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Rémi Taffin im Gespräch
© Renault | Zoom

Formel 1 2012 GP Deutschland: Der Hockenheimring aus der Sicht des Motoren-Ingenieurs Rémi Taffin, Leiter des Renault Sport F1 Einsatzteams

(Speed-Magazin) „Der badische Formel 1-Kurs, der alle zwei Jahre einen Grand Prix austrägt, hält für uns von Renault stets eine interessante Aufgabe bereit – denn 24 Monate sind in diesem Sport eine sehr lange Zeit, in der sich stets auch die Technik der Rennwagen enorm verändert. Dies betrifft das Chassis ebenso wie die Art und Weise, wie unsere Achtzylinder-Motoren in das Fahrzeug integriert werden. Aus diesem Grunde setzen wir zur Vorbereitung noch stärker auf Simulations-Technologien als bei Strecken, die wir jedes Jahr besuchen. Auch am Donnerstag und Freitag vor dem Rennen sind wir viel intensiver als üblich damit beschäftigt, die Daten der Prüfstände und Rechenprogramme mit den realen Werten abzugleichen.

Die Charakteristik des Hockenheimrings ähnelt jener von Silverstone. Der Kurs ist sehr flach, also ohne große Steigungen oder Gefälle. Und zu den längeren Geraden gesellen sich Kurven, die mit ganz unterschiedlichen Geschwindigkeiten durchfahren werden. Dies bedeutet für unsere RS27-Achtzylinder: Sie müssen über das gesamte Drehzahlband gleich gut funktionieren.

Hockenheim-Bilanz Renault: 146 Siege, 198 Poles
Hockenheim-Bilanz Renault: 146 Siege, 198 Poles
© Renault
Fast alle unsere Partner setzen in Deutschland jene V8 ein, die bereits den Großen Preis von Großbritannien in Silverstone bestritten haben. Auf diese Weise können wir unseren Motoren-Pool vor der Sommerpause optimieren. Nach den Ferien stehen mit Spa-Francorchamps und Monza zwei Strecken auf dem Programm, bei denen die Leistung noch deutlicher in den Vordergrund tritt. Deswegen ist es uns lieber, dort mit frischen Aggregaten an den Start zu gehen, als in Hockenheim, das in dieser Hinsicht nicht ganz so materialintensiv ist.

Ein besonderes Augenmerk richten wir in diesem Jahr auch auf das Wetter. Normalerweise ist es in Deutschland am Rennwochenende immer sehr heiß. Jetzt aber müssen wir eher mit Temperaturen zwischen 16 und 20 Grad Celsius rechnen als mit den sonst üblichen 30 Grad. Deswegen werden unsere Motoren nicht anders funktionieren. Aber wir müssen der perfekten Feinabstimmung aller Parameter eine größere Aufmerksamkeit widmen. Einmal mehr steht uns also ein spannender Grand Prix bevor.“

Renault / SC

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