Die Fans der Formel 1 sind eine wertvolle Zielgruppe für neue Sponsoren
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Der Aufstieg der Buchmacher als Sponsoren der Formel 1

In der Formel 1 gibt es in punkto Sponsoring ein komplexes Zusammenspiel aus globalen FIA-Vorschriften und strengen nationalen Gesetzen der Austragungsländer. Da die F1 eine globale Plattform ist, müssen Teams ihr Branding oft von Rennen zu Rennen anpassen. Zentrale Verbote und Einschränkungen wie Tabak & Vaping (globaes Verbot seit 2006 weltweit untersagt) sind gegenwärtig. Dennoch nutzen Konzerne wie Philip Morris (Ferrari) oder British American Tobacco (McLaren) "Lifestyle-Labels" oder abstrakte Designs (z. B. den berühmten Barcode bei Ferrari), um ihre Markenwerte indirekt zu kommunizieren. Auch Vaping-Produkte unterliegen mittlerweile strengen FIA-Richtlinien. Die Königsklasse benötigt pro Saison einige Millionen, und diese werden zum größten Teil nur durch Sponsorengelder erwirtschaftet. Man sucht (und findet) also immer wieder neue Branchen...

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Top-Sponsoring Branchen der Formel 1


In der aktuellen Formel-1 Ära (Saison 2025/2026) hat sich das Sponsoring von traditionellen Branchen hin zu hochmodernen Dienstleistern verschoben. Die führenden Branchen sind heute Technologie und Finanzdienstleistungen, die zusammen einen Großteil der Milliarden-Einnahmen generieren

Es gibt unter den Sponsoren auch ganz spezifische, wie zum Beispiel die Getränkebranche. Denn Werbung für Alkohol ist länderspezifisch geregelt, es gibt kein generelles FIA-Verbot, aber strenge nationale Gesetze. Im mittleren Osten wie Saudi-Arabien oder Katar ist Alkoholwerbung strikt verboten. Die Formel 1 Teams weichen hier oft auf alkoholfreie Varianten (z. B. "0.0%") oder Wasser-Labels ihrer Sponsoren aus.

Glücksspiel & Sportwetten als Sponsoring sind erlaubt, sofern das Gastland dies ebenfalls gestattet. In Ländern mit Verboten (z. B. teilweise in den USA oder Asien) werden diese Logos oft durch Team-Botschaften oder andere Partner ersetzt. Für Kryptowährungen gibt es (bisher) keine pauschalen Verbote durch die FIA, aber die EU hat für 2025 neue Richtlinien für die Bewerbung von Token eingeführt, die von 60 % der Krypto-Sponsoren Investitionen in Compliance-Maßnahmen erfordern.

Die neuen Geldgeber der Formel 1: Wie Wettanbieter die Königsklasse dominieren 


Vor ein paar Jahren war das alles noch völlig undenkbar, da gab es größtenteils nur Auto-affine Unternehmen, die dreistellige Millionenbeträge in den Sport investierten. Die neuen Sponsoren aus der Glücksspielbranche kaufen sich nicht mehr nur kleine Werbeflächen auf dem Helm. Sie kaufen direkt ganze Teams. Sie sponsern das komplette Rennen am Sonntag. Geld spielt offenbar überhaupt keine Rolle mehr. Aber warum dieser plötzliche Ansturm? 

Ferrari hatte Marlboro am Heckflügel als Sponsor in der Formel 1
©xpb.cc - Ferrari hatte Marlboro am Heckflügel als Sponsor in der Formel 1


Ein kurzer Blick zurück: Wer hat eigentlich früher gezahlt? 

Früher sah das Starterfeld ganz anders aus. Alte Formel1 Fans erinnern sich noch an die dicken Tabak-Logos: Marlboro war bei Ferrari groß als Schriftzug auf den Autos. West bei McLaren. Rothmans auf dem Williams. Das war in den späten 80er und 90er Jahren völlig normal. Die Tabakindustrie zahlte damals fast alles. 

Und sie bestimmten das Aussehen der Autos komplett. Dann kam der große Knall. Das weltweite Werbeverbot für Zigaretten im Sport. Ein echter Schock für alle Teams. Wer sollte nun die riesigen Rechnungen zahlen? Eine Lücke entstand. 

Doch es kamen neue Sponsoren ins Spiel: Banken und Finanzdienstleister. Dann stiegen auch große Tech-Firmen ein. Und natürlich die Energy-Drinks. Red Bull machte es allen vor und kaufte gleich zwei Formel 1 Teams.

Jetzt erleben wir die nächste große Welle - Wettanbieter übernehmen das Ruder. Diese haben richtig tiefe Taschen, sehr tiefe. Und sie drängen mit Macht in den Markt. 

Warum Formel-1 Fans eine so attraktive Zielgruppe darstellen 


Formel 1 ist per se teuer. Das gilt nicht nur für die Teams. Auch die Fans geben viel Geld für ihren Lieblingssport aus. Tickets für die Tribüne kosten oft hunderte Euros. Das Pay-TV-Abo für Zuhause ist ebenfalls nicht billig. Merchandising? Extrem teuer. 

