martini war ein neuer Hauptsponsor an Bord was die finanzielle Situation auf eine solide Basis stellen sollte. Bottas erzielte mit zwei 2. und vier 3. Plätzen sowie neun weiteren Punkterängen 186 Zähler und wurde vierter in der Fahrerwertung. Massa wurde einmal 2. und zweimal 3. und beendete die Saison auf Gesamtrang sieben. In der Team-Wertung kam Williams auf den dritten Platz hinter Mercedes und Red Bull-Racing. Massa und Bottas bildeten auch in 2015 und 2016 das Piloten-Duo bei Williams Mercedes. Im zweiten Jahr der neuen Partnerschaft reichte es allerdings nur zu vier Podestplätzen. Massa und Bottas kamen jeweils zweimal als dritte ins Ziel. Der Finne belegte am Saisonende Platz fünf, Massa wurde sechster.
[Picture_3]Im Team-Championat kam Williams wie im Vorjahr auf den dritten Rang.
Der Abwärtstrend hielt auch in der Saison 2016 an. Lediglich Bottas konnte mit Platz drei in Kanada einmal auf das Podest fahren. Am Jahresende hatte er 85 Punkte auf seinem Konto und Platz acht im Endklassement. Massa kam mit 53 Punkten lediglich auf den elften Platz. Im Team-Championat beendete Williams die Saison auf Platz fünf. Die Partnerschaft mit Mercedes wird auch in der neuen Saison fortgeführt. Masse erhielt für 2017 keine Vertragsverlängerung und gab beim Brasilien GrandPrix seinen Rücktritt aus der Formel 1 bekannt. Seinen Platz übernimmt der Kanadier Lance Stroll der 2016 überlegen die Formel 3-Europameisterschaft gewonnen hat. Aber wie so oft im Leben entwickelte sich die Situation auf dem Fahrermarkt anders wie man es geplant hatte. Nico Rosberg trat nach seinem Titelgewinn völlig unerwartet zurück. Mercedes brauchte einen gleichwertigen Ersatz und lotste Bottas ins Weltmeister-Team. Nun brauchte Williams einen erfahrenen Mann neben Rookie Stroll. Claire Williams flirtete daraufhin wieder mit Felipe Massa, der dann seinen Rücktritt vom Rücktritt bekanntgab um 2017 wieder für Williams am Start zu stehen.
Williams gewann in der 40jährigen Team-Historie neun mal das Konstrukteurs-Championat, sieben Fahrer-WM-Titel, nahm an 657 Grand-Prix teil und fuhr 114 Siege ein. 128 mal standen Williams Autos auf der Pole-Position und fuhren 133 schnellste Rennrunden.
Formel 1 Exclusiv: 40 Jahre Williams F1 Team - Teil 1
Formel 1 Exclusiv: 40 Jahre Williams F1 Team - Teil 2
Horst Bernhardt / JM