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Der Todestag von Niki Lauda jährt sich zum ersten Mal
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Das SID-Kalenderblatt am 20. Mai 2020: Erster Todestag von Niki Lauda

Niki Lauda, dreimaliger Formel-1-Weltmeister, verstarb am Abend des 20. Mai 2019 nach schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren.

Köln (SID) - Über der Hafenpromenade von Monte Carlo lag ein unsichtbarer Schleier, der Glamour-Grand-Prix im Fürstentum Monaco hatte 2019 vor dem ersten Aufheulen der Motoren jede Leichtigkeit verloren. Während die Aufbauarbeiten im Fahrerlager liefen und die Protagonisten an die Cote d'Azur reisten, verlor einer von ihnen seinen letzten Kampf: Niki Lauda, dreimaliger Weltmeister und Team-Aufsichtsratschef von Mercedes, verstarb am Abend des 20. Mai 2019 nach schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren in einem Zürcher Krankenhaus.

"Wir haben Herz und Seele der Formel 1 verloren", sagte Mercedes-Motorsportchef und Lauda-Freund Toto Wolff: "Niki war unser Schutzschild, unser Dampfmacher." Weltmeister Lewis Hamilton, vom charismatischen Österreicher zur Saison 2013 als abschließender Mosaikstein ins Team geholt, trauerte um "ein Licht in meinem Leben".

Das Rennwochenende stand entsprechend ganz im Zeichen der Ikone, die letztmals im Juli 2018 in Silverstone an der Strecke gesichtet wurde. Nach einer Entzündung seiner vorgeschädigten Lunge musste sich Lauda einer Transplantation unterziehen. Kurzzeitig sah es aus, als würde sich das Stehaufmännchen ein weiteres Mal berappeln - doch dann wurde sein Zustand im Frühjahr 2019 mit einem Mal wieder kritisch.

Jedes Team versah seine Boliden beim Monaco-Rennen mit einer Hommage an den großen Kämpfer Lauda, der 1976 auf dem Nürburgring bei einem Feuerunfall um ein Haar sein Leben gelassen hatte und nur 42 Tage später sein Renncomeback gab.

Hamilton und auch Ferrari-Star Sebastian Vettel fuhren mit Helmen im klassischen Lauda-Design, die Motorabdeckung der Mercedes-Silberpfeile ziert seit Laudas Tod ein roter Stern - in Anlehnung an Laudas Markenzeichen, das leuchtend rote "Kapperl". Die Trauerfeier am 29. Mai im Wiener Stephansdom kam einem Staatsbegräbnis gleich.

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