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Die Formel 1 hat immer mehr neue Fans
© Mercedes AMG F1 | Zoom

Darum hat die Formel 1 immer mehr Fans

In dieser Formel 1 Saison hat die Renaissance von Ferrari nicht nur in Italien für Begeisterung gesorgt. Die Fans strömen in Massen zu den Rennen, die Einschaltquoten im TV erreichen Höchstwerte. Statistiken zeigen, dass die Fangemeinde der Formel 1 auch schon im Vorjahr weiter angewachsen ist. In den sozialen Medien legte die Rennserie gar um 40 Prozent zu. Mittlerweile folgen mehr als 49 Millionen Fans der Formel 1 auf Facebook, Twitter, Instagram und Co. Die Zuschauerzahlen im TV stiegen um vier Prozent an, das Herzschlagfinale verfolgten 108,7 Millionen Fans live. Damit nicht genug, ist auch für den Nachwuchs gesorgt. Neue Studien zeigen dass die Formel 1 bei jungen Zusehern immer beliebter wird. In der Gruppe der 12 bis 18-jährigen stieg die Zahl der Fans um 17 Prozent an. Im Vergleich dazu schaffte Deutschlands Lieblingssport Nr. 1, der Fussball, nur eine Steigerung von sechs Prozent. Das sind besten Aussichten für die Königsklasse, die mit ihrer letzten Reform den Grundstein für viele weitere spannende Rennen gelegt hat.

Formel 1 Imola mit Sprintrennen 2022

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Deshalb lieben die Fans die Formel 1

Die Formel 1 gilt als die Königsklasse des Motorsports. Seit Jahrzehnten begeistern die Rennautos und ihre tollkühnen Piloten die Szene. Wie populär die Rennserie ist, beweist aktuell auch die Dokumentation Formula 1: Drive to Survive auf Netflix.

Die Serie wirft einen Blick hinter die Kulissen der Formel 1 und gewährt den Fans neue Einblicke. Formula 1: Drive to Survive hat es bisher bereits auf vier Staffeln gebracht, die fünfte Ausgabe ist angeblich schon in Arbeit. Hier herrschen Adrenalin und grosse Gefühle vor. Die Show zeigt die Top-Teams bei der Arbeit und gewährt einen spannenden Einblick hinter die Konkurrenzkämpfe und jenes Teamwork, das den Erfolg bringt. Zuvor konnte man so hautnah mit dabei sein, wenn Fahrer, Mechaniker und Strategen um den Platz an der Sonne in der Formel 1 kämpfen.

Die Spannung ist greifbar

Die Gründe für den anhaltenden Erfolg der Rennserie sind vielfältig. In Deutschland ist die Formel 1 seit jeher die beliebteste Motorsportart. Das ist international nicht viel anders. Das beweisen nicht nur die TV-Einschaltquoten, sondern auch die Wettumsätze. Bei zahlreichen Buchmachern hat die Formel 1 einen Spitzenplatz in ihren Angeboten erobert. Die Rennen sind spannend wie noch nie. Ein spektakulärer Start, Kämpfe um den Führungswechsel, ausgefeilte Renn- und Boxenstop Strategien machen die Formel 1 zu einem Erlebnis. Dies gilt nicht nur live vor Ort, sondern auch vor dem Fernseher. Die rund 90 Minuten Rennen versprechen Nervenkitzel und Adrenalin pur. Da wird die Spannung für jeden Fan förmlich greifbar.

Schliesslich lebt jeder Sport von der Emotion. Diese findet sich in der Formel 1 an allen Ecken und Enden. Immerhin sind Autos des Deutschen liebstes Spielzeug. Hier geht es nicht um Schrauben und Blech, sondern um die Liebe zur Geschwindigkeit, das ansprechende Design, laute Motoren und die überzeugende Technik. Das ist auch in der Formel 1 nicht anders, jedoch spielt die Rennserie in jeder Hinsicht in einer ganz anderen Liga. Jeder Zuschauer hat seinen persönlichen Favoriten. Dies gilt nicht nur für die Autos, sondern natürlich auch für die Piloten. Vor allem die deutschsprachigen Länder haben jede Menge Möglichkeiten,ihre Sympathien gerecht zu verteilen.

Bei Teams und Fahrern vorne mit dabei

Nicht nur die Teams aus Deutschland haben die Formel 1 geprägt, sondern auch zahlreiche Fahrer. Michael Schumacher dominierte den Sport wie kein Zweiter und entfachte eine landesweite Begeisterung. Sebastian Vettel trat in seine Fußstapfen und holte 4x den Weltmeistertitel. Auch Nico Rosberg holte zur Überraschung aller den Weltmeistertitel - und das gegen den dominanten Star der letzten zehn Jahre, Lewis Hamilton. Lange Zeit war er der Einzige, der Hamilton Paroli bieten konnte. Mercedes hat in der Geschichte der Formel 1 immer wieder seine herausragende Klasse bewiesen. Red Bull und Ferrari sind in der jetzigen Saison die Dominanten.

