Anzeige

1953 starten einmalig DDR-Rennwagen in der Formel 1
© AFP/SID/- | Zoom

Das SID-Kalenderblatt am 2. August: Formel 1 mit DDR-Rennwagen

Beim Großen Preis von Deutschland am 2. August 1953 gingen zum ersten und einzigen Mal zwei Formel-1-Rennwagen aus der DDR an den Start.

Hamburg (SID) - Es blieb ein einmaliges Experiment: Beim Großen Preis von Deutschland am 2. August 1953 gingen tatsächlich zwei Formel-1-Rennwagen aus der DDR an den Start. Edgar Barth saß in einem EMW der Eisenacher Motorenwerke, die später unter dem Namen Wartburg bekannt wurden. In einem identischen Fahrzeug mit BMW-Label nahm Rudolf Krause die 410 km über 18 Runden in Angriff.

Ruhm und Ehre für den noch jungen Automobilsport in der DDR heimste das Duo auf dem Nürburgring nicht gerade ein. Nach nur elf Runden wurde Barth durch einen defekten Auspuff ausgebremst. Krause kam unter 16 Startern nur auf den 14. Platz. Sieger wurde in der Eifel Ferrari-Pilot Giuseppe Farina.

Danach wurde in Ost-Berlin der Daumen gesenkt, man hielt sich von nun an fern von dem kapitalistischen Spektakel. Und geriet erst wieder in ideologische Nöte, als das sozialistische Bruderland Ungarn ab 1986 die Formel 1 nach Budapest holte. Und viele Tausend DDR-Bürger dafür nach Ungarn pilgerten.

© 2021 Sport-Informations-Dienst, Köln