Grosjean will wieder aufs Podium
© Lotus | Zoom

Formel 1 2013 - Grand-Prix Spanien: Romain Grosjean - Ich habe die Teile zu meiner Verfügung

(Speed-Magazin / Formel-1 2013 / Lotus F1) Nach seinem ersten Podium der Saison in Bahrain sieht der Fahrer des Autos mit der Nummer 8, Romain Grosjean keinen Grund, warum diese Plätze nicht die Regel werden sollten. In Barcelona will der Franzose erneut angreifen und seinem Team das nächste Podiumsergebnis liefern.

Warum lief es in Bahrain nach einem Saisonstart, der Hinter deinen hohen Erwartungen zurückgeblieben ist, besser?
Romain Grosjean: „Es ist kein Geheimnis, dass ich vor Bahrain nicht das richtige Gefühl für mein Auto hatte. Es war weder das Chassis, die Aerodynamik oder ähnliches, doch wir haben eine Weile gebraucht alles zu meiner Zufriedenheit einzustellen und das war frustrierend. Wir haben das Problem erkannt und ich fühle mich nun viel wohler. Ich hatte am Sonntag in Bahrain ein gutes Gefühl und erreichte dadurch das Podium. Ich habe die mehr oder weniger bestmögliche Position aus dem Auto geholt, was ein Ziel als Fahrer ist. Der dritte Platz war der verdiente Erfolg für die harte Arbeit aller.“

Wie schön war dieses Podium nach dem schweren Start in das Jahr?
Grosjean: „Das Rennen hat mit den vielen Überholmanövern Spaß gemacht. Es gab eine Menge aufregende Momente, als es sehr eng wurde, doch es hat Spaß gemacht! Von Platz elf auf das Podium zu fahren ist wirklich zufriedenstellend. Ich sah auf der Boxentafel P$ und, dass Paul nicht zu weit weg war, daher dachte ich „holen wir uns dieses Podium, auf geht’s!“ Ich wusste, dass ich frischere Reifen hatte, doch es war nicht einfach, da ich gleichzeitig auf diese aufpassen musste und das ist für einen Fahrer, der ein anderes Auto in Sichtweite hat, sehr schwierig. Glücklicherweise haben wir es kurz Ende geschafft ihn zu überholen und den Vorsprung zu halten.“

Grosjean fuhr in Bahrain ein gutes Rennen
Grosjean fuhr in Bahrain ein gutes Rennen
© Lotus
Was glaubst du, wie gut entwickelt sich der E21?
Grosjean: „Wir konnten bessere Rundenzeiten beobachten daher wussten wir, dass die Updates wirken. Schon das letztjährige Auto war sehr gut – wir haben 2012 zehn Podiumsplätze geschafft – daher ist es schön zu sehen, dass wir wieder bei der Musik sind. Ich fühle mich im Auto viel wohler und hoffe, dass dieses Jahr noch viele Erfolge anstehen.“

Wie denkst du über das Reifenmanagement?
Grosjean: „Das Reifenmanagement ist immer Teil von Qualifying und Rennen. Ich weiß nicht, wie die anderen darüber denken, ich weiß nur, dass ich immer alles gebe, um das beste Resultat zu ermöglichen. Natürlich kann man immer noch etwas mehr aus den Reifen holen, doch auch das ist Teil des Rennfahrerdaseins – man muss sich immer anpassen, um das Maximum rauszuholen.“

Was wird der Schlüssel zu einem guten Wochenende in Spanien sein?
Grosjean: „In Barcelona wird es wichtig sein sich gut zu qualifizieren, da es schwerer ist zu überholen. Als Team können wir uns in diesem Bereich noch etwas verbessern, doch wir haben bereits einige Ideen und können es hoffentlich in die erste Reihe schaffen.“

Wie denkst du über den Ciruit de Catalunya?
Grosjean: „Jeder kennt Barcelona aus den Tests sehr gut. Die ersten vier Kurven des ersten Sektors sind ziemlich schnell, zudem gibt es den langsamen letzten Sektor und dazwischen die Kurven 10-15. Ausgang Kurve 15 braucht man ein gutes Heck und viel Traktion. Es ist wichtig, die Hinterreifen nicht zu überhitzen und den Verschleiß zu kontrollieren – selbst mit den neu angepassten harten Reifen – da man ansonsten im Nirgendwo ist. Der Reifenabbau wird also immer noch Hauptfaktor für eine gute Performance im Rennen sein.“

Was ist nötig, um wieder auf das Podium zu fahren?
Grosjean: „Wieder vor der Konkurrenz ins Ziel zu kommen! Wir sind bereits zuverlässig, haben jedes Rennen in den Punkten beendet, doch nun wollen wir die guten Ergebnisse liefern. Ich habe nun alle Teile, die ich möchte, zu meiner Verfügung. In gewisser Weise startet meine Saison jetzt! Mein Podium in Bahrain war ein guter Beginn dieser Herausforderung. Wenn wir weiterhin so hart arbeiten bin ich sicher, dass wir großartiges erreichen können.“

Stephan Carls / Dennis Wiecke

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