Der Pilot ist die Schnittstelle zwischen Auto und Team

Sie alle sind gefordert jedes noch so winzige Detail zu berücksichtigen, um noch einige Zehntelsekunden zu finden, die Team und Fahrer in eine bessere Position im Rennen bringen können. Die Autos selbst sind kleine technische Wunderwerke. Sie beschleunigen nicht nur innerhalb kürzester Zeit auf enorme Geschwindigkeiten, sondern können ihr Tempo auch in wenigen Augenblicken auf null reduzieren. Diese Hochtechnologie hat allerdings ihren Preis. Der Wert eines Boliden kann auf bis zu 7 Millionen US-Dollar steigen.

Die Kosten sind erklärbar, schliesslich besteht ein Formel-1-Wagen aus mehr als 80.000 Einzelteilen. Doch bei aller Technik reicht es nicht aus, um das Fahrzeug nur mittels Überwachung zu optimieren. Der Pilot ist immer noch die wesentlichste Schnittstelle zwischen Auto und Team. Er allein kann beurteilen, wie sich technische Änderungen auf das Fahrverhalten auswirken. Sein Feedback ist also ein zentraler Erfolgsfaktor in der Optimierung des Autos. Diese Feinheiten begeistern Fans und zeigen, dass es für einen Fahrer einfach nicht ausreicht nur schnell zu fahren. Sein Talent ist bestenfalls das Fundament, auf dem er seine Karriere aufbauen kann.

Schumacher und Hamilton im direkten Vergleich

Michael Schumacher galt einst als perfektes Beispiel dafür, wie ein Formel-1-Fahrer sein Team auf die Überholspur bringen kann. Sein Wissen und seine Erfahrung machte aus dem damaligen Mitläufer Ferrari ein Weltmeisterteam. Das ist wohl auch der Grund, warum sein Nachfolger als bester Fahrer der Formel 1 bisher noch nicht jenen Status erlangt hat, den Schumacher noch immer innehat. Lewis Hamilton konnte zwar dessen Rekord von sieben Titeln einstellen, doch die Persönlichkeit des Briten unterscheidet sich doch sehr stark von jener des Deutschen. Während Schumacher nie einen Hehl daraus machte, dass für ihn nur der Sieg zählt und auf der Rennstrecke stellenweise brutal seinen Vorteil nutzte, gilt Hamilton als Kind seiner Zeit. Er achtet sehr auf seinen Ruf und gibt sich verantwortungsbewusst und fair.

Die nächste Generation ist bereit für den Sieg

Doch auch für den jahrelang unbesiegbaren Briten ändern sich die Zeiten. Im Vorjahr musste nicht nur er, sondern auch Fans und Medien überrascht zur Kenntnis nehmen, dass die Zeit der Dominanz des Erfolgsduos Hamilton / Mercedes vorbei ist. Max Verstappen peitschte seinen Red Bull an die Spitze und brachte neuen Schwung in die Rennsportserie. 

Lewis Hamilton ämpft in dieser Saison gegen Charles Leclerc und Max Verstappen
© Lukas Gorys - Lewis Hamilton kämpft in dieser Saison gegen Charles Leclerc und Max Verstappen

Hamilton musste hart kämpfen und war gezwungen, sein ganzes Können auszupacken, um den Erfolg von Verstappen zumindest halbwegs in Grenzen zu halten. In einem Jahrhundertfinale am Saisonende schien es Lewis Hamilton noch einmal geschafft zu haben und stand sprichwörtlich nur noch wenige Meter vor seinem achten Weltmeistertitel. Doch die Rennsportgötter hatten anderes vor und ermöglichten Verstappen seinen ersten Triumph in der Formel 1. Der Seriensieger war entthront, die Fans erlebten eine Formel-1-Saison wie schon sehr lange nicht mehr.

Dramatik wie noch nie zuvor

Statt langweiliger Start-Ziel-Siege versprachen die Rennen plötzlich Hochspannung, das Duell Hamilton / Verstappen elektrisierte nicht nur die Fans des Motorsports. Als der siebenfache Weltmeister den schon sicher geglaubten Titel verlor, glaubten viele an seinen Rückzug, doch weit gefehlt.

Hamilton kehrte auch in dieser Saison in seinen Mercedes zurück und muss nun den Aufstieg neuer Formel-1-Talents miterleben. Denn auch Charles Leclerc hat im Ferrari seine Chance genutzt. Die umfangreichen Regeländerungen in der Formel 1 haben die Karten wie erwartet neu gemischt. Jetzt erweisen sich die roten Renner aus Italien als bestes Auto im Feld und nutzen dies zu ihrem Vorteil. Leclerc hat die Führung in der Weltmeisterschaftswertung übernommen. Lewis Hamilton muss sich mit Platz sieben begnügen, Max Verstappen liegt bereits auf Platz zwei. 

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ra / di

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