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Am Nachmittag übernahm Valtteri das Auto. Auch er konzentrierte sich auf Systemchecks und fuhr eine Rennsimulation. Sein Testtag wurde schlussendlich in Folge eines elektrischen Problems ein bisschen früher als geplant beendet
© Lukas Gorys | Zoom

Formel 1: Das Mercedes-AMG Petronas F1 Team beendete den 2.Tag der Testfahrten nach insgesamt 183 Runden

Das neue Auto des Mercedes-AMG Petronas F1 Teams, der F1 W11 EQ Performance, legte am zweiten Tag der Saisonvorbereitung auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya knapp 800 Kilometer zurück. Die Testarbeit teilten sich Lewis und Valtteri auf.

Formel 1 Test Barcelona 2020

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Lewis Hamilton
 
Bottas: "Ich selbst kann viel aus der Rennsimulation lernen und sie weiter analysieren."
© Lukas Gorys
Heute war erneut ein wundervoller Tag hier in Barcelona und wir konnten viele Kilometer mit dem neuen Auto zurücklegen. Wir haben eine Rennsimulation am Vormittag absolviert – das ist klasse für unsere Zuverlässigkeit und zeigt was für eine Basis wir haben. Heute ist wahrscheinlich der erste Testtag, an den ich mich erinnern kann, an dem ich nach dem Ende noch weiterfahren wollte. Uns blieben noch 20 Minuten und ich wollte die Zeit bestmöglich ausnutzen und mehr Runden fahren, aber uns waren die Reifen ausgegangen. Es fühlte sich wie ein guter Tag an und ich bin physisch in einer fantastischen Verfassung. Es ist ein großartiges Gefühl, eine Rennsimulation hinter sich gebracht zu haben und trotzdem noch das Gefühl zu haben, weitere 100 Runden fahren zu können.
 
Valtteri Bottas
 
Wir sind am Nachmittag 77 Runden gefahren, das ist eine gute Zahl. Aber unser Test wurde durch ein Problem vorzeitig beendet, was den Tag ein wenig schwieriger gestaltete. Alles in allem war es aber ein guter Tag, um mehr über das Auto zu lernen. Wir sind viele Kilometer gefahren und ich bin beinahe eine komplette Rennsimulation gefahren. Daraus können wir viele Lehren und jede Menge Daten ziehen, die wir uns bis morgen ansehen werden. Ich selbst kann viel aus der Rennsimulation lernen und sie weiter analysieren. Das Auto fühlte sich gut an und ich freue mich darauf, den Test morgen fortzusetzen. Hoffentlich erwartet uns dann ein reibungsloser Tag.
 
Das Testprogramm konzentrierte sich auf Systemchecks und Aerodynamikvergleiche, Long-Run-Simulationen und Boxenstoppübungen
© Daimler


James Allison
 
Wir sind alle ein wenig enttäuscht, dass der heutige Tag vorzeitig zu Ende war. Aber wir können uns damit darüber hinwegtrösten, dass wir das Problem schnell lösen können und wir bis dahin schon 183 Runden zurückgelegt hatten. Genau deswegen absolvieren wir ja Testfahrten. Es ist ermutigend, dass sich das Auto am zweiten Testtag ehrlich, gut und ordentlich schnell angefühlt hat. Die Rennsimulation von Lewis am Vormittag war sauber und jene von Valtteri war, bis sie unterbrochen wurde, ebenfalls auf einem guten Weg. Es war auch ein interessanter Tag, da wir zum ersten Mal mit dem DAS-System gefahren sind. Gemeinsam mit den Fahrern lernen wir immer mehr über das System und sehen, was es uns in der kommenden Saison bringen kann. Jetzt freuen wir uns auf den letzten Testtag in dieser Woche, an dem wir unsere Arbeit fortsetzen werden, um alle unsere Aufgaben bis zum Saisonstart in Melbourne zu erledigen.
 
Feature des Tages: Warum ist Barcelona eine gute Strecke für Testfahrten?
 
Mercedes-Benz Power Units legten heute insgesamt 2.067 km zurück
© Jackie Weiss
Der Streckenverlauf des Circuit de Barcelona-Catalunya bietet eine gute Mischung aus verschiedenen Charakteristiken. Es gibt langsame, mittelschnelle und schnelle Kurven, aber auch zwei relativ lange Geraden, auf denen die F1-Autos hohe Geschwindigkeiten erreichen – mehr als 300 km/h auf der Start-/Zielgeraden und etwas weniger auf der Gegengeraden. Diese Kombination aus unterschiedlichen Streckencharakteristiken macht den Circuit de Barcelona-Catalunya alles in allem zu einem guten Referenzpunkt, da die Teams viel über die Performance ihres Autos in verschiedenen Situationen lernen können. Dazu zählen unter anderem die Fahrzeugbalance und der Umgang mit den Reifen. Die Teams werden diese Informationen dazu verwenden, das bestmögliche Setup für ihre Autos zu finden, damit diese die maximale Performance erreichen. Entsprechend ist es sehr hilfreich, auf einer Strecke zu testen, auf der eine Vielzahl an Charakteristiken anzutreffen sind. Es gibt jedoch einen möglichen Nachteil der Testfahrten in Barcelona und das ist die geographische Lage der Strecke. Denn diese bedeutet, dass das Wetter unter Umständen knifflig sein kann. 2018 verloren die Teams zum Beispiel einen Testtag wegen schlechten Wetters – die Strecke war schneebedeckt und vereitelte somit, dass die F1-Autos rausfahren konnten. In diesem Jahr sieht die Vorhersage jedoch vielversprechend aus. Die Wetterfrösche rechnen mit relativ milden Temperaturen und Sonnenschein. Aber selbst an einem schönen Tag liegen die Temperaturen normalerweise deutlich unter jenen, welche die Teams einige Monate später bei ihrer Rückkehr zum Großen Preis von Spanien erwarten werden. An einem kalten, bewölkten Tag während der Wintertestfahrten übertreffen die Streckentemperaturen selten 20 Grad Celsius und selbst an einem relativ milden und sonnigen Tag liegen sie normalerweise zwischen 25 und 30 Grad. An einem sonnigen Tag im Mai kann die Streckentemperatur aber locker 40 Grad und mehr betragen. Das hat einen großen Einfluss auf das Auto und die Reifen.

Position

Fahrer

Team

Beste Rundenzeit

Runden absolviert

1

Kimi Räikkönen (7)

Alfa Romeo

1:17.091

134

2

Sergio Perez (11)

Racing Point

1:17.347

145

3

Daniel Ricciardo (3)

Renault

1:17.749

41

4

Alex Albon (23)

Red Bull

1:17.912

134

5

Pierre Gasly (10)

AlphaTauri

1:18.121

147

6

Sebastian Vettel (5)

Ferrari

1:18.154

73

7

George Russell (63)

Williams

1:18.266

116

8

Charles Leclerc (16)

Ferrari

1:18.335

49

9

Lewis Hamilton (44)

Mercedes-AMG Petronas F1 Team

1:18.387

106

10

Lando Norris (4)

McLaren

1:18.474

137

11

Romain Grosjean (8)

Haas

1:18.496

158

12

Esteban Ocon (31)

Renault

1:18.557

52

13

Valtteri Bottas (77)

Mercedes-AMG Petronas F1 Team

1:19.307

77


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