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Monza 2008: Sebastian Vettel wird jüngster F1-Sieger
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Das SID-Kalenderblatt am 14. September: Sebastian Vettel wird jüngster Formel-1-Sieger

Dietrich Mateschitz war schnell noch nach Monza gereist, die sich anbahnende Formel-1-Sensation wollte auch der öffentlichkeitsscheue Red-Bull-Chef nicht verpassen. Und Mateschitz sollte beim geschichtsträchtigen Großen Preis von Italien am 14. September 2008 allen Grund zum Strahlen haben.

Ein Milchbubi namens Sebastian Vettel im Toro Rosso bescherte dem Brausekonzern jede Menge Publicity - und kürte sich selbst mit 21 Jahren und 74 Tagen zum bis dato jüngsten Formel-1-Sieger.
 
Im Dauerregen ließ Vettel im unterlegenen STR3 bereits im Qualifying die Konkurrenz um die WM-Anwärter Lewis Hamilton und Felipe Massa alt aussehen. Der Heppenheimer, auf Empfehlung Michael Schumachers in den Red-Bull-Nachwuchskader berufen, setzte auf die richtigen Reifen und stellte den Wagen mit der Startnummer 15 sensationell auf Pole - dies als bis heute jüngster Fahrer.
 
Im Rennen blieb Vettel, dem im weiteren Verlauf seiner Karriere Nervenschwäche nachgesagt wurde, kühl bis ans Herz. Der Hesse bewegte den Toro Rosso im Nassen am Limit, auch bei abtrocknender Strecke gab es kein Vorbeikommen.
 
Der "Baby-Schumi", wie Vettel vom Boulevard seinerzeit genannt wurde, machte sein Meisterstück. Aus dem Talent war nach 53 Runden ein "Wunderkind" geworden, ein "Weltmeister von morgen".
 
Ein bisschen länger dauerte es dann zwar mit der Krönung, aber Vettel beeilte sich: 2010, mittlerweile für das Mutterteam Red Bull tätig, kürte er sich mit 23 Jahren und 134 Tagen zum jüngsten Formel-1-Champion. Diesen Rekord hält Sebastian Vettel bis heute, und er dürfte noch eine ganze Weile Bestand haben.
 
Jüngster Rennsieger ist Vettel mittlerweile nicht mehr. Beim Großen Preis von Spanien 2016 entriss ihm der Niederländer Max Verstappen diese Marke - mit gerade einmal 18 Jahren und 228 Tagen.

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