Lauda freut sich, dass Pirelli handelt
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Formel 1 2013 Live: Niki Lauda - Dass Pirelli handelt ist sehr positiv

(Speed-Magazin / Formel-1 2013) Nach dem Reifenchaos in Barcelona, wo nahezu alle Teams eine Vier-Stop-Strategie verfolgten, reagierte Pirelli letztendlich auf die scharfe Kritik. Bereits in Kanada sollen haltbarere Pneus geliefert werden. Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda reagierte positiv auf die Änderungsankündigung vom italienischen Reifenhersteller.

In Barcelona beim fünften Saisonrennen der Formel-1 spielten die Reifen mehr denn je eine wichtige Rolle. Fast alle Fahrer besuchten vier Mal die Boxengasse um auf frische Gummis zu wechseln. „Keiner versteht mehr was passiert, und wir sehen keine Rad-an-Rad-Duelle mehr, weil sich jeder nur noch auf seine Reifen konzentriert“, wird Niki Lauda bei Speedweek zitiert.

„Es kann nicht der Sinn sein, dass der Langsamste das Rennen gewinnt! Jeder hofft das Arbeitsfenster der Reifen zu treffen, und oft gelingt das nur durch Zufall“, ärgert sich der Österreicher. Lauda meint: „Sie müssen wieder Vollgas geben dürfen.“ Zuletzt schien keiner der Piloten mehr mit den Reifen richtig zufrieden gewesen zu sein. „Es war klar dass mit den Reifen etwas nicht in Ordnung war.“

Nach dem Rennen überschwemmte Pirelli eine Flut der Kritik, neben Weltmeister Sebastian Vettel und Red Bull ärgerten sich auch Mercedes und andere Fahrer über die Pneus. Der Exklusiv-Reifenausrüster entschied deshalb bis zum Formel-1 GP in Kanada haltbarere Reifen zu liefern. „Dass Pirelli handelt ist sehr positiv.  Und ich spreche hier als neutraler Beobachter und nicht als Mercedes-Vorstand“, so Lauda.

Stephan Carls

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