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Wird es jetzt ernst für Ecclestone?
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Formel 1 2012: Gribkowsky bekräftigt Schmiergeld-Vorwürfe gegen Ecclestone

(Speed-Magazin) Der zu achteinhalb Jahren Haft verurteilte Ex-Vorstand der BayernLB Gerhard Gribkowsky soll die Bestechungsvorwürfe gegen den Formel 1-Boss Bernie Ecclestone nochmals bekräftigt haben. Ecclestone will zum F1 Grand-Prix nach Hockenheim kommen.

Wie die ´Süddeutsche-Zeitung´ berichtet, soll Gribkowsky seine Aussage gegen Bernie Ecclestone nochmals bekräftigt haben. Die Münchener Staatsanwaltschaft, die dem Briten den Prozess machen will, arbeitet mit Hochdruck an den Ermittlungen gegen den F1-Boss, heißt es weiter.

Ecclestone will nach Deutschland kommen
Ecclestone will nach Deutschland kommen
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Offenbar habe man bereits mehrere Zeugen vernommen, um schnellstmöglich Anklage erheben zu können, bezieht sich die ´Süddeutsche-Zeitung´ auf Insiderkreise. Allerdings lässt Ecclestone derzeit über seine deutschen Anwälte verlauten, dass die 44 Millionen Dollar keine Schmiergeld sondern ein Schweigegeld gewesen seien, da Ecclestone vom ehemaligen Spitzenbanker Gribkowsky erpresst worden sei.

Gribkowsky, der nunmehr mit den Behörden kooperiert, hat nicht nur Bernie Ecclestone mit der Aussage belastet, sondern auch den britischen Finanzinvestor CVC Capital Paterns. Fakt ist, dass die Staatsanwaltschaft mit Gribkowskys Aussage gegen Ecclestone, schneller wie erwartet die Anklage erheben könnte, oder sogar einen Haftbefehl, berichtet ´Merkur-Online´.

Demnach könnten die Ermittler bereits beim Großen Preis von Hockenheim zuschlagen, wo Ecclestone bereits Termine hat. "Ja, ich muss dahin, um mit den Leuten vor Ort zu sprechen. Ich werde am Samstag dort sein", verriet der 81-Jährige dem ´Hamburger Abendblatt´. Weiter betonte der F1-Boss nochmals, dass er mit dem Gribkowsky-Verfahren nichts zu tun habe.

Stephan Carls

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