Anzeige

Münchener Staatsanwaltschaft ermittelt seit 2011 gegen Ecclestone
© mspb | Zoom

Formel 1 2012 hinter den Kulissen: Zynismus in Valencia gegen den F1 Boss Bernie Ecclestone

(Speed-Magazin) Ob der Formel 1 BBB (Big Boss Bernie) Ecclestone Bestechungsgelder gezahlt hat oder nicht wird die Staatsanwaltschaft München klären müssen. Vielleicht ist auch alles nur an den Haaren herbeigezogen, und Ecclestone hat nichts zu verbergen. Fakt ist, dass die Münchener Staatsanwaltschaft bereits seit 2011 gegen den F1-Macher Bernie Ecclestone ermittelt. Beim GP Valencia macht sich jedenfalls Zynismus gegen Bernie Ecclestone breit.

Viel passiert zur Zeit mit und um den zu Lebzeiten schon historisch gewordenen kleinen Mann mit der grossen Nickelbrille (wie Ecclestone selbst sagt!). Während der Verhandlung in Bayern gegen den Skandal-Banker der Bayern LB Gerhard Gribkowsky, erklärte der ehemalige Risiko Vorstand der Bayrischen Landesbank, dass das angebliche Beraterhonorar von 34 Millionen Euro, das im Jahr

Ecclestone hat zugegeben dass er als Teamchef schummeln würde
Ecclestone hat zugegeben dass er als Teamchef schummeln würde
© mspb
2005 an Gribkowsky von Bernie Ecclestone gezahlt wurde, Bestechungsgeld war. Damit belastet er den Formel-1-Chef Bernie Ecclestone stark.

Bernie Ecclestone sieht das etwas anders, er hätte nur aufgrund von Erpressung gezahlt. Dennoch belastet die Aussage von Gerhard Gribkowsky den 81jährigen Briten stark. "Seit 2011 laufen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auch gegen Bernie Ecclestone", erklärte der Münchener Oberstaatsanwalt Thomas Steinhaus-Koch gegenüber Bild.de. Die warten jetzt zunächst erst einmal das Urteil und die Urteilsbegründung des Gerichts im Prozess gegen Gerhard Gribkowsky ab.

Neben der Münchener Staatsanwaltschaft sollen auch die Londoner Steuerbehörden ein Verfahren vorbereiten. Somit könnte die Luft für Ecclestone extrem dünn werden, wenn sich die Vorwürfe bestätigen sollten. "Wenn es jetzt nach der Aussage von Gribkowsky zum Prozess kommen sollte, droht Ecclestone wegen Bestechung eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren", erklärte der Star- und TV Anwalt Sewarion Krikitadse im Gespräch mit Bild.de. Der Formel 1-Boss will diese Vorwürfe jedoch nicht so einfach hinnehmen und plant juristische Schritte dagegen einzuleiten. Dass Gribkowsky ein Amtsträger gewesen sein soll, ist etwas, das Ecclestone angeblich nicht wusste.

Was den kleinen grossen Mann auch nicht wirklich gut aussehen lässt ist die neuerliche Aussage in einem Interview, wo er zugegeben hat, dass er "als Teamchef schummeln würde". Da ging es zwar um das von der FIA und der F1 aufgestellte Reglement - doch immerhin...

Stephan Carls