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Formel E: Venturi - Massa und Mortara haben Mercedes im Visier

Venturi Racing befindet sich nach der bisher erfolgreichsten Saison 2018/19 auf einem Höhepunkt. Eine neue Partnerschaft mit Mercedes wird voraussichtlich den Grundstein für weitere Siege legen. Das Team aus Monaco hat Felipe Massa und Edoardo Mortara für ein weiteres Jahr verpflichtet, und das erfahrene Duo wird sein Möglichstes tun, um seinen neuen Werkslieferanten in den Schatten zu stellen.

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Nach fünf Jahren in der ABB FIA Formula E Championship kam für Venturi in der vergangenen Saison endlich der Durchbruch: das Team holte sich seinen ersten Sieg beim E-Prix in Hongkong. Der Sieg war herausragender Höhepunkt einer Saison, in der das Team dank zweier weiterer Podiumsplätze seine bisher höchste Punktzahl erzielte.
 
In der zweiten Saisonhälfte brachten einige Probleme mit der Zuverlässigkeit die Dynamik jedoch zum Stillstand und führten zu einem Sommer voller Veränderungen. Venturi ging eine neue Partnerschaft mit dem jüngst gegründeten Team Mercedes-Benz EQ ein und übernahm sowohl den Antriebsstrang des deutschen Automobilriesen als auch das Kühlsystem, den hinteren Rahmen, die Hinterradaufhängung, die Dämpfer, die Software, die Bordelektronik und die Kabelbäume. Teamchefin Susie Wolff wird das Beste aus dieser Beziehung herausholen und im Hauptquartier von Mercedes mit der Leistung ihres Teams sicher für Aufregung sorgen.
 
Felipe Massa weiß nach seiner Zeit in der Formel 1 genau, wie er sich gegen die Macht der Silberpfeile behaupten kann. Der ehemalige Sauber-, Ferrari- und Williams-Star hat in der vergangenen Saison gezeigt, dass er noch viel zu bieten hat. Der 38-Jährige erzielte in Monaco einen hervorragenden Podiumsplatz und beendete das Rennen in Paris auf dem neunten Platz, obwohl er bei Regen mit einem undichten Helm zu kämpfen hatte. Er beweist, dass er nichts von seinem Mut eingebüßt hat. Der beliebte Brasilianer musste aufgrund mangelnder Beständigkeit während seiner Debütsaison bei der Formula E jedoch auch ein gewisses Maß an Kritik einstecken und muss seine Zweifler in der Saison 2019/20 durch starke Ergebnisse überzeugen.
 
Für den ersten Formula E Sieg von Venturi war Edoardo Mortara verantwortlich, während um ihn herum in Hongkong das Chaos ausbrach. Der Schweizer fuhr zwar eigentlich als Zweiter über die Ziellinie, rückte jedoch nach der Disqualifizierung von Sam Bird einen Platz auf und erhielt den begehrten Pokal. Auf diesen Sieg folgte für den 32-Jährigen eine insgesamt miserable Saison. Er schied aus sechs der nachfolgenden acht Rennen aus und beendete die beiden anderen Rennen ohne Punkte.
 
 Dennoch hatte sich Mortara in seinen zwei Saisons mit dem Team genug Anerkennung gesichert, um eine weitere Chance auf die rein elektrische Meisterschaft zu erhalten. Seine Verbindungen zu Mercedes, wo er an der Entwicklung und den Tests des Silver Arrow 01 beteiligt war, kommen ihm beim neuen Werksabkommen von Venturi zugute. Der frühere F3 Euroseries-Champion, der zweimal den prestigeträchtigen Macau Grand Prix gewann, ist ein Straßenrenn-Experte. Er wird seinem erfahrenen Teamkollegen noch einmal zeigen wie man’s macht – auf den engen und kurvenreichen Strecken der aufregendsten Städte der Welt.

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