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Die Formel E wird immer beliebter bei den Motorsport Fans
© ABB FIA Formula E | Zoom

Future ohne F1 - Formula E wird alles verändern oder doch nicht?

Die Rennboliden der Formel E haben sich von Beginn an die Königsklasse (die Formel 1) als Vorbild genommen. Sie sausen spektakulär an den Motorsport Fans vorbei, brummen und surren mit vollem Speed durch die Kurve. Wer öfters zu den Veranstaltungen fährt und die spannenden Rennen live erlebt hat, kennt den Adrenalin-Rausch.  Mit BMW, Jaguar, Mercedes, Nissan, Audi und Porsche sind grosse Autobauer in der Formula E, wie die offizielle Bezeichnung der Elektro-Rennserie heisst,  vertreten. Und sie wird immer beliebter - nicht zuletzt aufgrund eines Sinneswandels wegen unserem Klimawandel...

Formel E Mexiko-Stadt E-Prix

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Das können die Elektro-Rennautos der Formel E

Die eingefleischten Fans der Formel 1 können sicher noch nicht so viel mit den E-Rennboliden anfangen. Manchmal scheint es so, als wäre das eine ganz andere Welt. Also schauen wir uns doch einmal die technischen Daten zum besseren Verständnis an. Die Höchstgeschwindigkeit eines Elektro Rennautos der Formel E liegt bei 220 – 240 km/h; die Beschleunigung von Null auf Hundert ist zwischen 2,5 – 3,2sek. Die maximale Leistung der Hightech Renner bei um die 340 PS. Die nutzbare Batterie-Kapazität um 52 kWh.

Den Sprung in die erste Reihe des Motorsports schaffte die Formula E bisher noch nicht. Eines der Gründe dafür ist nach wie vor die Reichweite. In den letzten 4 Jahren gab es eine Menge an Häme der eingefleischten Motorsportfans, aber nicht nur. Mittlerweile gibt es auch schon Applaus. Damit die Rennen überhaupt stattfinden können stehen Zweitautos zur Verfügung - in die wird gewechselt sobald die Batterie am Ende ist. Denn das Besonders an dieser Rennserie ist dass die Rennwagen ausschliesslich elektrisch angetrieben werden. Das ermöglichte einen Rennkalender, den es so vorher noch nie gab: Die Rennen werden direkt in den Metropolen ausgetragen: Riad, Santiago, Mexico City, Marrakesch, Rom, Paris, Seoul, Jakarta, Berlin, New York City und London. Von den derzeit 24 Fahrern kommen übrigens manche aus der Formel 1: Felipe Massa, Lucas di Grassi, Sebastien Buemi und Jean-Eric Vergne. 

Auch wenn viele der Formel 1 Fans heute noch über die Formula E lächeln, so zeigt sich eins bereits deutlich ab: Die Zukunft geht zum Elektroauto. Das liegt allerdings nicht unbedingt nur daran dass diese Technik besonders innovativ ist (Elektroantriebe gab es schon vor mehr als 100 Jahren!). Vielmehr sind die Gründe eher darin zu suchen dass die Elektro-Technik von der Politik aufgrund des Klimawandels und der Forderungen der Gesellschaft mehr gefördert wird.

E-Autos als Standard bei Rennen

Die jüngere Zielgruppe rückt nach und sie ist stark beeinflusst durch die Klimarethorik. Die Formel E wurde 2014 vor allem deswegen von der ABB FIA als internationale Rennserie ins Leben gerufen. Doch auch die Formel 1 sowie alle anderen Rennveranstaltungen werden von der Forderung nach mehr Umweltbewusstsein beeinflusst werden.  Kritik an den Umweltschleudern auf der Rennstrecke sind auch immer wieder ein Thema bei Demonstrationen wie der Fridays-for-Future Bewegung. Man kann davon ausgehen dass die Elektro Technik in ein paar Jahren deshalb auch die ganz "normalen" Rennautos deutlich beeinflussen. Das Feeling, das die Motorsport Fans heute noch kennen, wird damit nach und nach verschwinden.

GA / WE

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