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Mercedes-EQ feiert Doppelpodium, Rast völlig überraschend Fünfter
© ABB FIA Formula E | Zoom

Spektakel in Spanien - Nyck de Vries gewinnt fünften Saisonlauf der Formel-E-WM in Valencia

Ein Thriller, mit einem scheinbar überführten „Täter“ und doch noch einer überraschenden Wendung: Nyck de Vries (NED, Mercedes-EQ) hat Lauf fünf der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft mit cleverem Energie-Management für sich entschieden. Und nicht nur das: Er beendete das erste Saisondrittel dank seines zweiten Saisonsiegs als Tabellenführer – vor seinem Teamkollegen Stoffel Vandoorne (BEL, Mercedes-EQ), der zahlreichen Rückschlägen zum Trotz Dritter wurde. 

Formel E 2021, Valencia ePrix - 5. Saisonrennen

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Vom Start weg sah allerdings ein anderer wie der überlegene Sieger aus: António Félix da Costa (POR, DS Techeetah). Der Titelverteidiger setzte sich von der Pole-Position aus an die Spitze, verteidigte diese auch über insgesamt vier Safety-Car-Phasen, ehe ihm – wie vielen Fahrerkollegen – in der Schlussrunde die Energie ausging. Zu den Profiteuren der unerwarteten Wendung zählte auch René Rast (GER, Audi), der als bester deutscher Fahrer Fünfter wurde. Sein ehemaliger DTM-Rivale Nico Müller (SUI, Dragon/Penske Autosport) wurde Zweiter.

Kampf und Energie-Management stimmen: De Vries gewinnt mit Ellbogen und Köpfchen

Den Sieg von Nyck de Vries allein einer cleveren Energie-Strategie zuzuschreiben, würde allerdings zu kurz greifen. Zu Beginn des Rennens arbeitete sich der Mercedes-EQ-Fahrer unter schwierigen, regennassen Bedingungen auf Platz zwei nach vorn und setzte den Führenden António Félix da Costa permanent unter Druck. Im gelang es zeitgleich, die Energie zu sparen, die am Ende den Ausschlag gab. Etwas überraschender gerieten die Podiumsresultate von Nico Müller und Stoffel Vandoorne, die sich lange Zeit am Ende des Feldes bewegten, zeitweise sogar miteinander kollidierten. Für sie brachte erst die letzte, entscheidende Runde den Weg nach vorn.

Erstes Saisondrittel der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft endet ungewöhnlich 
© ABB FIA Formula E
 

FAST FACTS

- Zweiter Saisonsieg für Nyck de Vries (NED), dritter für Mercedes-EQ
 
- Energie-Management mitentscheidend
 
- Vier Safety-Car-Phasen sorgen für Energie-Reduktion durch die Rennleitung
 
- Nico Müller (SUI, Dragon/Penske Autosport) erobert erstes Formel-E-Podium
 
- Platz drei für Stoffel Vandoorne (BEL, Mercedes-EQ) vom letzten Startplatz aus
 
- René Rast (GER, Audi) wird Fünfter, nachdem er zwischenzeitlich auf Platz 22 zurückgefallen war
 
- Polesitter António Félix da Costa führt das gesamte Rennen an, nur nicht die letzte Runde
 
- Enttäuschender Tag für BMW und Porsche, Jake Dennis (GBR, BMW) wird Achter

Regen und vier Safety-Car-Phasen bringen Würze in Spanien-Premiere der Formel E, Energie-Management entscheidet
© ABB FIA Formula E
 

MERCEDES-EQ
NYCK DE VRIES (NED)
„Wir haben das gesamte Rennen über Energie gespart, weil wir davon ausgingen, dass uns das helfen könnte. Nach der letzten Safety-Car-Phase hatte ich erwartet, dass António langsam fahren würde, um so eine Runde Renndistanz zu vermeiden – stattdessen ist er früh über die Ziellinie. So waren es noch zwei Runden bis zur Flagge. Und in denen zahlte sich unser Energie-Management aus.“

DRAGON/PENSKE AUTOSPORT
NICO MÜLLER (SUI)
„In den letzten beiden Runden wurde meine Stimmung immer besser. Ich bin immer noch etwas überrascht von dem, was geschehen ist. Aber in genau diesen kniffligen Situationen zahlt sich die viele Arbeit in den Simulatoren, die ganze Vorbereitung und die Erfahrung aus vergangenen Saisons aus.“

MERCEDES-EQ
STOFFEL VANDOORNE (BEL)
„Wir waren in allen Sessions wettbewerbsfähig. Wegen einer Strafe von hinten statt von der Pole zu starten, war schwer zu akzeptieren. Aber wir haben den Spieß eindrucksvoll herumgedreht. Ich war einmal im Kies, habe sogar Nico Müller touchiert, nachdem ich nach dem Aktivieren des Attack Modes untersteuernd in ihn hineingerutscht bin. Am Ende habe ich in der letzten Runde zehn Autos überholt – auch wenn es sich nicht danach angefühlt hat.“
Position Nr. Fahrer Team Rnd. Abstand Auf V. Geschw.
1 17 N. de Vries Mercedes-Benz EQ Formula E Team 24      
2 6 N. Mller GEOX Dragon 24 13.128    
3 5 S. Vandoorne Mercedes-Benz EQ Formula E Team 24 24.886    
4 37 N. Cassidy Envision Virgin Racing 24 36.903    
5 33 R. Rast Audi Sport Team Abt Sportsline 24 51.65    
6 4 R. Frijns Envision Virgin Racing 24 52.985    
7 13 A. Felix da Costa DS Techeetah 24      
8 94 A. Lynn Mahindra Racing 24      
9 10 S. Bird Panasonic Jaguar Racing 24      
10 11 L. di Grassi Audi Sport Team Abt Sportsline 24      
11 27 J. Dennis BMW i Andretti Motorsport 23      
12 25 J. Vergne DS Techeetah 23      
DNF 71 N. Nato ROKiT Venturi Racing 22      
DNF 48 E. Mortara ROKiT Venturi Racing 20      
DNF 99 P. Wehrlein TAG Heuer Porsche Formula E Team 19      
DNF 36 A. Lotterer TAG Heuer Porsche Formula E Team 19      
DNF 20 M. Evans Panasonic Jaguar Racing 15      
DNF 7 S. Camara GEOX Dragon 14      
DNF 28 M. Gnther BMW i Andretti Motorsport 10      
DNF 23 S. Buemi DAMS 1      
DSQ 22 O. Rowland DAMS 24      
DSQ 29 A. Sims Mahindra Racing 24      
DSQ 8 O. Turvey NIO 333 FE Team 24      
DSQ 88 T. Blomqvist NIO 333 FE Team 24    

ABB FIA Formula E / DW

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