Rosberg holt seine dritte Pole für Mercedes
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Formel 1 2013 Live - Grand-Prix Spanien: Trotz Doppelpole für Mercedes keine Euphorie bei den Stuttgartern

(Speed-Magazin / Formel-1 2013) Für das Mercedes F1-Team hätte der Samstag nicht besser enden können. Nico Rosberg und Lewis Hamilton fuhren im Qualifying zum Grand-Prix von Spanien auf dem Circuit de Catalunya eine silberne Startreihe eins heraus. Dennoch bricht bei Mercedes keine Euphorie aus, da man bislang die Performance aus dem Qualifying nicht im Rennen umsetzten konnte.

„Es ist ein großartiges Gefühl, erneut auf der Pole Position zu stehen“, freute sich Nico Rosberg nach seiner dritten F1-Pole. „Dieses Wochenende war bislang sehr positiv und es ist eine Freude, zu sehen, wie sich das Team verbessert und sich gemeinsam durch die Probleme hindurchkämpft“, lobte der 27-jährige das Team. „Ich weiß, dass alle im Werk und zuhause heute Nachtmittag zugeschaut haben und für uns alle war das ein tolles Erlebnis.“

Nico Rosberg hofft auf gute Performance im Rennen

Silberne Startreihe Eins in Barcelona
Silberne Startreihe Eins in Barcelona
© Lukas Gorys
Bei all der Freude blieb der Pole-Sitter jedoch auf dem Boden der Tatsachen. „Wir alle wissen aber auch, dass das erst die halbe Miete ist und haben als Beweis dafür noch die schmerzlichen Erinnerungen an das im Kopf, was in Bahrain passiert.“ Auch wenn man seitdem stark an der Performance im Rennen gearbeitet hat, ist die Strecke sehr hart zu den Reifen, besonders was das Graining angeht. „Das Rennen wird also eine große Herausforderung und unser Ziel ist es, ein gutes Resultat für das Team einzufahren und das Meiste aus der Möglichkeit zu machen, dass wir von ganz vorne losfahren dürfen“, so Rosberg abschließend.

Auch Teamkollege Lewis Hamilton war mit der ersten Startreihe keineswegs unglücklich. „Das war heute großartige Arbeit vom Team und ich bin so glücklich, dass wir im Qualifying heute gleich einen Doppelerfolg feiern durften“, freute sich der Brite über das gute Team-Ergebnis. „Für uns ist es ein richtiger Bonus, so weit vorne zu stehen und rührt nur von der ganzen harten Arbeit her, die das Team in dieses Auto gesteckt hat“, erklärte Hamilton. „Dafür kann ich ihnen gar nicht genug danken. Natürlich wäre auch ich gerne noch einen Platz weiter vorne, aber Nico hat heute einen herausragenden Job gemacht und seine Runde einfach ideal hinbekommen“, lobt Hamilton seinen Teamkollegen.

Hamilton selbst habe jedoch bereits über das gesamte Wochenende ein wenig Probleme mit der Balance des Autos gehabt. „Das war auch heute noch der Fall, also müssen wir uns einmal ansehen, was wir da für das Rennen machen können", erklärte der 28-jährige. „Den Reifenverschleiß einzudämmen wird meine größte Herausforderung, wobei die generelle Pace nicht so schlecht ist. Es wird hart, diese Positionen auch im Rennen zu halten - aber wir geben unser Bestes.“

Der Mercedes-Teamchef Ross Brawn war natürlich mit der Ausbeute aus dem fünften Saison-Qualifying zufrieden. „Das war heute ein toller Job von unserem Team und von beiden Fahrern: Ich glaube, wir haben dieses Jahr die stärkste Fahrerpaarung in der Formel 1 und das haben sie heute wieder eindrucksvoll bewiesen", sprach der Brite seinen beiden Piloten und dem gesamten Team am Samstag ein Lob aus.

Mercedes muss abwarten wie es sich im Rennen entwickelt

Hamilton hat ein wenig Balance-Probleme
Hamilton hat ein wenig Balance-Probleme
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Dennoch schwebt das Team nicht auf Wolke sieben, da man sich gut an das Rennen in Bahrain erinnern kann. „Wir haben dieses Wochenende fleißig gearbeitet, um die richtigen Lösungen zu finden und unsere Performance sowie die Konstanz unter Rennbedingungen zu verbessern“, meinte Brawn. Der Brite ist jedoch nicht der Meinung, dass man im Rennen das stärkste Team sei. „Aber immerhin starten wir schon einmal von der bestmöglichen Position aus“, so Brawn. „Wir müssen nun erst einmal gut durch den ersten Stint kommen, der auf den weicheren Reifen sicher interessant wird.“ Man müsste danach die Entwicklung des Rennens abwarten und sehen, was passiert.

Die Freude über die silberne Startreihe Eins lag auch ganz beim Mercedes Motorsportchef Toto Wolff. „Für uns war es heute Nachmittag eine schöne Überraschung, unsere beiden Autos ganz vorne auf der Zeitenliste wiederzufinden, aber wir wissen, dass der Sonntag schon eine kompliziertere Angelegenheit für uns wird“, glaubte der Österreicher. Man habe bereits das komplette Wochenende auf das Rennen hingearbeitet. „Klar ist aber auch, dass wir mit den Reifen härter umgehen als unsere Rivalen. Morgen werden wir sehen, welche Fortschritte wir bei der Verbesserung dieser Situation und mit unserer Pace im Rennen erzielet haben“, sagte Wolff am Samstag.

Stephan Carls

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