Anzeige

Die Scuderia hat zwar nicht dieses extremen Seitenkästen wie der Red Bull, aber der Ferrari läuft trotzdem wie am Schnürchen...
© Lukas Gorys | Zoom

F1 Insider Gorys live aus Barcelona: Der Angriff von Russland ist auch bei den Teams ein grosses Thema

(Formel 1 Insider Lukas Gorys in Barcelona bei den F1 2022 Tests)  Die Ereignisse des politischen Geschehens erzwingen auch in der Königsklasse Reaktionen: Sotschi war bisher am F1 Kalender 2022 und auch St.Petersburg stand zur Debatte. Nun geht es aber in der Debatte aufgrund des heftigen Angriffs von Vladimir Putin in der Ukraine nicht mehr um zwei mögliche Austragungsorte in Russland, sondern darum ob überhaupt dort gefahren werden soll. Manch ein F1 Pilot wie Aston Martin Sebastian Vettel und auch Red Bull Max Verstappen haben sich bereits dagegen ausgesprochen. 
Neben der Russland-Frage hat die Formel 1 aber auch noch ein anderes Problem, wie man von Gorys hört...

Formel 1 2022 - Test Tag 1-3 Barcelona Circuit de Catalunya

Zur Galerie >

Lukas Gorys: Die Formel1 hat zwei Probleme

Auch in der Formel 1 spricht man über den Einmarsch Russlands in der Ukraine. Und die beiden deutschen Fahrer stehen im Blickpunkt des Geschehens: Aston Martin F1 Pilot Sebastian Vettel hat sich bereits klar positioniert: „Ich fahre im Herbst sicher nicht nach Sotchi!“ Das hat er mit seinem Aston Martin-Team abgestimmt. Ob die Formel1 im Herbst überhaupt in Russland fährt ist noch nicht entschieden, aber unter den jetzigen Umständen kaum anzunehmen...

Der Alpha Tauri hat wie auch der Red Bull extrem designte Seitenkästen
© Lukas Gorys - Der Alpha Tauri hat wie auch der Red Bull extrem designte Seitenkästen

 

Das zweite Problem ist ein technisches und durch das neue Reglement verursacht: Die Autos „pumpen“ auf den Geraden auf und ab. Grund dafür ist die Aerodynamik: im Heck sieht das neue Reglement unter den Wagen eine Wingcar-Zone vor, die den Wagen auf den Boden saugt. Die Teams dichten mit einem Luftstrom den Unterboden an der Seite ab (darum die kunstvollen Designs unter den Kühlern der neuen Autos - ganz extrem beim Red Bull und Alpha Tauri).
Diese Luft-Abdichtung wird von Zeit zu Zeit durch Wirbel unterbrochen und damit geht der Saugeffekt zum Teil verloren. Folge: Die Autos hüpfen auf den Geraden rauf und runter. Dieser Pumpeffekt ist noch aus den späten Siebziger Jahren bekannt. In den Computersimulationen hat davon niemand etwas gemerkt.

Erstaunlich: Charles Leclerc hat seine zweite Bestzeit nach Mittwoch Vormittag gefahren. Der Ferrari ist im Bereich der Seitenkästen lange nicht so extrem designt wie der Red Bull, aber er läuft! 

Auch interessant:
Formel-1-Test: Schumacher-Team Haas verzichtet auf russische Farben
Formel 1: Vettel will nicht in Russland fahren
Formel 1: Ferrari und McLaren bei Testfahrten weiter stark

Lukas Gorys

| Bildergalerie