Wird die bisherige Dominanz der Silberpfeile in dieser Saison von Red Bull unterbrochen wird?
© Mercedes | Zoom

Deshalb ist die Königsklasse des Motorsports F1 spannend wie lange nicht mehr

Die Formel 1 Piloten konnten sich während der offiziellen „Sommerpause“, nach dem Grand Prix in Ungarn, ein wenig entspannen und anderen Beschäftigungen nachgehen. Die Ingenieure nutzten die Möglichkeit die Boliden der Formel 1 für die zweite Saisonhälfte zu optimieren. Das gilt natürlich auch für die beiden Spitzenteams von Red Bull und Mercedes. Die Zeiten, in denen die Silberpfeile die gesamte Rennserie dominiert haben sind aber augenscheinlich in dieser Saison längst vorbei. Wie F1 Fans schon beobachten konnten, liefern sich in diesem Jahr Max Verstappen und Lewis Hamilton ein bislang sehr spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um die Weltmeisterschaft. Wir schauen uns an wie genau Red Bull der entscheidende Schritt nach vorne gelungen ist.

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Ein Auf und Ab bei den Spitzenteams


Bereits die ersten Tests vor der Saison haben gezeigt, dass Red Bull sich gut vorbereitet und zum Branchenprimus aufgeschlossen hat. Zwar ging das Auftaktrennen im März in Bahrain noch an Lewis Hamilton. Doch die Silberpfeile gewannen „nur“ aufgrund der passenderen Strategie – das bessere Auto stellte allerdings Konkurrent Red Bull. Beim nächsten Rennen in Imola spielten die Fahrer von Red Bull dann ihren Vorteil aus. Auf den „konventionellen“ Rennstrecken in Portugal und Spanien waren dann doch wieder die Silberpfeile vorn, ehe Red Bull auf den Stadtkursen von Monaco und auch Aserbaidschan zurückschlug. Die ersten Rennen haben direkt offenbart, dass jedes Team seine favorisierten Streckenprofile hat und sich gegenseitig nichts schenken wird.

Das hat sich bei Red Bull getan


In den Jahren zuvor war gegen die Dominanz der Silberpfeile nur wenig auszurichten. Doch die Ingenieure von Red Bull haben ihre Schlüsse gezogen und eine beispiellose Technikoffensive gestartet. Vor allem vor den beiden Rennen in Österreich wurde noch einmal nachgerüstet. Das neue aerodynamische Konzept, bestehend aus kleineren Flügeln, geniert mehr Abtrieb für den Unterboden. Das hat sich ausgezahlt. Beim Doppelschlag von Max Verstappen in Spielberg war sein Red Bull Renner beide Male wesentlich schneller als der Silberpfeil von Lewis Hamilton. Doch es ist weiter ein hin und her an der Spitze der Formel 1.

Mercedes holte vor der Sommerpause auf


Für den Heim-Grand-Prix in Silverstone haben die Ingenieure bei Mercedes noch einmal jeden Stein umgedreht und ebenfalls ein neues Aerodynamik-Paket installiert. Die Veränderungen am Unterboden und den Leitblechen haben den Silberpfeilen bis zu zwei Zehntel gebracht. Allerdings hält auch Red Bull weiter dagegen. Und, dass das Duell mittlerweile mit allen Mitteln ausgetragen wird, zeigt der Crash der beiden Kontrahenten in der ersten Runde des Silverstone-GP. Doch nicht nur in Silverstone konnte Hamilton Punkte gutmachen, sondern auch beim folgenden Großen Preis von Ungarn. Während für Mercedes auf dem Hungaroring alles nach Plan lief, kämpfte Red Bull wieder gegen alte Probleme an. Untersteuern und Balanceprobleme kosteten letztlich die Gesamtführung. Nachdem sich Lewis Hamilton wieder an die Spitze der Fahrerwertung gesetzt hat, gilt er auch bei Betway Sportwetten mit einer Quote von 1,72 mittlerweile wieder als Topfavorit auf den Titel (Stand: 12. 08.). Aber der bisherige Saisonverlauf hat gezeigt, dass noch einiges passieren kann.

Wird es jetzt schmutzig?

Der Crash in Silverstone war ein erster Vorbote und auch eine Woche später in Ungarn gab es wieder einen Crash, bei dem sowohl Red Bull als auch Mercedes involviert waren. Auch wenn man einem Sportsmann wie Bottas keine Absicht unterstellen sollte, hat der Crash für Red Bull und Verstappen einen faden Beigeschmack. Immerhin wurde der Niederländer das zweite Mal in Folge um wichtige WM-Punkte gebracht. Kein Wunder, dass der Niederländer weiterhin nicht gut auf Hamilton und die Silberpfeile zu sprechen ist. Die Reaktion des Teams: "...so feierst du keinen Sieg. Besonders keinen, den du so geholt hast. Das fand ich respektlos und es zeigt, wer sie wirklich sind. Ich würde nicht so gesehen werden wollen", so Verstappen rund zwei Wochen nach dem Crash beim Großen Preis von Großbritannien.

Ende einer Ära oder neuer Rekord für die Ewigkeit?


Ganz gleich, wie es in den verbleibenden Rennen noch kommen wird, die Saison verspricht auf jeden Fall ein denkwürdiges Ende. Auf der einen Seite kann Lewis mit dem achten Weltmeistertitel einen Rekord für die Ewigkeit aufstellen – er hätte dann einen WM-Titel mehr als Michael Schumacher – oder Max Verstappen bricht die Dominanz des Briten und läutet damit eine neu Ära ein. Wie es auch kommt – die Motorsportfans dürfen sich auf eine spannende Rest-Saison 2021 freuen.

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