Doch was sagt uns das alles? F1-Fans haben eine gewisse Kaufkraft. Sie sind zudem oft männlich. Und sie lieben den reinen Nervenkitzel. Für große Buchmacher ist das also eine absolute Traumzielgruppe. 

Nicht nur Rennquoten: Was die Wettanbieter noch erreichen wollen 

Die Formel 1 fährt nicht jeden Tag. Da stellt sich die Frage worauf sind die Wett-Sponsoren in der langen und oft langweiligen Winterpause aus? 

Man kann das relativ rasch beantworten: Sportwetten sind oft nur der reine Einstieg. Der Köder sozusagen. Das wahre und schnelle Geld wird oft ganz woanders verdient. Viele Wettanbieter sind zugleich Online-Spielothek und bieten Automaten Spiele mit ganz unterschiedlichen Themenbereichen. Das ist das eigentliche Hauptziel vieler Plattformen. 

Formel 1 Fans sind eine gute Zielgruppe für Sponsoren
© redbull - Formel 1 Fans sind eine gute Zielgruppe für Sponsoren


Wie Sponsoren ihre Plattformen clever vernetzen 

Wie funktioniert das  dann in der Praxis? Alles läuft geschmeidig über ein einziges Konto. Der Fan muss sich nirgendwo neu anmelden. Das Geld für die Sportwette ist auch sofort für das Zocken an den Automaten da. Die Grenzen zwischen Sport und Spiel verschwinden völlig. 

Mit dem Tip auf den schnellsten Boxenstopp im Rennen hört das Spiel also nicht auf. Fünf Minuten später dreht man die Walzen der Slots. Einige Anbieter locken sogar gezielt mit speziellen Motorsport-Spielen. Da tauchen dann kleine Rennwagen auf den Walzen auf. So bleibt das vertraute Renn-Feeling voll erhalten. Das System ist komplett geschlossen. 

Einmal drin, bleibt der Kunde oft sehr lange. Genau das rechtfertigt am Ende die horrenden Sponsoring-Kosten. Jeder investierte Euro in die Formel 1 zahlt sich durch diese Verknüpfung für die Sponsoren letzten Endes aus. 

Regulierung und Gegenwind: Drohen bald strenge Werbeverbote? 


Das Geschäft brummt derzeit gewaltig. Doch es ziehen dunkle Wolken am Horizont auf. Die öffentliche Kritik wird merklich lauter. Viele Menschen finden diese massive Werbung einfach nicht richtig. Schließlich schauen auch kleinere Kinder die Rennen an Sonntagen. Die Politik wird deshalb langsam wach und in einigen Ländern gibt es bereits harte Regulierungen. 

Italien ist ein gutes Beispiel: Dort ist Glücksspielwerbung im Sport bereits jetzt streng verboten. Auch England zieht die Zügel spürbar an. Die Premier League verbannt bald Wett-Logos von der Brust der Trikots. 

Was macht die Formel 1? Sie fährt nun mal weltweit. Die Gesetze sind überall anders. Sie kleben die Logos ab, oder sie nutzen kryptische Abkürzungen. Das nervt die Sponsoren natürlich massiv. Es kostet zudem Geld und Planung. Mit den strengeren Regeln wächst die Angst vor einem weltweiten Bann stetig im Fahrerlager mit. 

Platzt diese Sponsoring-Blase in naher Zukunft wieder? 

Es ist verständlich, dass viele Fans davon ausgehen dass die Wettanbieter als Sponsoren bald wieder weg sind. Genau wie es damals bei den Tabakmarken der Fall war. Ob das jedoch wirklich eintrifft, ist derzeit schwer zu sagen. Momentan sitzen sie noch sehr fest im Sattel. Das Geld fließt weiterhin in Strömen. Die Formel 1 boomt weltweit wie selten zuvor. Solange das so bleibt, sind die Sponsoren wahrscheinlich sicher an Bord. Doch der Druck von außen steigt. Fan-Gruppen protestieren immer häufiger. Regierungen beraten aktiv über neue und strengere Gesetze. 

Die Teams wissen das alles natürlich. Sie suchen deshalb immer parallel nach neuen Partnern. Man will nicht komplett abhängig sein. Kryptowährungen waren vor kurzem noch ein riesiger Trend. Fast jedes Team hatte einen Krypto-Partner. Das flachte aber relativ schnell wieder ab. 

Eines ist jedenfalls sicher. Die Königsklasse braucht enorm viel Geld. Ohne Millionen geht hier nichts. Wenn die Wettanbieter wirklich gehen müssen, kommt jemand Neues. Vielleicht sind es ja wieder die Tabakkonzerne mit neuartigen E-Zigaretten. Irgendwer zahlt am Ende immer die Rechnung und profitiert von der zahlungskräftigen Zielgruppe des Sports.

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sd / gl

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