Gutierrez rauscht knapp an den Punkterängen vorbei
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Formel 1 2013 Live - GP Barcelona: Boxenstopp-Schlamassel kostete Sauber Punkte

(Speed-Magazin / Formel-1 2013) Der Spanien Grand-Prix auf dem Circuit de Catalunya war durch eine hohe Anzahl von Boxenstopps geprägt. Ganze 82 Stopps absolvierten die F1-Protagonisten, wovon alleine zehn auf das Konto von Nico Hülkenberg und Esteban Gutierrez gingen. Darunter waren jedoch ein Frontflügelwechsel, sowie eine Stop-and-Go-Strafe von Nico Hülkenberg.

„Wir wussten, dass es ein schwieriges Rennen werden wird“, sagte Nico Hülkenberg nach dem fünften Saison Grand-Prix. „Der Start ist uns ganz gut gelungen und bis zu dem Vorfall in der Boxengasse sahen wir nicht so schlecht aus. Mitte des Rennens haben wir auf eine Vierstopp-Strategie gewechselt.“

Gutierrez nur knapp an den Punkterängen vorbei

„Der Vorfall hat uns dann natürlich das Rennen kaputt gemacht, das Timing war nicht optimal, aber wir sind ein Team und müssen uns den Vorfall genau ansehen“, ärgerte sich der Emmericher, der am Ende nur 15. wurde. „Insgesamt war das Auto recht schwierig zu fahren und ich denke, wir haben nach wie vor unsere Hausaufgaben zu tun.“

„Ich habe mich heute darauf fokussiert, das Maximum herauszuholen und so ein Ergebnis zu erzielen ist ein wichtiger Schritt, für mich und für das Team“, freute sich Gutierrez über seinen elften Platz. „Das Team war geduldig mit mir, hat mir die richtigen Werkzeuge zur Verfügung gestellt und mich immer gut unterstützt.“

Hülkenberg steuerte ganze sechmal die Box an
Hülkenberg steuerte ganze sechmal die Box an
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„Es war ein schweres Rennen, indem das Reifenmanagement sehr wichtig war“, fügte der Mexikaner hinzu. „Am Anfang war ich überrascht, wie viel ich aus den Reifen herausholen konnte. Die letzten zwei Stints waren da schon etwas schwieriger. Insgesamt war es ein Schritt nach vorne.“

Teamchefin Monisha Kaltenborn war nach dem erneut punktlosen Rennen enttäuscht. „Ein Rennen ohne Punkte zu beenden, ist natürlich immer enttäuschend, dennoch gab es auch einiges Positives, das wir mitnehmen können, u.a. unser verbessertes Verständnis vom Auto und die Bestätigung, dass die im Vorfeld getroffenen Massnahmen gegriffen haben.“

Man habe durchaus nicht erwartet, einen Quantensprung zu machen weil man wusste, dass die Konkurrenten auch Entwicklungspakete mitbringen würden. „Aber wichtig war, dass unsere Verbesserungen gegriffen haben. Dennoch müssen wir uns weiter verbessern. Die Analyse von diesem Wochenende wird uns helfen, in Zukunft grössere Entwicklungsschritte zu machen“, meinte die Schweizerin.

„Nico war in einer starken Ausgangslage, als er bei einem Boxenstopp das Zeichen zum Wegfahren zu früh erhielt und als Folge davon seinen Frontflügel beschädigte“, erklärte Kaltenborn. „Esteban zeigte eine sehr starke Leistung, über die wir uns sehr freuen. Wir hoffen, dass ihm dieses Rennen Vertrauen gibt.“

Vorfall in der Boxengasse kostete Hülkenberg ein besseres Resultat

„Beide Fahrer sind heute ein starkes Rennen gefahren. Leider hat der Vorfall in der Boxengasse Nico ein gutes Resultat gekostet“, sagte der Chef-Ingenieur Tom McCullough. „Esteban ist ein sehr starkes Rennen gefahren und hat gut mit den Ingenieuren zusammengearbeitet, um das Maximum rauszuholen.“

„Obwohl er von Platz 19 gestartet war, hat er den zehnten Platz um weniger als eine halbe Sekunde verpasst“, so der Brite. „Unsere Geschwindigkeit im Rennen war heute stärker als in den letzten Rennen, was uns zuversichtlich stimmt. Wir freuen uns nun auf das nächste Rennen in Monaco.“

Stephan Carls

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